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Firmengeschichte

Baumschule Hauenstein - Fortschritt und Tradition Hand in Hand

Nicht im letzten, sondern bereits im vorletzten Jahrhundert wurde die Baumschule Hauenstein gegründet. Damals wie heute können sich die Kunden auf das traditionsreiche Unternehmen verlassen, denn es steht für ein breites und tiefes Sortiment in erstklassiger Qualität und professionelle Beratung. Dass die Baumschule Bewährtes fortgeführt hat und zugleich Neuerungen immer offen gegenüber stand, hat sie zu einem der bedeutendsten Unternehmen der grünen Branche in der Schweiz gemacht.

1890

Walter Hauenstein (19.09.1870 - 01.03.1934) gründet seine Baumschule auf 9 Aren Land. Darauf pflanzt er Obst- und Rosenwildlinge, Gemüse- und Blumensetzlinge sowie Ziersträucher. Obstjungbäume werden in den nächsten Jahrzehnten ein Schwergewicht bilden.

1891

Im Ausserdorf Rafz erwirbt der von Pioniergeist erfüllte Baumschuler ein Bauernhaus. In den Folgejahren kommen weitere Flächen und Gebäude für die Baumschule hinzu. Zeitgleich baut er den Kundenkreis seines Betriebes bis über Schaffhausen und Winterthur aus.

 

1891

Heirat mit Anna Meier. Aus dieser Ehe entspringen 7 Söhne und 2 Töchter.

 

1907

Erwerb eines weiteren Bauernhaus neben dem Bestehendem.

 

1914 -
1918

Der erste Weltkrieg bereitet dem Unternehmen, das bis dahin kräftig gewachsen war und rund 35 Mitarbeiter beschäftigte, grosse Schwierigkeiten. Der grösste Teil des Personals wird zum Aktivdienst eingezogen. Der Markt für Ziergehölze bricht in den Kriegsjahren weitgehend zusammen. Der Betrieb stellt in den Folgejahren gemäss den Auflagen des Bundes die Produktion etwa zur Hälfte auf Gemüsekulturen und Getreide um. Dabei erkennt der Pionier Walter Hauenstein wie wichtig eine wechselnde Fruchtfolge für gutes Pflanzenwachstum ist. In diese Zeit fällt auch die erste Güterzusammen-legung.

 

1916

Walter Hauenstein ersteigert das Restaurant Bahnhof in Rafz inklusive 3,5 Jucharten Land (ca. 1,5 Hektaren).

 

1918

Walter Hauenstein kauft das Restaurant und den Landwirtschaftsbetrieb "Ziegelhütte" in Flaach mit 36 Jucharten (ca. 13 Hektaren) Land. Damit ist der Grundstein für den Betriebsteil in Flaach gelegt.

 

1921

Durch 2 Brandfälle kurz nacheinander werden die ersten 2 Bauernhäuser zerstört, aber sofort wieder aufgebaut.

1927

Mit 6 seiner 7 Söhne gründet Walter Hauenstein die Kollektivgesellschaft W. Hauenstein & Söhne. 4 der Söhne arbeiten in der Baumschule, 1 Sohn führt den Landwirtschaftsbetrieb und das Restaurant "Ziegelhütte in Flaach und einer leitet das Restaurant "Bahnhof" in Rafz sowie die Samenhandlung, (heutige Otto Hauenstein AG, Rafz).

 

1930

Das Geschäft weitet sich aus. W. Hauenstein & Söhne beschäftigen 1930 etwa 80 Arbeiter und Angestellte im ganzen Betrieb. Die Produktion umfasst 33 Hektaren Baumschulkulturen und 18 Hektaren Landwirtschaft. Um die Kundenwünsche erfüllen zu können, baut das Unternehmen das Sortiment ständig weiter aus. Neben der Baumschule führt W. Hauenstein & Söhne einen Topfpflanzenbetrieb, eine Samenhandlung, einen Landwirtschaftsbetrieb in Flaach sowie zwei Restaurants in Rafz und Flaach.

 

1934

Nach dem Tode von Walter Hauenstein und seiner Frau Anna im gleichen Jahr, übernehmen die Söhne Emil, Walter, Robert, Fritz und Carl (2. Generation) die Führung des Unternehmens. Zu diesem Zeitpunkt beträgt die Gesamtfläche 34 Hektaren.

 

1939 -1945

Im zweiten Weltkrieg wiederholt sich, was 25 Jahre zuvor schon geschehen war. Wenig Zeit bleibt für die Arbeit und die Pflege in den Gehölzkulturen, der Absatz fällt zusammen und kriegsbedingt muss wieder viel Gemüse und Getreide angebaut werden.

 

1945

Für die Baumschule bessert sich die Situation nach dem Krieg. Die bebaute Fläche steigt auf rund 54 Hektaren Land, knapp die Hälfte davon ist zugunsten des Fruchtwechsels mit landwirtschaftlichen Kulturen belegt. Die Sparte "Gartenbau" wird gegründet.

1945

Gründung der Personalfürsorgestiftung W. Hauenstein & Söhne, der ersten Stiftung dieser Art in der schweizerischen Grünen Branche. Das Sparendkapital betrug für Angestellte Fr. 7'500.-- und für Arbeiter Fr. 5'000.--. Die monatlichen Abzüge vom Lohn lagen zu dieser Zeit unter Fr. 5.--.

 

1954

Die Baumschule beginnt mit der Produktion von Rosen. Diese wird sich in den nächsten 3 Jahrzehnten zu einer wichtigen Kultur ausweiten. Um die Versandzeit für Rosen und andere Gehölze bis in den Spätfrühling zu verlängern, wird ein Pflanzenkühlkeller gebaut. .

 

1956

Kurt Hauenstein (3. Generation) tritt in die Firma ein und übernimmt zunächst die Leitung des Betriebes, später auch die Geschäftsleitung. Unter seiner Führung macht die Baumschule in den folgenden 30 Jahren bei der Organisation und der Mechanisierung einen grossen Schritt nach vorn.

 

1957

Der Betrieb wächst kontinuierlich. Die Kulturfläche wird regelmässig erweitert. Für einen rationellen und qualitätsschonenden Versandablauf wird eine Versandhalle gebaut.

1957 - 1962 

Die zweite Güterzusammenlegung in Rafz wird umgesetzt.

 

1960

Umwandlung der Kollektivgesellschaft W. Hauenstein & Söhne in die Familienaktiengesellschaft Hauenstein AG, Baumschulen/Rosenkulturen, Rafz.

 

1960

3 Söhne von Robert Hauenstein (Kurt, Robert, Gerold = 3. Generation) gründen mit der Firma Samen Mauser die Firma Hauenstein/Mauser, welche das erste Garden-Center der Schweiz, (damals englisch geschrieben!), in Zürich eröffnen.

 

1960

Eröffnung eines Garten-Centers mit Schaugarten beim Stammbetrieb in Rafz (nicht identisch mit heutigem Standort).

 

1960

Als erste schweizerische Baumschule führt Hauenstein AG die EDV ein. Es handelt sich um ein Einplatzsystem mit Lochkarten. Bahnbrechend ist, dass die fakturierten Mengen direkt vom Inventar abgezogen werden.

 

1965

Das 75-jährige Jubiläum wird mit der ersten grossen Rosenschau festlich gefeiert. Die Besucher sind von dieser Art der Rosenpräsentation begeistert.

Die Baumschule Hauenstein hat sich zur führenden Baumschule in der Schweiz entwickelt. Ein paar Zahlen sollen dies verdeutlichen:
80 Mitarbeiter, Gewächshausfläche 2'500 m2, Kästen 4'000 m2, Jahresproduktion: Rosen 200'000 Stück, Obst 25'000 Stück, Sortiment Gehölze: 1'000 Arten/Sorten.

1965

Die Produktion von Topfpflanzen und die Sparte "Gartenbau" werden eingestellt.

 

1968

Der Landwirtschaftsbetrieb wird endgültig aufgegeben. Der erste Hochtraktor wird angeschafft und ersetzt die bis dahin genutzten Pferde bei der mechanischen Bodenpflege und Düngung.

 

1968

Die ersten Gehölze und Stauden werden in Töpfen kultiviert. Das ist der Beginn der eigentlichen Containerkultur.

 

1972

Hauenstein AG kauft als eine der ersten Baumschulen Europas einen amerikanischen Baumverpflanzer, Marke "Vermeer". Damit können grosse Bäume mit Erdballen schnell, pflanzenschonend und muskelkraftsparend ausgegraben werden.

1974

Eröffnung des neuen, um ein Vielfach grösseres, moderneres Hauenstein Garten-Center am Imstlerwäg 2, beim Kreisel in Rafz.

 

1976

Eröffnung des neuen, 10'000 m2 grossen Schaugartens beim Hauenstein Garten-Center in Rafz.

1979

Die Hauenstein AG nimmt eine 4,5 km lange, ca. 80 Höhenmeter überwindende, betriebseigene Wasserleitung von Rüdlingen am Rhein nach Rafz in Betrieb. Das Flusswasser des (alten) Rheins gelangt durch die Leitung in ein 5300 m3 fassendes Speicherbecken in Rafz. Ab diesem Zeitpunkt werden die Pflanzen mit Flusswasser und nicht mehr mit wertvollem Trinkwasser versorgt.

 

1980

Die Bewässerung der Container- und Topfkulturen wird mit dem Bau einer modernen Bewässerungsanlage automatisiert.

 

1981

Die Hauenstein AG übernimmt zu 100% die Garten-Center AG der Firma Samen Mauser und den 3 Brüdern Hauenstein mit den verbleibenden Geschäftsstellen in Zürich, Winterthur und Baar. Das Garten-Center in Rafz bleibt unter dem Dach der Hauenstein AG.

 

1985

Die Baumschule führt ein "Begrünungsprogramm" mit dem Ziel ein, die Bodenfruchtbarkeit zu erhalten, die Humusbildung zu verbessern und den Boden vor Erosion zu schützen. Dazu werden die freien Streifen zwischen den Pflanzreihen mit Gras oder Gründüngungspflanzen eingesät. Auch wechseln Jahre der Kultur und der Grünbrache miteinander ab.

 

1986

Eine vierköpfige Geschäftsleitung mit Fritz Hauenstein an der Spitze tritt die Nachfolge von Kurt Hauenstein an. Zu dieser Zeit beträgt die Gesamtfläche der Betriebsteile Rafz und Flaach rund 71 Hektaren.

 

1990

Ein ganzes Jahrhundert jung ist die Baumschule Hauenstein. Das wird mit verschiedenen Aktivitäten und Anlässen gefeiert. Als Höhepunkte dürfen sicher die Rosentaufe der gleichnamigen Rose durch die Sängerin Nella Martinetti, die grosse Rosen- und Pflanzenausstellung, der Firmenausflug mit allen Mitarbeitern inklusive Begleitung und die Eröffnung der S-Bahn "Rosenlinie" (Linie 5 Rafz - Rapperswil) erwähnt werden. Verschiedene Fachtagungen, Ausstellung und das Treffen ehemaliger Hauenstein-Lehrlinge (Stiften-Treffen) runden dieses Jubiläumsjahr ab.

1990

Das Aktienkapital der Hauenstein AG wird in zwei Schritten von Fr. 300'000.- auf Fr. 750'000.- aufgestockt, um das Eigenkapital dem stark gewachsenen Betrieb wieder anzupassen. Neu sind auch die Mitarbeiter über die Vorsorgestiftung (BVG) und die Personalfürsorgestiftung (ehemalige Pensionskasse) indirekt mitbeteiligt.

 

1993

Am 8. April wird die Promo-Fruit AG gegründet. Sie ist eine 100%- ige Tochter der Hauenstein AG. Ihr Ziel ist die weltweite Verbreitung von neuen, lizenzierten Pflanzensorten (v.a. im Bereich Obst und Beeren).

 

1995

Als eine der ersten Baumschulen der Schweiz erhält die Hauenstein AG die IP-Zertifizierung (IP=Integrierte Produktion). Es bescheinigt, dass die Pflanzen nach strengen Kriterien umweltgerecht produziert werden.

1996

Das Hauenstein Garten-Center in Baar/ZG zieht nach kurzer Bauzeit vom beengten Standort am Bahnhofsplatz in den grösseren Neubau, der im Gewerbegebiet "Im Jöchler" liegt. Die Gesamtfläche beträgt hier rund 6'300 m2 .

 

2000

Ende März wird das modernisierte sowie erweiterte Garten Center in Rafz mit dem imposanten Glashaus im "Basilika"-Stil eingeweiht. Mehr als 10'000 Besuchern bestaunen es am Eröffnungswochenende.

 

2000

In den letzten Jahren wurde verschiedentlich Landwirtschaftsland dazu gekauft. Der ganze Betrieb hat heute eine Fläche von rund 90 Hektaren.

 

2001

Im April kann die völlig neu gestaltete Aussenverkaufsfläche des Garten-Centers in Rafz eingeweiht werden.

 

2001

Am Wochendende des 25./26. August feiert die Hauenstein AG ihr 111-jähriges Bestehen mit einem "Tag der offenen Tür". Aus diesem Anlass tauft Esther Bürgin die orange-gelbe Kleinstrauchrose 'Euphoria®Orange' des holländischen Züchters Peter Ilsink.

2002

Die bekannte Schweizer Sängerin Nubya tauft am 29. Juni 2002 in einer feierlichen Zeremonie eine aussergewöhnliche Beetrose auf ihren Namen.
Die Rose blüht in einem matten Orangebraun und ist ausgesprochen robust. Anschliessend präsentiert die Sängerin den geladenen Gästen ihr begeisterndes Können.

2004

Auf Ende dieses Jahres wird die Tochterfirma "Promo-Fruit" an deren Geschäftsführer, Hans Wicki verkauft.

2005

Im Hauenstein Garten-Center in Rafz wird das grosse Glashaus nochmals erweitert und die Aussenfläche vergrössert sich um 1'900 m2.

2006

Nach 26 Jahren musste das Hauenstein Gartencenter in Winterthur wegen einem Neubauprojekt geschlossen werden.

2007

Die Tochterfirma Garten-Center AG, welche zu 100% der Hauenstein AG gehört, wird ins Mutterhaus integriert. Die beiden Garten-Center in Zürich und Baar sind jetzt auch rechtlich Bestandteil der Hauenstein AG.

2009

Die Hauenstein AG gehört zu den ersten zwei Baumschulen in der Schweiz, welche mit dem bekannten Label SUISSSE GARANTIE zertifiziert wurden. Damit kann der hohe Anteil an ökologisch selber produzierten Pflanzen besser sichtbar gemacht werden. Suisse Garantie

Fortsetzung folgt ...


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Tel. +41 (0)44 879 11 22 - Fax +41 (0)44 879 11 88 - www.hauenstein-rafz.ch

Quelle: http://hauenstein-rafz.ch/cms/seiten/baumschule/geschichte.php

Baumschule Rafz
Hauenstein AG /
Baumschulen

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