Kartoffeln selbst anbauen

Kartoffeln im eigenen Garten anzubauen ist unkompliziert. Wer einige wenige Regeln beachtet, wird reich beschenkt. 
Es lohnt sich, verschiedene Sorten mit unterschiedlicher Reifezeit und Geschmacksnoten auszuprobieren.

Kartoffeln anzupflanzen ist eine äusserst dankbare Gartenarbeit, entwickelt sich doch im Laufe der Saison aus einer einzigen Pflanzkartoffel eine ganze Schar junger Knollen. Die Sortenvielfalt ist gross: Kartoffeln gibt es in ganz vielen unterschiedlichen Varianten von gelb über rot bis blau, von fest- bis mehligkochend, mit Aromen von nussig über buttrig bis leicht süsslich.

Jeden Frühling sind in den Hauenstein-Gartencentern Pflanzkartoffeln in vielen verschiedenen Sorten erhältlich.

Mutterpflanzen

Kartoffeln vorkeimen: warum es sich lohnt

Sind die Sorten ausgesucht und die Saatkartoffeln eingekauft, kann es losgehen. Keimt man die Knollen ca. vier bis sechs Wochen vor dem Pflanzen vor, beschleunigt dies den Austrieb nach dem Setzen. Der Ertrag verfrüht sich, die Pflanzen werden kräftiger.

 So geht das Vorkeimen: 

  • Pflanzkartoffeln mit den «Augen» (die erkennbaren Austriebspunkte) nach oben in eine flache Kiste oder in Eierkartons legen
  • Hell, aber ohne direkte Sonne aufstellen, bei rund 10 bis 15 Grad und mässiger Luftfeuchte 

Sind die Keime ein bis drei Zentimeter lang, können die Kartoffeln ab Mitte April in den Garten gepflanzt werden.

Schritt für Schritt zur Kartoffelernte

  • Die vorgekeimten Knollen mit den Trieben nach oben an einem sonnigen Standort in 10–15 cm tiefe, zuvor gezogene Rillen im Boden legen. Mit Erde überdecken
  • Zwischen den Kartoffeln 30–35 cm Platz lassen
  • Von Reihe zu Reihe hat sich ein Abstand von 60–70 cm bewährt
  • Sobald die Pflanzen 10–15 cm hoch sind, die Erde um den Strunk etwas anhäufeln. Dies fördert die Knollenbildung und schützt vor Licht

Die Knolle hat’s in sich

Wer Kartoffeln anbaut, tut etwas für seine Gesundheit. Die Knolle enthält alle acht essenziellen Aminosäuren, die der Körper braucht, daneben Ballaststoffe, Vitamine und wertvolle sekundäre Pflanzenstoffe. Gekocht mit Schale oder schonend gegart, bleibt das Maximum an Nährstoffen enthalten.

Tipp: Für eigene Kartoffeln braucht es keinen Garten. Sie lassen sich auch problemlos in einem grossen Gefäss auf dem Balkon kultivieren.

Warum auf Pflanzkartoffeln setzen?

Theoretisch könnte man eine beliebige Kartoffel aus dem Laden in die Erde stecken. Für den erfolgreichen Anbau empfehlen sich jedoch spezielle Saatkartoffeln. Diese wurden kontrolliert vermehrt und sind weitgehend frei von Krankheiten und Viren. Sie garantieren sortenechte Pflanzen und einen gleichmässigen Ertrag. Speisekartoffeln aus dem Handel sind überdies oft mit Keimhemmungsmitteln behandelt, so dass der Austrieb schwach bleibt und sich kein befriedigender Ertrag einstellt.

Kartoffeln vorkeimen
Kartoffeln vorkeimen
Kartoffelernte
Kartoffelernte
Die Kartoffel – Nährstoffreich, gesund und vielseitig anbaubar
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