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Wasabi – Eutrema japonica

Wer mehr als eine Messerspitze davon erwischt, muss büssen. Leicht bitter verflüssigt sich die grüne Paste auf der Zunge, beissend steigt ihr Geruch vom Gaumen hoch in die Nase, dann weiter zur Stirnhöhle, wo sich rasch ein wahrhaftiges Höllenfeuer entzündet, das selbst dem stärksten Sumo-Ringer Tränen in die Augen treibt.
Damit ist wohl das auch bei uns mittlerweile bekannte Gewürz Wasabi, Japans schärfstes Gewürz, gemeint. Diese kleinwüchsige, aber in der Wirkung starke Pflanze ist nicht nur scharf, sondern auch ein echtes Geschmackserlebnis mit leicht süsslicher Note.
Frischer Wasabi, in der Wirkung sehr intensiv, ist bei uns nur in Spezialgeschäften erhältlich. Deshalb lohnt es sich, im hauseigenen Garten, auf der Terrasse oder dem Balkon diese Gewürzpflanze zu kultivieren.

Herkunft

Wasabi (Eutrema japonica), auch japanischer Meerrettich, Wassermeerrettich oder Bergstockrose genannt, ist eine zur Familie der Kreuzblütengewächse (Brassicaceae) gehörende Pflanze.
Wasabi kommt wild nur in Japan und auf der Insel Sachalin vor. Er gedeiht dort in flachem Wasser an Bachufern. Die Pflanze wird aber auch intensiv, zum Beispiel auf der Izu-Halbinsel (südwestlich von Tokio) angebaut.
Die Wurzel von Wasabi, der Name stammt aus dem Japanischen, wird in der japanischen Küche traditionell als scharfes, natürliches Gewürz gebraucht.
Der Siegeszug der japanischen Küche hat dazu geführt, dass auch die Nachfrage nach Wasabi in die Höhe geschnellt ist. Japan kann seinen Eigenbedarf selbst nicht mehr decken und importiert grosse Mengen von Wasabi aus Taiwan, China und dem Nordwesten der USA.

Aussehen

Wasabi ist ein mehrjähriges Staudengewächs. Es besteht aus einem Rhizom (unterirdische Sprossachse), einem wurzelähnlichen Strunk mit Büscheln von grossen und langstieligen, herzförmigen Blättern sowie filigranen weissen Blüten, die im Frühjahr blühen. Die Staude ist nicht immergrün. Sie verliert ihre Blätter für einige Monate während der kalten Jahreszeit. Das Aroma von Wasabi erinnert an Meerrettich.
Wasabi wird häufig mit Chili verglichen, der auf der Zunge und im Mund brennt. Wasabi dagegen brennt erst im Rachen und in der Nase.

Standort/Verwendung

Wasabi kann gut im Freien an einem geschützten Standort gepflanzt werden und erträgt mit ausreichendem Winterschutz auch tiefere Temperaturen.
Im hauseigenen Garten wird von der Staude ein kühler und schattiger bis halbschattiger Standort bevorzugt. Da Wasabi viel Wasser braucht, sollte die humose und nährstoffreiche Erde immer sehr feucht gehalten werden.
Die Staude wächst auch gut als Kübelpflanze auf dem Balkon oder der Terrasse. Dazu verwendet man tiefe Gefässe, da Wasabi seine Wurzeln bis zu 30 cm tief in den Boden treiben kann. Im Winter wird der Kübel vorzugsweise geschützt und frostfrei überwintert.

Verarbeitet wird in der Regel die Pfahlwurzel der Wasabipflanze. Diese ist in der Schweiz in drei Formen erhältlich: als Wurzel, frisch importiert und nur in Spezialgeschäften zu finden, getrocknet als Pulver in Dosen oder als bei uns bekannte, grüne Paste in kleinen Tuben.
Die Schärfe der verschiedenen Wasabiprodukte ist unterschiedlich und verflüchtigt sich schneller als zum Beispiel bei Meerrettich. Am schärfsten ist frisch, aus der Wurzel zubereiteter Wasabi. Dazu wird die Wasabiwurzel an einer Metallreibe (Raffel) gerieben.
Auch die Blätter und besonders die Blattstiele von Wasabi überzeugen mit einem angenehmen Aroma. Sie sind lecker im Salat und weitaus weniger scharf im Verzehr als die Wurzel. Auch als aromatische Dekoration finden die Wasabiblätter Verwendung.
Wasabi wird vor allem zu verschiedenen Versionen von rohem Fisch (z. B. Sushi), wie er in Japan beliebt ist und auch im Westen immer mehr Freunde findet, serviert. Das Gewürz kann aber auch als "Scharfmacher" bei anderen Gerichten verwendet werden.
Insbesondere in Japan findet Wasabi auch bei der Verfeinerung gerösteter Nüsse, Bohnen oder Erbsen als Snack Verwendung. Verschiede dieser Produkte sind mittlerweile auch bei uns erhältlich.
Das Gewürz fördert ebenso wie Meerrettich die Verdauung.

Pflege

Die Erde sollte mit regelmässigem Giessen immer sehr feucht gehalten werden. Während der vegetativen Ruhephase (Winter) ist es nicht nötig, zu giessen. Alle ein bis zwei Wochen ein wenig Wasser reicht aus.
Die Pflanzgefässe sollten am besten in einen Unterteller gestellt werden. So entweicht das Wasser nicht gleich nach dem Giessen und die Topferde bleibt konstant feucht.
Eine Düngerzugabe (Blumendünger) im Frühling ist empfehlenswert und fördert das Wachstum der Pflanze optimal.

Eutrema japonica 
Eutrema japonica
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