Die Idee "Garten-Center" kam aus den USA, wo es bereits mehrere davon gab. Bei diesen war das herausragende Element die Selbstbedienung. Die Baumschule Hauenstein AG war von dieser Art von Pflanzenverkauf sofort begeistert. Im Herbst 1959 wurden mögliche Standorte geprüft und ein Konzept erstellt, das auf die schweizerischen Verhältnisse abgestimmt war. Im Januar 1960 begannen die Bauarbeiten. Zu diesem Zeitpunkt wurde die Samen Mauser AG, Zürich auf unser Vorhaben aufmerksam und zeigte Interesse, sich als Partner zu beteiligen. Schnell wurde man sich einig und am 6. April 1960 fand die Eröffnung des ersten Garten-Centers in der Schweiz unter dem Namen "Hauenstein / Mauser Garden Center" in Zürich-Schwamendingen statt. Interessant ist, dass man damals den englischen Ausdruck "Garden Center" wählte, wohl in Anlehnung an die USA. Später wurde der Begriff "Garten-Center" verwendet.
Das Ziel war, ein möglichst breites Sortiment, das auf den Gartenliebhaber ausgerichtet war, zu führen. Die gebräuchlichsten Artikel beider Firmen wurden ins Sortiment aufgenommen. Zudem wurde das Konzept dahingehend ausgerichtet, dass die fachliche Beratung, trotz der Selbstbedienung, einen sehr hohen Stellenwert einnahm.
Wie bei Pionieren üblich, war sehr viel Dynamik vorhanden. So wurde bereits im September 1960 das zweite, etwas kleinere Garten-Center in Rafz eröffnet. Doch die ersten Jahre brachten wirtschaftlich keinen Erfolg. Unter anderem auch aus diesem Grund blieben diese Garten-Center in der ruhigen Zeit von Dezember bis Februar geschlossen.
Diese ersten Garten-Center waren nur teilweise vergleichbar mit heutigen, modernen Garten-Centern. Ein grosser Nachteil bestand darin, dass alle winterharten Pflanzen (Sträucher, Obstbäume, Rosen, Blütenstauden) auf dem Feld gewachsen waren. Im Topf (Container) gewachsene Pflanzen gab es damals noch nicht. Darum war der Verkauf stark auf den Herbst und das frühe Frühjahr konzentriert. In dieser Zeit konnten diese Pflanzen schonend verpflanzt werden, ohne dass sie Schaden nahmen.
Generell war das Sortiment kleiner. Das bezieht sich nicht nur auf den Pflanzenbereich, sondern auch auf Gefässe, Hilfsmittel, Boutiqueartikel u.s.w. Alles wurde sehr zweckmässig und fast ein bisschen nüchtern präsentiert. Das rührte sicher auch daher, weil blühende Gartenpflanzen wegen der fehlenden Topfkultur nicht oder wenig angeboten werden konnten. Die überdachte Fläche war nur für das Notwendigste vorgesehen. Auch die Beschilderung war einfacher und häufig handgemacht. Kurzum, es hat sich in den letzten 50 Jahren vieles positiv verändert. Dank verschiedenen Anpassungen, Modernisierungen und Vergrösserungen gehören heute die Hauenstein Garten-Center zu den fortschrittlichsten Unternehmen in der grünen Branche. |
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Garten-Center Rafz 1960 ....

... und heute, 50 Jahre später.

Grosse Verkaufsflächen mit vielseitigem Angebot

Garten-Center Zürich 1960 ....

... Garten-Center Zürich 2010
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