Achtung scharf! Chili aus eigener Ernte

Wer verschiedene Schärfegrade, Farbenvielfalt und Geschmacksnuancen liebt, baut seine Chili am besten selber an. Sie gedeihen im Gartenbeet ebenso wie im Topf und liefern eine reiche Ernte. Im Frühling sind die wärmeliebenden Pflanzen in unseren Gartencentern in vielen verschiedenen Sorten erhältlich.

Chili sind sehr wärme- und sonnenliebend. Sobald keine Fröste mehr zu erwarten sind, pflanzt man sie ins Freie – sei es ins Beet oder in den Topf.
Chili sind sehr wärme- und sonnenliebend. Sobald keine Fröste mehr zu erwarten sind, pflanzt man sie ins Freie – sei es ins Beet oder in den Topf.

Herkunft

Chilis stammen ursprünglich aus Südamerika und gehören zur Pflanzengattung Capsicum. Bereits vor mehr als 6’000 Jahren wurden sie von indigenen Völkern kultiviert und sind heute weltweit verbreitet. Sie alle enthalten den Stoff Capsaicin, der für die Schärfe verantwortlich ist. 

Der Schärfegrad einer Chili lässt sich mit der sogenannten Scoville-Skala messen. Sie wurde vom Chemiker Wilbur Scoville entwickelt und misst den Capsaicin-Gehalt in sogenannten Scoville Heat Units (SHU). Die Skala reicht von 0 (Peperoni) bis zu über 2 Millionen SHU bei der schärfsten Chili-Sorte. Um die Übersichtlichkeit zu verbessern, werden SHU oft in Schärfestufen von 0 bis 10 zusammengefasst. Für den Alltag gebräuchlich ist eine vereinfachte Einteilung in sechs Stufen von «relativ mild» über «leicht pikant», «mittelscharf», «scharf» und «sehr scharf» bis «extrem scharf». 

Das Schärfegefühl wird durch Capsaicin ausgelöst, ein Alkaloid, das die Schmerzrezeptoren der Schleimhäute reizt. Interessant zu wissen: Capsaicin aktiviert nur bei Menschen und Säugetieren einen Schmerzrezeptor, der das typische Brennen auslöst. Vögel hingegen sind kaum empfindlich auf den Inhaltsstoff.

Aussehen

Die klassische Chili-Form ist länglich und spitz, jedoch gibt es Ausnahmen wie die Gruppe der Habaneros, die eher rundlich sind und kleinen Gemüsepeperoni ähneln. Chilischoten sind grün, wenn sie unreif sind, und nehmen erst dann die sortenbedingte Farbe, etwa Rot, Orange oder weisslich an. Die Farbe ist kein verlässlicher Indikator für die Schärfe, sondern zeigt primär den Reifegrad an. Im reifen Zustand schmecken die Früchte am schärfsten.

Sorten/Verwendung

Chili sind sehr wärme- und sonnenliebend. Sobald keine Fröste mehr zu erwarten sind, pflanzt man sie ins Freie – sei es ins Beet oder in den Topf. Schon bald entwickeln sie ihre ersten Früchte. Wichtig ist ein gut besonnter, windgeschützter Standort. Als Substrat empfiehlt sich eine hochwertige Gemüseerde, die mit ihrer lockeren Struktur eine gute Wasserspeicherung ermöglicht. Chili lassen sich frisch oder getrocknet verwenden und verleihen den Gerichten Extra-Pepp.

Pflege

Die Pflege der Chilipflanzen ist äusserst unkompliziert. Wichtig ist regelmässiges Giessen, das Düngen mit einem organischen Gemüsedünger und natürlich die Ernte, die je nach Sorte von Sommer bis Herbst dauert.

Chili sind sehr wärme- und sonnenliebend. Sobald keine Fröste mehr zu erwarten sind, pflanzt man sie ins Freie – sei es ins Beet oder in den Topf.
Chili sind sehr wärme- und sonnenliebend. Sobald keine Fröste mehr zu erwarten sind, pflanzt man sie ins Freie – sei es ins Beet oder in den Topf.

Blätter

Dunkelgrüne, länglich-ovale Blätter auf kurzen Blattstielen

Wuchshöhe

bis ca. 80 cm

Standort

Sonnig, warm und windgeschützt

Chilis stammen ursprünglich aus Südamerika und wurden bereits vor mehr als 6’000 Jahren von indigenen Völkern kultiviert.
Chilis stammen ursprünglich aus Südamerika und wurden bereits vor mehr als 6’000 Jahren von indigenen Völkern kultiviert.
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