Bambus als Kübelpflanze

Mit seiner eleganten, filigranen Erscheinung bietet sich der Bambus als Kübelpflanze geradezu an. Er wird gerne als "mobiles Grün" auf Plätzen, Terrassen und Balkonen verwendet. Damit der Bambus auch wirklich die in ihn gesetzten Erwartungen erfüllen kann, müssen unbedingt ein paar Punkte beachtet werden.

Pflanzgefässe

Die Pflanzgefässe müssen reichlich gross gewählt werden, weil der Bambus in der Regel eine starkwachsende Pflanze ist. Absolutes Minimum für eine junge Pflanze sind 40 cm im Durchmesser und Höhe, besser wären 50 cm, 60 cm oder mehr.
Verwenden Sie nur Pflanzgefässe, welche frosthart sind, z. B. spezielle Keramiktöpfe, Terracottatöpfe, Holztröge, aufgesägte Holzfässer usw. Achten Sie darauf, dass am Topfboden ein Abzugsloch für das überschüssige Wasser vorhanden ist.

Standort

Grundsätzlich bevorzugen Bambusse einen sonnigen bis leicht schattigen Standort. Allzu windige Plätze lieben sie nicht. Eine hohe Luftfeuchtigkeit im Sommer wie auch Winter ist der Entwicklung sehr förderlich, welche aber in der Praxis nicht leicht zu realisieren ist.

Erdsubstrat

Ideal ist ein Erdsubstrat, welches nicht zu leicht ist, d.h. allzu torfige Erde ist ungeeignet. Nehmen Sie ein Erdsubstrat, welches einen guten Anteil an Landerde hat. Damit wird das Wasser besser über längere Zeit gespeichert und der Bambus hat einen ausgeglicheren Wasserhaushalt. Auf den Boden des Gefässes empfiehlt sich eine ca. 5 cm hohe Schicht von Blähton, Perlit oder Ähnlichem, damit die Wurzeln, besonders im Winter, nicht im Wasser stehen.

Pflege

Bambusse in Töpfen müssen je nach Wuchsstärke alle 2 – 4 Jahre im zeitigen Frühjahr umgetopft werden. So wie die Pflanze wächst, so muss auch der Topf mitwachsen. Eine Pflanze ist nur vital, gesund und schön, wenn sie genügend Erde und Nährstoffe an den "Füssen" hat. Beim Umtopfen sollte der (verfilzte) Wurzelballen aufgerissen und allfällige lange Rhizome eingekürzt werden.
Abgesehen vom Umtopfen sollte das Entfernen von älteren Halmen nicht versäumt werden. Auch dünne und schwächliche Triebe sollten zugunsten der starken entfernt werden. Wer die zierenden Halme mehr zur Geltung kommen lassen möchte, kann ein Stück weit von unten herauf die Seitenzweige abschneiden.
Bambusse sind starkzehrende Pflanzen. Darum muss der Ernährung viel Beachtung beigemessen werden, insbesondere wenn sie in Gefässen stehen. Ein langsam wirkender Volldünger mit einem hohen Stickstoffanteil hat sich als ideal erwiesen. Die erste Düngergabe kann Ende März verabreicht werden. Spätestens Ende Juni muss mit der Düngung gestoppt werden, damit die Bambusse gut ausreifen können. Das erhöht die Widerstandsfähigkeit für den Winter.
Der Wasserbedarf von Bambussen ist besonders in der wärmeren Jahreszeit sehr hoch. Hingegen vertragen sie keine Staunässe. Mit einer automatischen Tropfbewässerung wird das Giessen zum Kinderspiel.

Winterschutz

Grundsätzlich brauchen Bambusse auch im Topf keinen Winterschutz, wenn sie in einem genügend grossen Topf stehen, gut ausgereift sind, die Wasserversorgung gewährleistet und der Standort windgeschützt ist. Sind diese Voraussetzungen gegeben, dann übersteht der Bambus einen normalen Winter ohne nennenswerte Schäden. Auf Nummer sicher gehen Sie, wenn Sie Bambusse in Gefässen präventiv schützen. Folgende Möglichkeiten bieten sich an: Stellen Sie die Bambusse an einen windgeschützten Standort, z. B. nahe beim Haus. Ummanteln Sie die Gefässe mit mehreren Lagen Luftpolsterfolie (Noppenfolie), Isoliermatte aus Kokos usw. Die Halme können etwas zusammengebunden werden und mit einem atmungsaktiven Vlies oder Tannästen umhüllt werden. Achtung: Keine Plastikfolie verwenden! Selbstverständlich ist auch ein Wintergarten ein idealer Überwinterungsort.

Bambusse brauchen, wie alle immergrünen Pflanzen, auch im Winter Wasser, da sie durch die Blätter auch während der kalten Jahreszeit Wasser verdunsten. Darum muss auch im Winter unbedingt gegossen werden, wenn auch in einem reduzierten Masse.

Bambussortiment für Kübel

Grundsätzlich eignen sich alle Bambusse auch als Kübelpflanze, wenn die jeweiligen Grundvoraussetzungen geschaffen werden können. Es gibt jedoch ein paar Arten und Sorten, welche mit den erschwerten Verhältnissen in Gefässen besser zurecht kommen. Folgende Bambusse können wir empfehlen:

Fargesia murielae 'Jumbo' (Synonym Sinarundinaria, Arundinaria)

3 – 4 m hoch, horstig, keine Ausläufer bildend, Halme und Blätter frischgrün, sehr winterhart.

Fargesia murielae 'Simba' (Synonym Sinarundinaria, Arundinaria)

Bis 2 m hoch, horstig, keine Ausläufer bildend, sehr buschig, feinblättrig, Halme frisch hellgrün; ähnlich Fargesia murielae, jedoch kleinwüchsiger. Sehr winterhart, rollt im Winter Blättchen zum Schutz ein.

Phyllostachys aurea

3 – 5 m hoch, Ausläufer bildend; Blätter bis 10 cm lang und 1,4 cm breit; als Solitär, für Sichtschutz und selbst für geschnittene Hecken geeignet.

Phyllostachys aureosulcata f. aureocaulis

3 – 5 m hoch, Ausläufer bildend; Blätter bis 10 cm lang und ca. 1 cm breit. Der Halm ist gelb, mit vereinzelten grünen Längsstreifen, dadurch besonders zierend. Für Solitär, Sichtschutz.

Phyllostachys aureosulcata f. spectabilis

3 – 5 m hoch, Ausläufer bildend; Halme gelb mit einer grünen Längsstreifung. Im unteren Teil vereinzelt Triebe mit Zickzackwuchs. Bei Hitze verfärben sich die Halme rötlichbraun. Sehr zierend wegen auffallender Halmfärbung. Für Einzelstellung, Sichtschutz.

Phyllostachys nigra f. punctata

3 – 5 m hoch, weniger stark Ausläufer bildend; Halme im Jugendstadium grün, schwarzgepunktet, später glänzend schwarz. Blätter bis 10 cm lang und 1,5 m breit, frischgrün. Für Einzelstellung, Sichtschutz.

Pleioblastus simonii

Bis 3 m hoch, Ausläufer bildend; Blätter schmal, bis 25 cm lang; Triebe stark verzweigend, aufrechter Wuchs; im Austrieb ähnlich wie Pseudosasa japonica; guter Sichtschutz.

Pseudosasa japonica

2 – 3 m hoch, Ausläufer bildend, straff aufrechter Wuchs, im oberen Teil leicht überhängend; Halm erbsengrün; Blätter 3 – 4 cm breit und bis 25 cm lang; gut schattenverträglich.


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Bambus in Gefässen 
Bambus in Gefässen
Vom Frühjahr bis zum Herbst benötigen Bambus in Gefässen viel Wasser. 
Vom Frühjahr bis zum Herbst benötigen Bambus in Gefässen viel Wasser.

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