Tipps für die Gesunderhaltung der Pflanzen

Gesunde, kräftige Pflanzen werden nicht oder deutlich weniger von Schadorganismen befallen als schwache und kränkelnde Pflanzen. Werden in Zusammenhang mit einer Pflanzung die nachfolgenden Punkte berücksichtigt, müssen in der Regel deutlich weniger bis gar keine Pflanzenschutzmassnahmen eingesetzt werden. 

Pflanzenauswahl

Bei der Pflanzenauswahl sollte man resistente, robuste und wenig anfällige Arten und Sorten bevorzugen und die Kundschaft von deren Vorteilen überzeugen, z.B.:

  • schorfresistente Apfelsorten 
  • robuste, widerstandsfähige Rosensorten (ADR-Auszeichnung)
  • Prunus tomentosa, statt Prunus triloba, da diese weniger Monilia-anfällig sind
  • eher Prunus serrulata, sargentii-Sorten oder yedoensis verwenden, statt subhirtella-Sorten oder 'Accolade'
  • Malus 'Evereste' oder Malus 'Rudolph' statt Malus 'Liset' oder Malus 'Golden Hornet'
  • kleinblumige Clematis wie Clematis montana 'Rubens' oder Clematis viticella-Hybriden statt grossblumige Hybriden
  • Cornus kousa-Sorten statt Cornus florida-Sorten
  • Fraxinus ornus statt Fraxinus excelsior
  • etc.

Standort

Die Standortansprüche der Pflanzen sollten bei der Planung eines Gartens zwingend berücksichtigt werden. Die Gartengestaltung darf sich nicht über die Standortansprüche der Pflanzen hinwegsetzen.
Beispiele dafür sind: Bodenansprüche der Pflanzen, Wasserverfügbarkeit, Besonnung, Beschattung, Wind, Konkurrenzsituationen, Wurzeldruck, Tropfenfall, Höhenlage, ph-Werte, etc.

Verwendung

Die richtige Pflanzenart oder Sorte für die entsprechende Verwendung auswählen. Dabei sollten auch die Endhöhe und der Wuchscharakter der Pflanzen berücksichtigt werden.
Zum Abdecken oder für den Sichtschutz buschig wachsende Pflanzen verwenden, Grenzabstände und Pflanzabstände bitte berücksichtigen. 

Pflege

Pflanzen erhalten idealerweise immer eine artgerechte Pflege wie Düngung, Schnitt, optimale Wassergaben oder Winterschutz. Dazu gehört auch das richtige Mass. Wird bei einer der oben erwähnten Massnahme übertrieben, werden die Pflanzen geschwächt und sind somit für Schadorganismen anfälliger.

Monokulturen

Monokulturen sollten vermieden und stattdessen mehr Mischpflanzungen umgesetzt werden.

Richtiges Erkennen von Pflanzenschäden

Es ist äusserst wichtig, dass Schäden an Pflanzen richtig erkannt werden. Wir als Fachleute müssen in der Lage sein zu unterscheiden, ob es sich um Schadbilder von Schädlingen oder Krankheiten oder um Schäden, welche auf äussere Einflüsse zurückzuführen sind, handelt . Ist ein Schadbild nicht sofort klar zu erkennen, können auch die äusseren Einflüsse bei der Ermittlung der Schadursache berücksichtigt werden. Äussere Einflüsse führen z.B. zu Frostschäden, Trockenschäden, Sonnenbrand, Welkeerscheinungen, welche auf zu nasse Standorte hinweisen, Streusalz- und Herbizidschäden, Schäden aus Überdüngung von Hunde- und Katzenurin. Auch unsachgemässe Pflanzenschutzeinsätze wie zu starker Druck oder der Einsatz von unverträglichen Pflanzenschutzmitteln können zur Schädigung der Pflanzen führen.

Schadschwellen

Nicht jeder Schädling oder jede Krankheit muss immer umgehend bekämpft werden. Einige Pflanzen (vor allem Einheimische) ertragen problemlos einen gewissen Schadensdruck, ( z.B. Prunus padus oder Euonymus europaeus die Gespinnstmotte, Salix den Weidenschorf oder Weidenrost, Viburnum opulus Blattläuse etc.). Viele einheimische Pflanzen haben das Wachstum bereits abgeschlossen, wenn sie von Schadorganismen befallen werden. Somit ist auch das Überleben in der Natur gesichert. 

Wer bei der Gartengestaltung und Pflanzenverwendung die oben erwähnten Punkte berücksichtigt, trägt viel zur Gesunderhaltung der Pflanzen im Kundengarten bei. 
Zudem ist die Erweiterung der Kenntnisse der Pflanzen und über die sie befallenden Schadorganismen ein ständiger Prozess und selbstverständlich für jeden und jede GärtnerIn und Gartengestalter.

Gummifluss tritt oft bei falschen Standortbedingungen und auch bei Überdüngung auf. Foto Baumwerker AG, Hansueli Meyer 
Gummifluss tritt oft bei falschen Standortbedingungen und auch bei Überdüngung auf. Foto Baumwerker AG, Hansueli Meyer
Typischer Trockenschaden an einer Platane. Foto Baumwerker AG, Hansueli Meyer 
Typischer Trockenschaden an einer Platane. Foto Baumwerker AG, Hansueli Meyer
Staunässe wirkt sich immer negativ auf Pflanzen aus. Foto Gartenbau-Beratungs GmbH, Dirk Leistikow 
 
Staunässe wirkt sich immer negativ auf Pflanzen aus. Foto Gartenbau-Beratungs GmbH, Dirk Leistikow
Ungünstige Standortbedingungen fördern Pilzkrankheiten an Rosen. Foto Gartenbau-Beratungs GmbH, Dirk Leistikow 
Ungünstige Standortbedingungen fördern Pilzkrankheiten an Rosen. Foto Gartenbau-Beratungs GmbH, Dirk Leistikow

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