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Mispel – Mespilus germanica

Die Mispel ist Frucht- und Ziergehölz zugleich! Der anspruchslose, dichtverzweigte Strauch oder Kleinbaum ist wegen seiner aussergewöhnlichen Blüte und Optik der Früchte eine besondere Attraktion in jedem Garten.
Nicht nur im Sommer, auch im Herbst erfreut das Gehölz jeden Gartenliebhaber durch seine wunderschöne, orangegelbe Herbstfärbung.
In früheren Zeiten war die Mispel ein wichtiges und beliebtes Fruchtgehölz, das leider mit den Jahren in Vergessenheit geraten ist.
Lesen Sie im folgenden Artikel mehr über die Vorzüge dieser winterharten Pflanze, die zugleich Ziergehölz, Fruchtbaum, Bienenweide und Vogelfutterplatz ist.

Herkunft

Die Mispel (Mespilus germanica) ist eine Pflanzenart der Kernobstgewächse (Pyrinae). Sie gehört wie die Quitte (Cydonia oblonga) und Schlehe (Prunus spinosa) zur Familie der Rosengewächse (Rosaceae).
Obwohl der botanische Name Mespilus germanica lautet, stammt die Mispel nicht aus Mitteleuropa, sondern aus dem Kaukasus, Kleinasien, dem nördlichen Iran und Griechenland. In Mittel- und Westeuropa ist sie seit etwa 200 v. Chr. eingebürgert.
Im Mittelalter war die Mispel in Europa ein weit verbreitetes und geschätztes Fruchtgehölz. Heute hat die Pflanze als Obstbaum keine grosse Bedeutung mehr. Intensiv bewirtschaftete Plantagen gibt es noch in einigen Ländern Südwestasiens.
Die Mispel soll schon vor fast 3'000 Jahren als Obstart im Orient angebaut worden sein.
Mittlerweile sind im Handel verschiedene Sorten des Zierbaumes erhältlich. Sie unterscheiden sich in der Fruchtgrösse und Wuchsstärke. In den Hauenstein Garten-Centern ist die Sorte ‘Macrocarpa‘ erhältlich. Sie trägt besonders grosse Früchte.

Aussehen

Die Mispel ist ein sommergrüner, kleinwüchsiger Zierstrauch oder -baum, der eine Höhe von 3 bis 5 m erreichen kann. Sein kurzer Stamm ist unregelmässig geformt und kann im Durchmesser 20 bis 25 cm dick werden. Die Krone ist breit ausladend und annähernd rund. Meist sind die Mispeln breiter als hoch und haben eine stark verzweigte, weitreichende und eher flache Bewurzelung.
Die Laubblätter sind länglich oval und etwas zugespitzt. Die Oberseite ist dunkelgrün, die Unterseite etwas heller und filzig behaart. Eindrucksvoll und dekorativ ist ihre goldige Laubfärbung.
Die schönen, weissen Blüten stehen einzeln am Ende der Kurztriebe und sind auffallend gross mit einem Durchmesser von 3 bis 5 cm. Die Blütezeit ist von Mai bis Juni nach dem Blattaustrieb.
Die essbaren, grüngelblichen Früchte sind von apfelförmiger Gestalt mit den deutlich erkennbaren Kelchblättern an der Spitze. Sie haben einen Durchmesser von 3 bis 7 cm (sortenabhängig).
Als Samen werden fünf Kerne gebildet, die vom fleischigen Gewebe umschlossen sind.
Bis zu den ersten Frösten Ende Oktober bis Anfang November bleiben die Früchte steinhart. Wegen dem reichlich vorhandenen Festigungsgewebe werden die Früchte auch Steinäpfel genannt. Erst nach der Frosteinwirkung oder nach längerer Lagerung werden die Mispeln teigig weich und bekommen eine rotbraune Farbe. Sie schmecken angenehm aromatisch. Ihr Geschmack erinnert an eine Mischung von Birne und Feige. Die Schale wird vor dem Verzehr abgezogen.
Aus den Mispeln lassen sich köstliche Marmeladen, Gelees, Säfte oder Liköre herstellen. In etwas Most aufgekocht und durch ein Sieb passiert, eignet sich das Mus für Füllungen, Kuchen, Nussgipfel, Konfitüren oder als Vermicelle-Ersatz. In der Frucht steckt jede Menge Vitamin C!
Für Amseln sind die Früchte ein wahrer Leckerbissen, weshalb sie zur Verbreitung der Mispeln beitragen.

Standort/Verwendung

Die Mispel kann unter optimalen Standortbedingungen sehr alt werden. Die Zierpflanze bevorzugt nährstoffreiche, durchlässige Böden an einem sonnigen bis halbschattigen Standort in windgeschützter Lage. Die Mispel kommt auch mit steinigen und mageren Böden zurecht, solange diese genügend feucht sind.
Das Fruchtgehölz eignet sich hervorragend als Einzelpflanze und kann im hauseigenen Garten eine gestalterische, gelungene Abwechslung zu den übrigen Ziergehölzen bieten.
Das dekorative und anspruchslose Zier- und Fruchtgehölz eignet sich, wegen seiner relativen Kleinwüchsigkeit, auch sehr gut für kleine Gärten.
Neben der auffälligen Blüte im Mai, sind die lanzettlichen, dunkelgrünen Blätter während der ganzen Vegetationsperiode attraktiv. Im Herbst setzen die grün bis bronzefarbenen Früchte, die auch bis in den Winter hinein am Baum hängen bleiben, einen schmucken Akzent im Garten.
Für dichte Bepflanzungen, zum Beispiel einer Wildhecke oder in Nachbarschaft höherer Arten wie Holunder (Sambucus nigra), Kornelkirsche (Cornus mas), Zierapfel (Malus) oder Japanische Blütenkirsche (Prunus serrulata) eignet sich die Mispel sehr gut.
Die Mispel ist auch als Heilmittel bekannt. In der Pharmaindustrie finden neben den Früchten auch Rinde und Blätter aufgrund des hohen Gerbstoffgehaltes Verwendung. Mispeln finden unter anderem bei Magen-Darm-Störungen als verstopfendes Mittel Verwendung. Vollreife Früchte werden aufgrund ihrer entzündungshemmenden Wirkung in der Volksmedizin zur Linderung von Nieren- und Harnwegentzündungen eingesetzt. Ebenso wird der Absud aus Blättern oder Aufguss aus gedörrten Früchten bei Mandelentzündungen und anderen Entzündungen in der Mundhöhle zum Gurgeln empfohlen.
Das Mispelholz eignet sich für die Kunsttischlerei, zum Drechseln und für Schnitzereien. In gewissen Ländern wird das Holz auch als Feuerholz und zur Herstellung von Holzkohle genutzt.

Pflege

Generell sind Mispeln sehr robust und anspruchslos. Eine bestimmte Pflege benötigen sie kaum. Gelegentliches Auslichten des alten Holzes tut der Pflanze gut.


Diese Pflanze im Hauenstein-Pflanzenshop

Die in dem Artikel beschriebene Pflanze können Sie in unseren Garten-Centern oder direkt in unserem Pflanzenshop beziehen.

Bereits im Sommer bei grünem Laub sind die Früchte mit den markanten Kelchblättern gut sichtbar. 
Bereits im Sommer bei grünem Laub sind die Früchte mit den markanten Kelchblättern gut sichtbar.
Die reinweissen, einfachen Blüten der Mispel (Mespilus germanica 'Macrocarpa') zieren dieses Gehölz von Mai bis Juni.
Foto © PlantaPro 
Die reinweissen, einfachen Blüten der Mispel (Mespilus germanica 'Macrocarpa') zieren dieses Gehölz von Mai bis Juni.
Foto © PlantaPro
Im Herbst verfärben sich die mattgrünen Blätter orangegelb bis rotbraun. Sie sind ein weiterer Höhepunkt im Jahr.
Foto © PlantaPro 
Im Herbst verfärben sich die mattgrünen Blätter orangegelb bis rotbraun. Sie sind ein weiterer Höhepunkt im Jahr.
Foto © PlantaPro
Der Wuchs der Mistel (Mespilus germanica 'Macrocarpa') kann strauch- oder baumartig sein. Dabei ist die Krone breit auslandend und meistens breiter als hoch.
Foto © PlantaPro 
Der Wuchs der Mistel (Mespilus germanica 'Macrocarpa') kann strauch- oder baumartig sein. Dabei ist die Krone breit auslandend und meistens breiter als hoch.
Foto © PlantaPro

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