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Kakteen – Cactaceae

Zur faszinierenden Kakteenfamilie zählen wohl die sonderbarsten und eigenwilligsten Geschöpfe der Pflanzenwelt. Die Vielfalt ihrer Formen, Grössen und Varianten ist phantastisch und nahezu grenzenlos.
Kakteen haben sich in der Natur an härteste Lebensbedingungen angepasst und gelernt, mit wenig Wasser auszukommen. Dies macht die Pflanzen zur optimalen Begrünung – draussen wie auch drinnen. Kakteen sind auch ideal für Pflanzenliebhaber, die von sich behaupten, keinen grünen Daumen zu haben.
Aber Achtung: Damit Kakteen gut und gesund gedeihen, benötigen sie trotz Robustheit eine regelmässige Pflege. 

Herkunft

Die Kakteengewächse (Cactaceae), kurz genannt Kakteen, sind eine Familie, die zur Ordnung der Nelkenartigen (Caryophyllales) gehört. Die Familie besteht aus 200 Gattungen.
Kakteen kommen natürlicherweise von Nord- bis Südamerika vor. Dort erstreckt sich das Verbreitungsgebiet vom südlichen Kanada bis nach Patagonien in Argentinien und Chile. Die grösste Dichte an Vorkommen von Kakteen findet man in den Gebieten um den nördlichen Wendekreis, also in Mexiko und in den Gebieten um den südlichen Wendekreis, in Argentinien und Bolivien. Überall auf der Erde, wo Kakteen ausserhalb Amerikas heute ebenfalls ‘wild’ wachsen, wurden sie einst durch Menschenhand eingebürgert.
Kakteen fühlen sich in den verschiedensten Lebensräumen wohl. So findet man sie an den Küsten der Meere bis hinauf in die Anden in einer Höhe von 5000 m, in tropischen Regenwäldern, in Steppen und Halbwüsten sowie in Trockenwüsten. Diese verschiedenen Lebensräume haben doch eine Gemeinsamkeit: das zum Überleben notwendige Wasser ist nicht ganzjährig, sondern nur saisonal verfügbar.
Man kann nur staunen, mit welcher Perfektion sich Kakteen den klimatischen Verhältnissen ihres jeweiligen Lebensraumes angepasst haben. Viele Kakteen leben nur vom Nebel oder von den äusserst geringen Niederschlägen, andere wiederum überwintern unter meterhohen Schneedecken. Somit sind Kakteen, die in kalten Gegenden mit Minustemperaturen beheimatet sind bei uns auch winterhart.

Aussehen

Kakteen sind ausdauernde, langsam wachsende Pflanzen, welche sich im Alter in ihrer Wuchsform verändern können zu säulen-, baum- oder strauchartigen Formen. Durch Sprosse bilden sie auch ganze Gruppen oder Polster. Kakteen können in ihrer Heimat sehr unterschiedliche Grössen annehmen von kaum 1 cm Durchmesser bis zu einer Höhe von 15 m. Ihre Lebensdauer variiert ebenfalls stark von 13 bis zu 200 Jahren.
Sie sind Anpassungskünstler, die sich durch Umwandlung ihrer Bauteile (Wurzel, Körper und Blätter) das Überleben in trockenheissen Wüsten- und Felsregionen gesichert haben. Das Überlebensgesetz für Kakteen lautet: viel Wasser aufnehmen und speichern können, ohne dabei allzu viel Feuchtigkeit zu verlieren.
Faszinierend ist die Formenvielfalt der Kakteen, und doch sind sie in ihrem Bauplan alle gleich.
Die Wurzeln der einzelnen Arten sind sehr unterschiedlich. Je nach Standortbedingungen haben Kakteen grosse Rübenwurzeln, weit ausgreifende Wurzeln, ein herzförmiges Wurzelwerk oder Luftwurzeln. Sie dienen ausschliesslich zur Wasseraufnahme.
Der Kakteenkörper ist ein Wasserspeicher der nötig ist, um lange Dürreperioden zu überstehen. Seine derbe Haut regelt den Wasserhaushalt und schützt manche Arten vor starker Sonneneinstrahlung. Der Körper besitzt sogenannte Areolen, aus denen die für den Kaktus üblichen Dornen wachsen. Die Dornen sind umgewandelte Blätter der Kakteen. Allerdings ist ihre Oberfläche auf ein Minimum reduziert. Sie spenden Schatten und haben die Fähigkeit, den Tau zu absorbieren. So sorgen die Dornen für zusätzliche Feuchtigkeit und bieten auch Schutz gegen Tierfrass.
Die Blüten entwickeln sich bei manchen Kakteen bereits nach 2 bis 3 Jahren, bei anderen erst ab einer gewissen Grösse oder mit einem bestimmten Alter. Kakteenblüten sind wie eine Fata Morgana, sehr kurzlebig (einen Tag), aber berauschend schön. Sie umfassen die ganze Farbpalette, ausser blau. Zur strahlenden Farbenpracht kommt die Vielfalt der Blütengrösse. Sie reicht von millimetergrossen Zwergblüten bis zu den Riesenblüten mit einem Durchmesser von 40 cm.

Standort/Verwendung

Kakteen sind Sonnenkinder und bevorzugen helle Standorte mit Lichteinfall. Vom Frühjahr bis Herbst können auch nicht winterharte Kakteen draussen auf der Terrasse oder im hauseigenen Garten gehalten werden. Für den Winter müssen sie im Haus, im Wintergarten oder in der Wohnung an einem hellen Platz überwintert werden.
Kakteen fühlen sich in Tontöpfen am wohlsten, wo dank der Luftzirkulation die Erde schneller trocknen kann. Gute Kakteenerde gehört dazu. Diese zeichnet sich durch eine gute Wasseraufnahme aus, auch wenn sie vorher völlig ausgetrocknet war. Sie ist locker, trocknet schnell und hat genügend durchlüftete Poren. Kakteenerde ist in den Hauenstein Gartencentern erhältlich und wird auch empfohlen für die Anlegung eines Kakteenbeetes im Freien.
Es gibt eine grosse Auswahl an winterharten und nicht winterharten Kakteen in den Hauenstein Gartencentern. Lassen Sie sich von unserem Fachpersonal beraten und informieren über das aktuelle Kakteensortiment.
Grosse Kakteen eignen sich bestens für Einzelstellungen während kleinere Exemplare für die formale Gestaltung verwendet werden können oder sich auch als Mitbringsel gut eignen.
Viele Kakteen wirken schon durch ihre bizarre Wuchsformen und ihren individuellen Dornenschmuck. Andere heben sich durch ihre kleinen und feinen Blüten hervor, welche von März bis Juni erscheinen.
Ein schöner Übertopf oder eine aussergewöhnliche Schale hebt jeden Kaktus hervor. Auch die Farbgebung der Gefässe wie zum Beispiel wüstengelb, saharabeige oder anthrazit wecken Erinnerungen zum Beispiel an weitläufige Dünen. Generell ergänzen matte Gefässe in Erdtönen ebenso wie natürlich strukturierte Oberflächen die Welt der Kakteen.
Übrigens können Kakteen auch schnell zu einer Leidenschaft werden. In der Schweiz gibt es zahlreiche private Sammlungen von Sukkulenten, zu denen auch die Kakteen gehören.
Neben der heutigen Kultivierung als Zimmerpflanze dienen Kakteen als Wirtspflanze für die Schildlaus, aus welcher der rote Farbstoff für Campari oder Lippenstift gewonnen wird. Vor allem in Südamerika liefern abgestorbene Säulenkakteen wertvolles Bauholz. In der Pharmazie hat die Pflanze einen grossen Stellenwert. Kakteen werden als Nahrungsmittel, zum Beispiel in Form von Marmelade, Obst oder Gemüse verspeist. Bei uns in der Küche sorgen sie für Exotik auf dem Speisezettel.

Pflege

Das richtige Giessen der Kakteen ist das A und O der Kaktuspflege. Es richtet sich nach Standort, Witterung, Topfart und Grösse des Kaktus. Kakteen in Tontöpfen benötigen mehr Wasser als diejenigen in Plastiktöpfen oder Kakteenbeeten, da bei Tontöpfen die Feuchtigkeit schneller verdunsten kann. Mit dem Beginn der Vegetationszeit im Frühjahr muss regelmässig gegossen werden. Die Erde sollte nicht ganz austrocknen. Staunässe muss jedoch vermieden werden. Am Ende der Vegetationszeit, also ab Oktober sollte das Giessen reduziert werden. Die Faustregel sagt: im Sommer einmal pro Woche und im Winter einmal pro Monat giessen. Bei Tontöpfen ist auch ein Wasserbad möglich.
Am besten zum Giessen eignet sich Regenwasser. Leitungswasser ist oft zu kalkhaltig für Kakteen.
Da Kakteen oft jahrelang im selben Topf und derselben Erde stehen, empfiehlt es sich, die Pflanze mit speziellem Kakteendünger mässig zu düngen. Während der Vegetationszeit kann monatlich einmal gedüngt werden. Der Kakteendünger ist in den Hauenstein Gartencentern erhältlich.

Die Blüten sind beim Kaktus häufig überraschend und wunderschön. 
Die Blüten sind beim Kaktus häufig überraschend und wunderschön.
Wuchsformen gibt es unzählige – von klein und rund bis baumartig. 
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Warum dieser Kaktus Schwiegermuttersessel heisst, wissen nur die Schwiegermütter. 
Warum dieser Kaktus Schwiegermuttersessel heisst, wissen nur die Schwiegermütter.
Die Früchte vom Feigenkaktus (Opuntia ficus-indica) sind essbar, wenn vorgängig die Borsten entfernt wurden. 
Die Früchte vom Feigenkaktus (Opuntia ficus-indica) sind essbar, wenn vorgängig die Borsten entfernt wurden.
Ein Kaktus bildet nur Blüten, wenn er nicht zu viel gegossen wird. 
Ein Kaktus bildet nur Blüten, wenn er nicht zu viel gegossen wird.
Manchmal sind die Blüten fast in den Trieben und Stacheln versteckt. 
Manchmal sind die Blüten fast in den Trieben und Stacheln versteckt.

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