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Es gibt viele Gartenpflanzen, welche gar nicht wählerisch sind betreffend Standort. Sie gedeihen in fast jedem Gartenboden, egal ob sandig, lehmig oder humos. Auf der anderen Seite gibt es die anspruchsvolleren Pflanzen, welche empfindlich reagieren, wenn ihnen nicht die optimalen Voraussetzungen geschaffen werden.
Grundsätzlich kann festgehalten werden, dass alle Pflanzen freudiger wachsen, besser blühen, stärker fruchten und weniger von Schädlingen und Krankheiten befallen werden, wenn die für sie optimalen Voraussetzungen geschaffen werden. Das ist nicht immer leicht. Trotzdem lohnt es sich. Zu diesem Thema ein paar Hinweise.
Vielmals kann bereits durch einfaches deuten des Äusseren einer Pflanze auf den richtigen Standort geschlossen werden. Folgende Faustregeln bewähren sich in den meisten Fällen:
Den besten Anschauungsunterricht erhält der Profi wie der Hobbygärtner am Naturstandort. Dort kann sich eine Pflanze über längere Zeit nur halten, wenn ihr der Standort wirklich zusagt, d.h. auf ihre Möglichkeiten zugeschnitten ist. Stimmen gewisse Bedingung nicht optimal, kann sie sich nicht oder nur schlecht behaupten und vermehren. Auch gegen den Konkurrenzdruck anderer Pflanzen ist sie in solchen Situationen nicht stark genug. Würden wir Menschen der Natur mehr abschauen, dann hätten wir auch mehr Erfolg im eigenen Garten. Hier ein paar Beispiele:
Himbeeren wachsen in der Regel in humoser Erde, (Waldmulch), auf steinigem/ felsigem Untergrund. Das bedeutet für unsere Gärten, dass der Wasserabzug sehr gut sein muss und immer gemulcht (Laub, Gartenabfälle, Holzhäcksel u.s.w.) sein sollte. Auf diese Weise bleiben die Himbeeren gesund, ertragreich und langlebig.
Thymian, Rosmarin, Salbei und Co. wachsen in Regionen, wo die Sonne erbarmungslos brennt und der Boden erst noch steinig und karg ist. Das heisst für uns, dass wir einen vollsonnigen, warmen Standort und einen durchlässigen Boden wählen müssen. Den Dünger können wir ganz vergessen. So schmecken diese Kräuter viel intensiver und was noch wichtiger ist, sie kommen besser über den Winter.
Die Alpenrose (Rhododendron ferrugineum), Besenheide (Calluna vulgaris) und Heidelbeere (Vaccinium myrthyllus) wachsen alle auf Böden mit einer sauren Bodenreaktion. D.h. Kalkhaltige Böden, wie wir sie in der Regel im schweizerischen Mittelland haben sind ungeeignet für diese Pflanzen. Nur mit einer Bodenauswechslung respektive Anreicherung mit saurem Erdmaterialien, ("Moorbeet"), können wir solche Pflanzen langfristig im Garten halten.
Auch hier kann der Naturstandort einer Pflanze als Vorlage herangezogen werden. Dort ist klar ersichtlich, dass ähnliche Typen von Pflanzen zusammen leben. Sie benötigen die gleichen oder ähnliche Bedingungen, um sich gut entfalten zu können.
Ein Schnitt ist grundsätzlich nicht nötig, da die Seitentriebe von Natur aus sehr kurz bleiben. Sollte dennoch einmal einer etwas zu lang werden, dann kann er im Frühjahr eingekürzt werden. Das gleiche gilt für die Höhe (Mitteltrieb). ' Spindellino' gilt als eher robuste Sorte. Dennoch können pilzliche Erkrankungen, speziell in witterungsbedingten Problemjahren, nicht ganz ausgeschlossen werden. Hier sollte eine Bekämpfung wie bei anderen Apfelsorten erfolgen, d.h. pilzliche Erkrankung vorbeugend, tierische Schädlinge erst bei grösserem Befall.
Im Frühjahr ist eine Kompost- oder Obstdüngergabe zu empfehlen. Besonders in Gefässen gepflanzten Bäume muss diesbezüglich mehr Beachtung geschenkt werden. Ein Langzeitdünger ist hier das Ideale. Selbstverständlich sind bei Gefässpflanzungen auch regelmässige Wassergaben unerlässlich.
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