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Hauswurz – Sempervivum

Die Hauswurz ist schmackhaft, heilend, zauberhaft und schön! Sie ist die perfekte Pflanze für Pflanzenliebhaber, die nicht viel Zeit für die Pflege aufbringen möchten und auf der Suche nach einem attraktiven Gestaltungselement für den Garten, eine Mauer, die Terrasse oder den Balkon sind.
Die robuste Staude wächst dort, wo es kaum eine andere Pflanze aushält. Sie erträgt Hitze, Trockenheit und Kälte problemlos und behält auch im Winter ihre Blätter. Zudem ist sie das ganze Jahr hindurch attraktiv und dekorativ.

Herkunft

Die Gattung Hauswurz (Sempervivum) gehört zur Familie der Dickblattgewächse (Crassulaceae). Der botanische Gattungsname Sempervivum leitet sich von den lateinischen Worten semper (immer) und vivus (lebend) ab und bedeutet so viel wie immerlebend. Warum diese Bedeutung? Die Spirale der Hauswurz besteht aus einzelnen, rosettenartig zusammengesetzten Blättern, die sich endlos vermehren und wachsen. Die Spirale ist ein Symbol für unbesiegbares, ewiges Leben.
Die deutsche Bezeichnung Hauswurz hat ihren Ursprung im althochdeutschen Begriff Wurz, der damals für Wurzel oder Pflanze verwendet wurde.
Weltweit sind, je nach Autor, bis 60 Wildarten und über 7'000 Sorten bekannt.
Das natürliche Verbreitungsgebiet der Gattung Sempervivum konzentriert sich hauptsächlich auf die europäischen Gebirge. Dort lebt die Pflanze vor allem auf besonnten Felsen und in steinigen Gebieten der montanen, subalpinen und alpinen Zone. In unseren Breitengraden ist die Hauswurz eine beliebte Zierpflanze.
Da die Blattspitzen der spiralförmigen Rosettenblätter wie in den Himmel zu stechen scheinen, galten die Hauswurzen in früheren Jahren als Blitzableiter. Die Pflanze schützte als Donnerwurz das Haus aber nicht nur vor Unwetter, sondern auch vor jeglicher Art von Unheil. Deswegen wurden die Hauswurz folgende Namen gegeben, die auch heute noch gebraucht werden: Bart des Jupiter, Dachlauch, Donnersbart oder Donnerwurz.
Seit alters her wurde die Hauswurz auch als Heil- und Nahrungspflanze verwendet. Wurde man von starken Ohrenschmerzen geplagt, so zupfte man ein reifes Blatt aus der Hauswurzrosette, drückte es aus und träufelte einen Tropfen ins schmerzende Ohr. Auch heute noch wird der Saft der Blätter bei Verbrennungen, Quetschungen, Hühneraugen, Warzen und Sommersprossen verwendet.

Aussehen

Die immergrüne, sukkulente (saftreiche) Pflanze wächst polsterartig als mehrjährige Rosettenstaude, die sich durch Ausläufer oder Tochterrosetten ausbreitet. Die Grösse der ballförmig geschlossenen, halbkugeligen oder sternförmig ausgebreiteten Rosetten liegt zwischen 0,5 cm und 22 cm, hauptsächlich aber bei 3 bis 6 cm.
Mit ihren dicken, fleischigen Blättern ist die Hauswurz als Sukkulent in der Lage, in ihren Blättern Wasser zu speichern. Die Blätter sind seitlich zum Teil flaumig behaart oder besitzen Randwimpern. Die Blattspitzen verfügen teilweise über Haarbüschel. Die Form der Blätter ist durch die Artenvielfalt sehr verschieden. Sie kann beispielsweise lanzettlich, elliptisch, länglich lanzettlich, eiförmig, spitz oder keilförmig sein. Die Spitze kann ebenso verschieden gestaltet sein. Die Farbe der Blätter ist je nach Jahreszeit, Standort und Art variabel und variiert von rotbraun über violett bis zu verschiedenen Grüntönen. Die Blattfärbung ist hauptsächlich von der Sonneneinstrahlung abhängig und wechselt im Verlaufe eines Jahres die Farbe. Die meisten Hauswurze putzen sich im Frühling heraus. Starke Kontraste zwischen Blattspitze und Blattansatz kommen dann besonders gut zur Geltung. In der Sommerhitze werden die Farben leicht blasser. Im Herbst zeigen sich viele Sorten in einem aparten Graugrün. Rote Exemplare dagegen leuchten dann in einer noch intensiveren Färbung.
Der meist dichte und attraktive Blütenstand, bestehend aus Einzelblüten, steht auf dem beblätterten, fleischigen Blütenstängel, der sich je nach Art und Sorte 7 bis 20 cm in die Höhe streckt. Die Blütezeit liegt zwischen Ende Mai und Ende August. Das Farbenspektrum der Blüten reicht von rosafarben, über purpurrot oder gelb bis fast weiss. Sobald sie ausgeblüht sind, stirbt die Blüte einschliesslich der Rosette ab. Dies ist jedoch kein Verlust für die Pflanze, denn von Frühling bis Herbst bilden sich an den Rosetten sogenannte Tochterrosetten.

Standort/Verwendung

Wichtig für ein üppiges Wachstum mit zahlreichen Rosetten ist neben der Qualität des Bodens auch der Standort. Am wohlsten fühlt sich die Hauswurz in Steingärten, auf Flachdächern und in Mauerfugen von Trockenmauern in voller Sonne. Der Boden sollte durchlässig sein mit einem guten Wasserabzug. Bei eher lehmiger Erde kann der Boden mit Sand oder Kies gemischt werden, um eine gute Durchlässigkeit zu gewährleisten.
Die immergrüne Staude bringt mit ihren bunten Blättern das ganze Jahr hindurch Farbe in den Garten. Ihre Verwendungsmöglichkeit ist sehr vielfältig. Sehr gut lassen sich Hauswurze kombinieren mit Pflanzen, die gleiche Standortansprüche haben. Dies sind zum Beispiel Steinbrech-Arten (Saxifraga), niedrige Fetthennen (Sedum), die Gewöhnliche Küchenschelle (Pulsatilla) oder Ziergräser, wie etwa der Blauschwingel (Festuca glauca).
Hauswurze schmücken nicht nur das Beet, den Steingarten oder die Gartenmauer, sondern gedeihen auch in den ungewöhnlichsten Pflanzgefässen ausgesprochen gut. Beim Stöbern auf dem Flohmarkt, im Keller oder auf dem Dachstock findet man immer wieder Gefässe wie zum Beispiel alte Schuhe, einen alten Eisentopf, rostige Backformen, eine alte Zinkwanne oder auch winterharte Tontöpfe und Blumenkästen, die mit der Hauswurz bepflanzt den Balkon oder die Terrasse dekorieren. Sogar das Dach eines Vogelhauses lässt sich mit Hauswurzen begrünen. Mit den bepflanzten Schuhen, Vogelhäuser, Zinkwannen usw. kann man auf kleinem Raum schöne Gärten gestalten!
Beim Bepflanzen von Gefässen ist immer darauf zu achten, dass ein guter Wasserabzug vorhanden ist (Loch im Boden) und dass eine durchlässige, sandige Erde verwendet wird.
In der Küche kann die Hauswurz als Salatgemüse eine Bereicherung sein. Die zarten Blätter der Staude geben dem Salat Pfiff und saftige Würze. Ihr Geschmack ist leicht säuerlich.

Pflege

Der Name sowie die Herkunft der Hauswurz lassen daraus schliessen, dass es sich um eine genügsame, robuste und pflegeleichte Pflanze handelt. Die Staude bedarf kaum weiterer Aufmerksamkeit, wenn die Standortbedingungen und die Bodenqualität stimmen.
In der Regel deckt der Regen den Wasserbedarf der Hauswurz. Nur in ungewöhnlich trockenen Sommern sollte mit der Giesskanne nachgeholfen werden.
Steht die Hauswurz im Gefäss an einem überdachten Standort, ist ab und zu eine Wassergabe erforderlich.
Da die Hauswurz nicht nur pflegeleicht, sonder auch winterhart ist, benötigt sie ausgepflanzt im Garten, im Steingarten, in der Trockenmauer, auf dem Dach oder im Gefäss keinen besonderen Winterschutz.


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Alte Schuhe, Pfannen usw. sind originelle "Gefässe" für den Hauswurz. Wichtig ist auch hier, dass das überschüssige Wasser schnell abfliessen kann. Darum in den Boden genug grosse Löcher bohren. 
Alte Schuhe, Pfannen usw. sind originelle "Gefässe" für den Hauswurz. Wichtig ist auch hier, dass das überschüssige Wasser schnell abfliessen kann. Darum in den Boden genug grosse Löcher bohren.
Interessant ist die unterschiedliche Blattfärbung. Bei der Sorte 'Rubin' sind die sukkulenten (fleischigen) Blätter komplett dunkelrot. 
Interessant ist die unterschiedliche Blattfärbung. Bei der Sorte 'Rubin' sind die sukkulenten (fleischigen) Blätter komplett dunkelrot.
Nicht ganz überraschend heisst der deutsche Name Spinnweb-Hauswurz (Sempervivum arachnoideum). Foto © PlantaPro 
Nicht ganz überraschend heisst der deutsche Name Spinnweb-Hauswurz (Sempervivum arachnoideum). Foto © PlantaPro
Auch für das Begrünen vom Dach beim Vogelhaus kann, neben Fetthennen (Sedum) der Hauswurz (Sempervivum) eingesetzt werden. Er lebt in der Regel länger als das Vogelhaus, wie dieses Foto beweist.  
Auch für das Begrünen vom Dach beim Vogelhaus kann, neben Fetthennen (Sedum) der Hauswurz (Sempervivum) eingesetzt werden. Er lebt in der Regel länger als das Vogelhaus, wie dieses Foto beweist.
Am Naturstandort wachsen die Hauswurze häufig auf Felsen, wie hier die Spinnweb-Hauswurz (Sempervivum arachnoideum). An solchen warmen, sonnigen Standorten blüht sie sehr intensiv. 
Am Naturstandort wachsen die Hauswurze häufig auf Felsen, wie hier die Spinnweb-Hauswurz (Sempervivum arachnoideum). An solchen warmen, sonnigen Standorten blüht sie sehr intensiv.
Hauswurze sind so genügsam, dass sie sogar auf nicht zu steilen Dächern problemlos gedeihen. Am Anfang ist eine Hilfestellung durch Steine oder eine Leiste vorteilhaft. 
Hauswurze sind so genügsam, dass sie sogar auf nicht zu steilen Dächern problemlos gedeihen. Am Anfang ist eine Hilfestellung durch Steine oder eine Leiste vorteilhaft.

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