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Rottanne, Fichte – Picea abies

Die Rottanne kennt man vor allem als geschmückten Baum zur Weihnachtszeit. Das attraktive Nadelgehölz hat durchaus noch andere Qualitäten.
Der pflegeleichte Baum mit seinem zierlich, hängenden Zapfenschmuck kann sehr vielseitig im Garten, in Steingärten wie auch in Gefässen auf dem Balkon oder der Terrasse verwendet werden. Dank verschiedenster Sorten, die sich durch Wuchsform (zwergig, kriechend, nestförmig, flächendeckend, hängend), Farbe und Grösse unterscheiden, kann das Nadelgehölz zum Beispiel als Hecke, Bodendecker, Solitär, Sichtschutz und vieles mehr eingesetzt werden.

Herkunft

Die Rottanne (Picea abies), auch Gemeine Fichte, Europäische Fichte, Gewöhnliche Fichte oder Rotfichte genannt, ist eine Pflanzenart, die zur Gattung der Fichten (Picea) gehört und der Familie der Kieferngewächse (Pinaceae) untergegliedert ist. Die Gattung Picea umfasst etwa 40 Arten.

Einheimisch ist das Nadelgehölz in Europa bis weit in das kontinentale Asien. In Mitteleuropa ist die Rottanne der einzige, natürlich vorkommende Vertreter der Gattung (Picea). Hier kommt er als Gebirgsbaum in den Voralpen und Alpen auf bis zu 2200 m.ü.M. vor. Im schweizerischen Mittelland ist die Fichte nicht einheimisch, obwohl sie in unseren Wäldern häufig anzutreffen ist, teilweise sogar monokulturmässig. Sie wurde aus forstwirtschaftlichen Gründen gepflanzt. Auch heute noch ist die Rottanne ein bedeutsamer Holzlieferant.

Aussehen

Die sehr gut frostharte Rottanne ist ein aufrecht wachsender, immergrüner Baum mit kegelförmigem Wuchs. Auf dem Markt ist mittlerweile eine Vielfalt an Sorten erhältlich, die vor allem durch die Variabilität der Wuchsformen interessant ist.

In unseren Breitengraden erreicht die Rottanne eine Wuchshöhe von 15 bis 20 m und kann sehr alt werden. Unter besonderen Bedingungen können Rottannen über 60 m hoch werden mit einem Stammdurchmesser von bis zu 2 m. Somit ist das Nadelgehölz, neben der Weisstanne (Abies alba), der grösste in Europa heimische Baum.
Die Äste dieses Flachwurzlers sind waagrecht abstehend oder bogig abwärts stehend mit ansteigenden Spitzen. Im Alter sind die Zweige meist hängend. Jungtriebe sind von brauner bis rötlichgelber Farbe.
Das Laubkleid der Rottanne besteht aus dunkelgrünen, zugespitzten Nadeln von 1 bis 2 cm Länge. Sie sind etwas stechend, was beim Schmücken des Weihnachtsbaumes als unangenehm empfunden werden kann.
Die rotbraune bis graue, feinschuppige Rinde blättert in dünnen Schuppen ab. Die auffällige Rindenfärbung ist für die botanische Bezeichnung Rottanne verantwortlich.
Das Nadelgehölz ist einhäusig. Das heisst, sowohl männliche als auch weibliche Blüten befinden sich auf derselben Pflanze. Alle 4 bis 7 Jahre zeigen sich von April bis Mai weibliche, rote Blüten in Zapfenform. Diese verwandeln sich allmählich in die bekannten braunen, nach unten hängenden, trockenen und holzigen Zapfen. Die Zapfen (Früchte) weisen eine Länge von 10 bis 15 cm und eine Breite von 3 bis 4 cm auf. Sie werden nach der Reife bald als Ganzes abgeworfen.
Die etwa 1 cm grossen, männlichen Blüten sind kugelig und stehen einzeln. Ihre Farbe geht allmählich von karminrot in gelb über.

Standort/Verwendung

Die Rottanne mag sonnige bis halbschattige Standorte auf frischem, durchlässigem Boden. Ansonsten ist das Gehölz sehr anspruchslos.

Als immergrünes Ziergehölz kann dieses Nadelgehölz sehr vielseitig verwendet werden.
In Einzelstellung wie auch in Gruppen gepflanzt bildet der Baum mit seinem hängenden Zapfenschmuck eine immergrüne, dichte und ganzjährige Kulisse sowie auch einen Sichtschutz im Garten. Vordergründig können zum Beispiel mit Blütengehölzen oder panaschierten Laubgehölzen farbliche Akzente gesetzt werden.
Es gibt verschiedenste Sorten der Rottanne, die sich vor allem von der Wuchsform und Grösse her unterscheiden. Zwergformen des Nadelgehölzes sind wertvoll bei begrenzten Raumverhältnissen. Sie sind im Gefäss gehalten auf dem Balkon oder der Terrasse ein ganzjährig, grüner Farbtupfer und können in der Adventszeit mit Lichterketten geschmückt werden. Aber auch auf Gräbern oder in Steingärten und Rabatten sind kleinwüchsige und kompakte Sorten durchaus verwendbar.
Die Rottanne ist grundsätzlich sehr schnittverträglich und eignet sich deswegen auch als blickdichte, immergrüne Hecke, die mit regelmässigem Schnitt in der gewünschten Form gehalten werden kann. Eine gesunde Rottannen-Hecke setzt jedoch voraus, dass sie jährlich geschnitten wird. Dabei ist zu beachten, dass der Rückschnitt nur im grünen Pflanzenteil erfolgen darf, denn die Rottanne treibt aus dem altem Holz nicht mehr aus.
Unser fachkundiges Personal berät Sie gerne in den Hauenstein Gartencentern und hilft Ihnen, die für Ihre Ansprüche passende Rottannensorte auszuwählen.
Pflanzenteile des Baumes können auch in der Küche verwendet werden. Die hellgrünen, jungen Triebspitzen der Rottanne schmecken sauer und herb zugleich. Sie eignen sich als säuerliche Ergänzung zu einem Karottengemüse ebenso wie zum Beispiel für eine Frischkäse-Zubereitung oder als Beigabe zum Dessert. Auch die Rottannen-Latwerge schmeckt köstlich auf einem Butterbrot und ist erst noch gesund. Nordamerikanische Ureinwohner verwendeten Fichtensprossen, um daraus ein haltbares Getränk herzustellen, mit dem auch in den Wintermonaten eine Vitamin-C-Quelle zur Verfügung stand.

Pflege

Der frostharte Nadelbaum ist sehr anspruchslos und pflegeleicht, sofern das Gehölz am entsprechenden Standort gedeihen kann. In den warmen Sommermonaten ist bei längerer Trockenheit eine Wassergabe empfehlenswert.

Ein jährlicher Rückschnitt ist bei Fichtenhecken erforderlich, um die Hecke in Form zu halten. Der Rottanne als Solitär oder in Gruppen gepflanzt soll der nötige Platzbedarf für eine volle Entfaltung gewährleistet werden. So ist auch kein Rückschnitt erforderlich. Denn sobald man wegen Platzmangel das Gehölz zurückschneiden muss, verliert die Rottanne ihre natürliche Wuchsform.

Industrie und Heilkunde

Die Rottanne ist ein wichtiger Holzlieferant. Der Hauptanteil des Holzes wird als Bau- und Konstruktionsholz verwendet. Weitere Verwendung findet das Rottannenholz in der Verpackungsindustrie (Paletten, Kisten), im Möbelbau sowie im Musikinstrumentenbau. Auch ist das Holz ein wichtiger Rohstoff für die Papierherstellung und die Zellstoffindustrie. Das Harz dient der Herstellung von Terpentin. 

Die Rottanne gehört zu den wesentlichen Lieferanten von Waldhonig. Dieser stammt von Honigtau. Honigtau ist ein zuckerhaltiges Ausscheidungsprodukt von Schild- und Rindenläusen, die sich vom Saft der Rottanne ernähren. Die Bienen sammeln den Honigtau ein und verarbeiten ihn weiter zu einem hell- bis dunkelbraunen Honig.
In der Parfümerieindustrie wird aus den Baumnadeln Fichtennadelöl gewonnen. Um 1 kg Fichtennadelöl herzustellen, werden etwa 500 kg Fichtennadeln benötigt.
Ätherisches Öl aus Rottannen wird in der Medizin nach wie vor verwendet bei Infekten der Atemwege und bei rheumatischen Beschwerden.
Und nicht zuletzt ist die Rottanne nach wie vor ein beliebter Weihnachtsbaum.

Weihnachtsbaum

Die ersten Berichte von weihnachtlichen Tannenbäumen stammen aus dem 15. und 16. Jahrhundert. Damals haben Handwerker und Kaufleute die Tannenbäume in ihren Zunfthäusern aufgestellt, geschmückt und mit Obst und Süssigkeiten behängt. Ab dem 17. Jahrhundert wurden geschmückte Tannenbäume zunehmend in die Stube geholt. Erst im 19. Jahrhundert, als zu industriellen Zwecken die grosse Aufforstung mit Rottannen im schweizerischen Mittelland begann, fing auch die Tradition mit der Rottanne als Weihnachtsbaum an. Junge Bäume, die aus den Aufforstungen herausgenommen werden mussten, um den anderen heranwachsenden Rottannen genügend Raum zu geben, gab es reichlich. So wurde der Weihnachtsbaum zum Volksbrauch und damit die Rottanne zum Weihnachtsbaum schlechthin. Heute gibt es spezielle Christbaumplantagen, die den Weihnachtsbaummarkt zu einem grossen Teil übernommen haben. Und die Rottanne ist nicht mehr der Vorreiter als Weihnachtsbaum. Nordmannstannen (Abies nordmanniana) wie auch Blautannen (Picea pungens) sind mitterlweile auch sehr beliebte Weihnachtsbäume, die auf dem Markt angeboten werden.


Diese Pflanze im Hauenstein-Pflanzenshop

Die in dem Artikel beschriebene Pflanze können Sie in unseren Gartencentern oder direkt in unserem Pflanzenshop beziehen.

Charakteristisch sind die Zapfen, die am Baum reifen, ihre Samen fliegen lassen und dann als ganzer Zapfen vom Baum fallen.  
Charakteristisch sind die Zapfen, die am Baum reifen, ihre Samen fliegen lassen und dann als ganzer Zapfen vom Baum fallen.
Dichte, langlebige Fichtenhecken sind immergrün. Dadurch präsentieren sie ganzjährig. Der Schnitt muss jährlich erfolgen, damit es keine Kahlstellen gibt 
Dichte, langlebige Fichtenhecken sind immergrün. Dadurch präsentieren sie ganzjährig. Der Schnitt muss jährlich erfolgen, damit es keine Kahlstellen gibt
Die weiblichen Blüten sind rötlich und stehen auf den Triebspitzen. Daraus entwickeln sich nach der Bestäubung die eigentlichen Zapfen, die dann hängend sind. Foto © PlantaPro 
Die weiblichen Blüten sind rötlich und stehen auf den Triebspitzen. Daraus entwickeln sich nach der Bestäubung die eigentlichen Zapfen, die dann hängend sind. Foto © PlantaPro
Fichten (Picea abies) wachsen sehr schnell. Darum war und ist es für die Waldwirtschaft ein lukrativer Baum. Das Holz wird für die Papierherstellung und die Zellstoffindustrie verwendet und als Bau- und Konstruktionsholz verwendet. Weitere Verwendung findet es in der Verpackungsindustrie (Paletten, Kisten), im Möbelbau sowie im Musikinstrumentenbau. 
Fichten (Picea abies) wachsen sehr schnell. Darum war und ist es für die Waldwirtschaft ein lukrativer Baum. Das Holz wird für die Papierherstellung und die Zellstoffindustrie verwendet und als Bau- und Konstruktionsholz verwendet. Weitere Verwendung findet es in der Verpackungsindustrie (Paletten, Kisten), im Möbelbau sowie im Musikinstrumentenbau.
Die dichtwachsende Sorte 'Ohlendorffii' gilt nicht gerade als Zwerg. Mit den Jahren kann sie eine Höhe von 4 – 5 Metern erreichen. 
Die dichtwachsende Sorte 'Ohlendorffii' gilt nicht gerade als Zwerg. Mit den Jahren kann sie eine Höhe von 4 – 5 Metern erreichen.
Die Nestfichte besticht durch ihren dichten Wuchs. Sie kann als Zwergform bezeichnet werden, da sie nur 0,6 – 0,8 Meter hoch und 1,2 – 1,5 Meter breit wird.  
Die Nestfichte besticht durch ihren dichten Wuchs. Sie kann als Zwergform bezeichnet werden, da sie nur 0,6 – 0,8 Meter hoch und 1,2 – 1,5 Meter breit wird.
Den passenden Namen Kissenfichte (Picea abies 'Little Gem') verdankt die Sorte 'Little Gem' ihrem flachkugeligen, kompakten und langsam wachsendem Wuchs. Sie wird 0,4 – 0,5 Meter hohem und 0,6 – 0,8 Meter breiten Wuchs. Vorzüglich für Rabatten, Steingärten, Gefässe und Gräber. 
Den passenden Namen Kissenfichte (Picea abies 'Little Gem') verdankt die Sorte 'Little Gem' ihrem flachkugeligen, kompakten und langsam wachsendem Wuchs. Sie wird 0,4 – 0,5 Meter hohem und 0,6 – 0,8 Meter breiten Wuchs. Vorzüglich für Rabatten, Steingärten, Gefässe und Gräber.
Der Hexenbesen an der Spitze dieser Fichte (Picea abies) hat nichts mit Hexen zu tun. Sie sind Launen der Natur. Konkret heisst das, dass es Mutationen sind. Diese können spontan entstehen oder durch Viren ausgelöst werden.  
Der Hexenbesen an der Spitze dieser Fichte (Picea abies) hat nichts mit Hexen zu tun. Sie sind Launen der Natur. Konkret heisst das, dass es Mutationen sind. Diese können spontan entstehen oder durch Viren ausgelöst werden.
Entstanden aus einem Hexenbesen, der in Rafz auf einer Fichte gefunden wurde. Der Wuchs ist breitrund bis breitkegelig und kompakt. Sie bildet bereits als junge Pflanze dekorative Blüten und Zapfen. Wuchshöhe 3 – 4 Meter. 
Entstanden aus einem Hexenbesen, der in Rafz auf einer Fichte gefunden wurde. Der Wuchs ist breitrund bis breitkegelig und kompakt. Sie bildet bereits als junge Pflanze dekorative Blüten und Zapfen. Wuchshöhe 3 – 4 Meter.

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