Mit Auberginen aus dem eigenen Garten lassen sich leckere Rezepte der mediterranen Küche zaubern. Mit kräftigen Jungpflanzen aus dem Gartencenter gelingt der Anbau ganz einfach: Alles, was es braucht, ist ein geschützter, sonniger Standort sowie regelmässige Wasser- und Nährstoffgaben. Auch im Topf wachsen Auberginen problemlos.
Mit dem populärer werden der Mittelmeerküche erfreut sich die Aubergine steigender Beliebtheit. Sie stammt ursprünglich aus tropischen Regionen Asiens und wird heute ausschliesslich als Kulturpflanze angebaut. In Europa ist sie seit dem 13. Jahrhundert vor allem im Mittelmeerraum verbreitet.
Wie Tomaten und Kartoffeln gehört die Aubergine zu den Nachtschattengewächsen. Bekannt ist sie auch unter dem Namen Eierfrucht, abgeleitet von der eiförmigen Wildfrucht.
Die Form der Früchte variiert je nach Sorte von länglich über eher bauchig bis hin zu oval. Zu den Klassikern zählt etwa die italienische Sorte ‘Florenzer Rose’, die sich mit ihrem mild-süsslichen Aroma ideal zum Braten oder Füllen eignet. Daneben sind gestreifte, oder – etwas ausgefallener – auch weisse Sorten erhältlich. Die Blätter sind relativ gross, graugrün und samtig behaart. Je nach Standort kann die Pflanze stattliche 120 m hoch werden und an der Basis leicht verholzen.
Auberginenpflanzen sind frostempfindlich und werden erst ab Mai ins Freiland gesetzt. Es ist den modernen Sortenzüchtungen zu verdanken, dass sie heute überhaupt verbreitet in die Gemüsegärten Einzug genommen haben. Sie sind weniger kälteempfindlich als einst, reifen früher und sind insgesamt robuster geworden. Trotzdem gilt noch immer, dass sie viel Sonne und Wärme benötigen und einen geschützten Standort bevorzugen. Die Ernte beginnt je nach Pflanztermin ab Juli und dauert bis in den Oktober hinein. Die Früchte sind reif, wenn sich die Schale fest, aber leicht nachgiebig anfühlt und die sortenspezifische Farbe voll ausgeprägt ist. Die Ernte erfolgt mit einer Schere oder einem Messer, wobei immer ein kurzes Stielstück an der Frucht zurückbleibt. Zu spätes Ernten vermeiden, da die Früchte bittere Aromen entwickeln können.
In der Küche wirkt die weiche, milde Aubergine als eigentlicher Aromaträger: Sie nimmt Öl, Gewürze und Röstaromen sehr gut auf. Würzig wird sie erst durch die entsprechende Zubereitung auf dem Grill oder im Ofen, gepaart mit Gartenkräutern und etwas Salz. Mit ihrem leicht erdigen, etwas pilzartigen Geschmack ist sie eine beliebte Zutat für Klassiker wie «Melanzane alla Parmigiana», ein vegetarisches Ofengericht der italienischen Küche.
Auberginen mögen einen nährstoffreichen, lockeren und durchlässigen Boden, der gleichmässig feucht ist. Sie gehören zu den Starkzehrern und benötigen regelmässige Düngergaben. Als Beetnachbarn eignen sich Salate, Radieschen, Bohnen oder Kräuter.
gross, oval, leicht behaart
50 cm bis 150 cm
Sonnig, warm und windgeschützt
