Gartenfragen & Antworten (FAQ)

Madenbefall an den Herbsthimbeeren

Ich hatte schon in verschiedenen Gärten jeweils Herbsthimbeeren und hatte immer gute Erfahrungen mit ihnen gemacht, weil sie nicht von Maden befallen wurden. Meinen jetzigen Garten habe ich seit 2 Jahren und habe auch hier Herbsthimbeeren gesetzt. Die Pflanzen tragen gut und haben prachtvolle Beeren, aber die ganze Ernte ist von unzähligen winzigen Maden befallen. Die Beeren werden bei der Erntereife ganz weich und innen flüssig, sobald man sie erntet. Könnte das die Kirschenessigfliege sein? Muss ich die Beeren entsorgen, oder können sie für die Vögel belassen werden?

Unsere Antwort

Laut Ihrer Beschreibung dürften Ihre Himbeeren tatsächlich mit Larven der Kirschessigfliege befallen sein. Diese kleine, aus dem asiatischen Raum stammende Art ist mit unsren Essigfliegen verwandt, trat vor 5 Jahren erstmals in Spanien auf und hat bei uns in diesem Sommer beträchtliche Schäden an Himbeeren verursacht.
Die Kirschessigfliege kann pro Jahr mehrere Generationen hervorbringen. Jedoch nicht wählerisch, befällt sie auch andere Beeren wie Erd-,Brom-, Heidel- und aber auch weichfruchtige Obstsorten wie das gesamte Steinobstsortiment sowie Weintraube, Kiwi oder Wildbeere (Kornelkirsche, Maibeere u.s.w.). Bei Kernobst wie Apfel und Birne werden nur vorgeschädigte Früchte (z.B. Hagelschlag) befallen. Dabei öffnet sie mit ihrem Werkzeug am Hinterleib die Oberfläche der fast reifen Früchte, um anschliessend ein Ei in diese zu legen. Durch die Verletzung beginnt die Frucht relativ schnell zu faulen.

Leider gestaltet sich ein Vernichtung relativ schwierig, da der Schädling nur reifende Früchte befällt und zu diesem Zeitpunkt keine Pflanzenschutzmittel angewendet werden können. Spezielle Essigfallen bewähren sich nicht zur effektiven Bekämpfung, sie zeigen nur ein Vorkommen der Kirschessigfliege an. Bewährt hat sich ein Umschliessen der Obst- und Beerenanlagen vor Erntereife mit einem feinmaschigen Netz (0.8-1.3mm Maschenweite). Zudem helfen Spritzungen mit AlliumRepel (Knoblauchextrakt), wobei die Früchte schon kurze Zeit nach der Behandlung wieder genossen werden können, ohne dass man den Knoblauch schmeckt.

Bei einem Befall durch die Kirschessigfliege sollte unbedingt eine Ausbreitung eingedämmt werden. Daher empfiehlt sich ein komplettes Abernten der Früchte. Am Boden Liegende müssen ebenfalls aufgenommen werden. Befallene Früchte gehören nicht in den Kompost sondern in den Kehricht. Geerntete nicht herum stehenlassen, sondern sofort konsumieren, im Kühlschrank aufbewahren oder tiefgefrieren.



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