Ritterstern (Amaryllis) – Hippeastrum

Zur Advents- und Weihnachtszeit werden die winterblühenden Rittersterne, fälschlicherweise auch Amaryllis genannt, in einer Vielzahl von Blütenfarben im Handel angeboten. Die grossen und lang andauernden Blüten sind ein Hingucker schlechthin und im Haus oder der Wohnung sehr dekorativ.

Der Ritterstern (Hippeastrum) wird vom Profi wie auch vom Hobbygärtner häufig mit dem falschen Namen Amaryllis bezeichnet. Grund: vor Jahren hiess er so.
Der Ritterstern (Hippeastrum) wird vom Profi wie auch vom Hobbygärtner häufig mit dem falschen Namen Amaryllis bezeichnet. Grund: vor Jahren hiess er so.

Oft wird die Zwiebelpflanze nach der Blüte entsorgt. Jedoch kann der Ritterstern mit der richtigen Pflege über viele Jahre kultiviert werden und jedes Jahr von neuem reichlich blühen.
Lesen sie im folgenden Artikel mehr über diese attraktive Zwiebelpflanze.

Herkunft

Der Ritterstern (Hippeastrum) ist eine Gattung, die zur Familie der Amaryllisgewächse (Amaryllidaceae) gehört und zirka 60 Arten zählt. Zur Familie der Amaryllisgewächse gehört auch die Gattung Amaryllis (Amaryllis), welche jedoch nur 2 Arten zählt.
In diesem Artikel liegt der Schwerpunkt beim Ritterstern, welcher zur Advents- und Weihnachtszeit, oft fälschlicherweise als Amaryllis bezeichnet, in Blumenläden und Gartencentern verkauft wird.
Der Ritterstern gedeiht in Südamerika in Gebieten mit grosser Trockenheit, während die Amaryllis in Südafrika beheimatet ist.
Die bei uns im Handel als Zierpflanze kultivierten Ritterstern-Sorten sind hauptsächliche Hybriden, also Kreuzungen zwischen mehreren Arten.

Aussehen

Der winterblühende Ritterstern wächst als ausdauernde, krautige Pflanze und bildet als Überdauerungsorgan eine grosse Zwiebel. Die grundständigen, fleischigen Laubblätter sind zungenförmig mit zugespitztem oberem Ende. Die Pflanze kann eine Wuchshöhe von 50 bis 80 cm erreichen.
Der doldige Blütenstand besteht aus jeweils drei gestielten Blüten und sitzt am Ende eines langen, dicken Blütenstils. Die einzelnen, trichterförmigen Blüten können einen Durchmesser von bis zu 20 cm erreichen, was den Ritterstern so besonders macht. Sobald die Blüte geöffnet ist, sind die schlanken Staubfäden und der markante, lange Griffel gut erkennbar. Die Blütezeit kann von Oktober bis in den April andauern. Je nach Sorte ist die Blütenfarbe einfarbig bis mehrfarbig von rot über weiss, rosa und gelb bis violett. Auch Randzeichnungen, Streifenmuster oder gesprenkelte Muster in den verschiedensten Farben und Tönungen sind heute weit verbreitet und in den Hauenstein Gartencentern erhältlich.

Standort und Verwendung

Die Zwiebelpflanze gedeiht am besten an einem hellen und warmen Standort in feuchter, aber durchlässiger Erde. Direktes Sonnenlicht ist in der Blühphase zu vermeiden.

Die Zierpflanze wird im Handel hauptsächlich im Topf oder als Zwiebel mit buntem Plastiküberzug angeboten.
Der Ritterstern ist aufgrund seiner späten Blütezeit vor allem zur Advents- und Weihnachtszeit eine beliebte Zierpflanze, die oft unter der falschen Bezeichnung ‘Amaryllis’ verkauft wird. Sie schmückt Wohnzimmer oder Weihnachtsfenster und setzt mit ihrer intensiven Blütenfarbe schöne Akzente. Ihre grossen und markanten Blüten ziehen alle Blicke auf sich.
Die Zwiebelpflanze ist auch eine beliebte Schnittblume in der Floristik, da sie bis zu zwei Wochen haltbar ist. Kombiniert mit Tannenzweigen und Weihnachtsschmuck können wunderschöne Gebinde gefertigt werden.

Pflege

Sobald sich die ersten Blütenknospen zeigen, wird die Zwiebelpflanze regelmässig gegossen. Es empfiehlt sich, das Wasser in den Untersetzer oder Übertopf zu giessen, damit die Zwiebel selbst möglichst trocken bleibt.
Da die Pflanze zum Licht wächst, muss das Gefäss immer wieder etwas gedreht werden, damit sich der Blütenstil nicht allzu fest in eine Richtung neigt. Bei sehr grossen und schweren Blüten kann der hohle Blütenstil mit einem Bambusstab gestützt werden.
Nach der Blüte braucht es folgende Pflege, damit der Ritterstern viele Jahre wiederblüht:
Nach der Blüte wird der Blütenstil entfernt. Bis April soll die Pflanze im Topf normal gegossen werden. Es werden sich Blätter bilden. Nach den Eisheiligen (Bauernregel: 3 bis 5 Tage Mitte Mai mit möglichem Nachtfrost) wird die Pflanze im Topf nach Draussen an einen halbschattigen Ort gestellt und mit Zwiebelpflanzendünger, erhältlich in den Hauenstein Gartencentern, versorgt. Ab August wird nur noch spärlich gegossen. Somit verdorren die Blätter respektive ziehen ein und können im September 3 cm über der Zwiebel abgeschnitten werden. Nun wird das Giessen eingestellt. Ab Oktober wird die Zwiebel vollständig trocken in normale Garten- oder Kaktuserde eingetopft, sodass der obere Drittel der Zwiebel aus der Erde schaut. Draussen oder drinnen bei ca. 15 Grad und ohne Giessen wird die Zierpflanze in Ruhe gelassen. Ab November kann der Ritterstern nach drinnen an einen hellen und wärmeren Ort gestellt werden. Mit dem Giessen beginnt man, sobald der Neuaustrieb als Blütenknospe klar erkennbar ist. Ein zu frühes Giessen fördert lediglich die Bildung von Blättern. Vielmals bildet sich dann keine Blüte.

Nun kann man sich von neuem über wunderschöne und grosse Blüten erfreuen!

Der Ritterstern (Hippeastrum) wird vom Profi wie auch vom Hobbygärtner häufig mit dem falschen Namen Amaryllis bezeichnet. Grund: vor Jahren hiess er so.
Der Ritterstern (Hippeastrum) wird vom Profi wie auch vom Hobbygärtner häufig mit dem falschen Namen Amaryllis bezeichnet. Grund: vor Jahren hiess er so.

Blütezeit

Oktober bis April

Höhe

50 bis 80 cm

Standort

Hell und warm

Wichtig ist, dass die Zwiebel nicht in den Topf eingegraben wird, sondern, dass der obere Drittel heraus ragt.
Wichtig ist, dass die Zwiebel nicht in den Topf eingegraben wird, sondern, dass der obere Drittel heraus ragt.
Die Wassergaben dürfen erst intensiviert werden, wenn die Blütenknospen sichtbar ist. Geschieht das früher, dann bilden sich nur Blätter.
Die Wassergaben dürfen erst intensiviert werden, wenn die Blütenknospen sichtbar ist. Geschieht das früher, dann bilden sich nur Blätter.

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