Zitruspflanzen als Kübelpflanzen

Mediterranes Lebensgefühl für Garten, Terrasse und Balkon

In unseren Breitengraden werden Zitruspflanzen fast ausschliesslich als Kübelpflanzen gehandhabt. Im Sommer stehen sie im Freien und bringen so südliches Flair auf Terrasse, Balkon und in den Garten. Sie erfreuen sich aufgrund ihrer leuchtenden Früchte und stark duftenden weissen Blüten grosser Beliebtheit.

Besonders attraktiv sind die leuchtenden Früchte: von gelben Zitronen über orangefarbene Mandarinen bis hin zu grünen Limetten.
Besonders attraktiv sind die leuchtenden Früchte: von gelben Zitronen über orangefarbene Mandarinen bis hin zu grünen Limetten.

Herkunft und Geschichte

Die Geschichte der Zitruspflanzen reicht mehrere tausend Jahre zurück. Ihren Ursprung haben sie in Asien, vor allem in den Regionen des heutigen China, Indiens und Südostasiens. Dort wurden bereits früh erste Zitronen, Mandarinen und Bitterorangen kultiviert. Über Handelswege gelangten die Zitruspflanzen zunächst in den Vorderen Orient und später, zur Zeit des Römischen Reiches, in den Mittelmeerraum. Im mediterranen Klima von Italien, Spanien und Südfrankreich fanden sie ideale Bedingungen und wurden fester Bestandteil der Gartenkultur. Schon in der Antike galten Zitruspflanzen als Symbol für Wohlstand, Gesundheit und Lebensfreude. Besonders geschätzt wurden sie wegen ihren duftenden Blüten und leuchtenden Früchten, die oft gleichzeitig an der Pflanze zu sehen sind.

Im Barock erlebte die Kultivierung von Zitruspflanzen in Europa einen neuen Höhepunkt. Jedoch beschränkte sich das auf sehr wohlhabende Bürger und die Königshäuser. Denn überwintern liessen sich diese Pflanzen nur in eigens dafür erbauten Glashäusern. In den fürstlichen Gärten der Adligen wurden sogenannte Orangerien erbaut, um die Zitrusbäume zu überwintern. Diese Gebäude waren architektonische Meisterwerke, konnten in den kalten Wintermonaten beheizt werden und boten den Pflanzen aufgrund der Glasfassaden genug Lichteinfall. Dies war enorm aufwendig und kostspielig und blieb so der absoluten Oberschicht vorbehalten. Zitruspflanzen wurden zu Prestigeobjekten und galten als Zeichen von Luxus.

Erst wesentlich später verbreiteten sich Zitruspflanzen auch ausserhalb der Adelshäuser. Im Laufe des neunzehnten und zwanzigsten Jahrhunderts tauchten sie vermehrt in privaten Gärten und Terrassen auf. Heute sind sie fester Bestandteil der Kübelpflanzenkultur in Mitteleuropa. Obwohl sie hier nicht ausgepflanzt werden können, haben sie ihren Stellenwert als dekorative Pflanzen mit südlichem Charakter bewahrt und bringen ein Stück mediterranes Lebensgefühl in unsere Gärten und Terrassen.

Aussehen

Zitruspflanzen zeichnen sich durch ihr markantes, mediterranes Erscheinungsbild aus. Sie besitzen glänzende dunkelgrüne Blätter, die meist oval geformt und leicht ledrig sind. Im Frühling und Frühsommer bilden viele Zitruspflanzen zudem stark duftende weisse Blüten aus, die nicht nur optisch bezaubern, sondern auch Bienen und andere Bestäuber anlocken. Je nach Sorte bleibt die Pflanze kompakt oder wächst strauchartig, wodurch sie sich sowohl für kleinere Balkone als auch für grosszügige Terrassen eignet. Durch ihr immergrünes Laub, die dekorativen Früchte und die aromatischen Blüten sind Zitruspflanzen ein echter Blickfang – alleinstehend oder kombiniert mit anderen mediterranen Gewächsen wie Oliven, Oleander oder Lavendel. Ihr Aussehen vermittelt nicht nur südliches Flair, sondern sorgt auch für eine lebendige, frische Atmosphäre im Garten oder auf der Terrasse.

Standort

Damit Zitruspflanzen gut gedeihen, brauchen sie einen sehr sonnigen, warmen und möglichst geschützten Platz. Sonne fördert Blüte und Fruchtansatz. Wichtig ist auch ein durchlässiges Substrat. Ideal ist eine Mischung aus Erde und mineralischen Zuschlägen wie Sand oder Blähton, damit Wasser gut ablaufen kann und keine Staunässe entsteht.

Pflege

Während des Sommers sind sie in der Vegetationsphase und müssen regelmässig gegossen werden. Je nach Wetter und Topfgrösse kann dies alle zwei bis drei Tage nötig sein, an warmen, sonnigen Tagen am besten täglich. Staunässe schadet den Pflanzen und deshalb ist eine gute Drainage entscheidend.

Ab Frühjahr bis Spätsommer empfiehlt sich eine Ernährung mit Zitrusdünger. Ein Dünger mit ausgewogener Nährstoffmischung unterstützt Blattwerk, Blüten und Fruchtansatz. Besonders Kalzium ist wichtig, um Mangelerscheinungen zu vermeiden. Falls die Zitruspflanzen blasse Blätter bekommen, ist dies oft ein Zeichen für Düngermangel oder Überwässerung.

Damit Zitrusbäume kompakt und vital bleiben, kann ein leichter Rückschnitt sinnvoll sein. Entfernt werden nur Triebspitzen, damit die Pflanze verzweigt und stabil wächst. Zu starke Schnitte sollten jedoch vermieden werden, da diese die Pflanze schwächen und den Blüten- und Fruchtansatz verzögern können.

Das Umtopfen erfolgt idealerweise im März oder April, bevor die Pflanze neu austreibt. Der neue Topf sollte nur wenig grösser sein als der alte.

Überwinterung im Kübel

Sobald im Herbst die ersten kühlen Nächte einsetzen, müssen Zitruspflanzen ins Winterquartier umziehen. Grundsätzlich sollen sie so lange wie möglich draussen bleiben, um ausreichend Licht zu erhalten. Sinkt die Temperatur jedoch dauerhaft in die Nähe des Gefrierpunktes, ist es Zeit, sie einzuräumen. Denn Zitruspflanzen sind nicht winterhart und dürfen nicht dem Frost ausgesetzt werden. Sonst sterben sie ab.

Ideal ist ein heller, kühler Raum mit Temperaturen zwischen 5 und 10 Grad. In diesem Bereich treten die Pflanzen in eine Ruhephase ein und bleiben dennoch vital. Geeignet sind ungeheizte Wintergärten, helle Kellerräume oder geschützte Treppenhäuser mit viel Tageslicht.

Im Winter wird nur sehr sparsam gegossen, gerade so viel, dass der Wurzelballen nicht vollständig austrocknet. Die Pflanzen schränken in dieser Ruhephase ihr Wachstum rigoros ein. Auf Dünger wird in dieser Zeit verzichtet.

Rückkehr ins Freie

Mediterranes Gefühl

Im Frühling dürfen Zitruspflanzen wieder nach draussen, sobald keine Frostnächte mehr zu erwarten sind. Zunächst sollten sie an einen halbschattigen Ort gestellt werden, bevor sie schrittweise an die Sonne gewöhnt werden. Dies verhindert Schäden an den Blättern durch plötzliche starke Sonneneinstrahlung.
Zitruspflanzen verleihen jedem Aussenbereich eine mediterrane Note und lassen sich hervorragend mit Pflanzen wie Olive, Oleander oder Lavendel kombinieren. Ob als Solitär oder in Gruppen gepflanzt, sie schaffen eine Atmosphäre, die an südliche Landschaften erinnert und den Sommer im eigenen Garten spürbar macht.

Zitruspflanzen besitzen glänzende dunkelgrüne Blätter, die meist oval geformt und leicht ledrig sind.
Zitruspflanzen besitzen glänzende dunkelgrüne Blätter, die meist oval geformt und leicht ledrig sind.

Wuchshöhe

Im Gefäss 0,5 – 2 m

Blütezeit

Von Mai bis Oktober

Standort

Sonnig

Besonders attraktiv sind die leuchtenden Früchte: von gelben Zitronen über orangefarbene Mandarinen bis hin zu grünen Limetten.
Besonders attraktiv sind die leuchtenden Früchte: von gelben Zitronen über orangefarbene Mandarinen bis hin zu grünen Limetten.
Während des Sommers sind die Zitruspflanzen in der Vegetationsphase und müssen regelmässig gegossen werden.
Während des Sommers sind die Zitruspflanzen in der Vegetationsphase und müssen regelmässig gegossen werden.
Das Umtopfen erfolgt idealerweise im März oder April.
Das Umtopfen erfolgt idealerweise im März oder April.
Ob als Solitär oder in Gruppen gepflanzt, Zitruspflanzen schaffen eine Atmosphäre, die an südliche Landschaften erinnert.
Ob als Solitär oder in Gruppen gepflanzt, Zitruspflanzen schaffen eine Atmosphäre, die an südliche Landschaften erinnert.
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