kranke Eibe

Mit einigen Fragen betreffend meiner kranker Eibe erlaube ich mir mich an Sie zu wenden. Bisher konnte mir leider kein Gärtner helfen und mir sagen, was meiner Eibe fehlt.

Zwei Eiben habe ich. Die eine ist gesund (siehe Fotos Taxus gesund). Die andere hat vor ca. 4 Monaten begonnen ihren Blattglanz zu verlieren. Auch die schöne dunkelgrüne Farbe wurde immer heller. Jetzt werden die Nadeln sogar braun und fallen ab. Der ganze Baum wirkt sehr krank. Vor ca. 4 Wochen habe ich ihm eine Portion Hornspäne und Buchsdünger ins Erdreich gemischt. Die Nadeln habe ich mit einer Harnstofflösung (Tabletten für Buchsbaum grün) angespritzt in der Hoffnung, dies würde helfen. Der Baum reagiert überhaupt nicht mit dem Dünger etc. Sein Verfall schreitet sogar noch schneller fort.

In der Fachliteratur habe ich gelesen, dass Eiben sehr robust sind.

Noch einige Infos:
- beide Eiben stehen halbschattig, dieselbe Erde (wurden vom Gärtner in Töpfe gepflanzt)
- die gesunde Eibe hat leicht aufwärts gerichtete Zweige, die kranke abwärts gerichtete Zweige? Verschiedene Sorten?

Vielleicht können Sie mir einen Tipp geben was der Pflanze fehlt?
Um welche Sorten handelt es sich bei den Eiben? Handelt es sich vielleicht um zwei verschiedene, da bei der einen die Zweige aufwärts gerichtet sind?

Sie sind meine letzte Hoffnung für Informationen! Es würde mich riesig freuen, wenn Sie mir einen Tipp geben könnten...

Ganz herzlichen Dank im Namen meiner kranken Eibe und mir. Ich weiss natürlich, dass Ferndiagnosen immer schwierig sind, aber vielleicht habe ich ja Glück und Sie erkennen gleich, was dem Baum fehlt....

Unsere Antwort

Leider ist, wie Sie es schreiben, eine Ferndiagnose immer schwierig, auch wenn Bilder vorhanden sind. Anhand dieser ist aber nicht anzunehmen, dass es sich um zwei verschiedene Eibensorten handelt. Warum Ihre Eibe so leidet, dürfte vielmehr auf einen Wurzelschaden zurückzuführen sein. Entweder eine Folge von Staunässe durch zu hohe Wassergaben oder die Folge eines Befalls von Dickmaulrüsslerlarven im letzten Jahr. Diese fressen von Oktober bis April knapp unterhalb der Erdoberfläche im Wurzelhalsbereich die Rinde ab. In der Folge können im Frühjahr die Pflanzensäfte nicht mehr richtig zirkulieren, was die hängenden Blätter anzeigen. Nebst Moorbeet- sind oft auch Topfpflanzen davon betroffen, da die Larven die lockere und warme Erde hier besonders mögen. So oder so empfehlen wir Ihnen, die Eibe aus dem Topf zu nehmen und das Wurzelwerk zu untersuchen. Riecht dieses im untern Bereich faulig, oder ist gar abgestorben, so empfehlen wir Ihnen, die Pflanze in neues Erdreich umzutopfen und vorerst zurückhaltend zu giessen. Entdecken Sie Dickmaulrüsslerlarven, Infos dazu finden Sie Hier http://www.hauenstein-rafz.ch/de/pflanzenwelt/pflege/pflanzen_im_garten/Gefraessige-Dickmaulruessler.php#.VTnbSKwcSM8 , so muss das Erdreich ebenfalls ausgetauscht werden. Zwar sind Eiben sehr anspruchslos, bevorzugen aber im Topf kultiviert eine durchlässige, frische und nährstoffreiche Erde. Dazu eignet sich beispielsweise Trogerde von Ricoter. Um Staunässe vorzubeugen, sollte, bevor Sie diese einbringen, der Topfboden mit einer etwa 5 cm dicken Drainage aus Blähton abgedeckt werden, welche, um das Vermischen mit dem Erdreich zu verhindern, mit einem Vlies abgedeckt wird.
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