Ramblerrosen – rankende Kletterkünstler

Ramblerrosen sind anspruchslose, wüchsige und robuste Pflanzen. Sie umschweifen schmeichelnd Zäune, Tore, grosse Rosenbögen und Pergolen. Sie klettern an Bäumen hoch und lassen im Frühsommer herrliche Blütenwolken herunter regnen.

American Pillar Foto © Günter Diekmann
American Pillar Foto © Günter Diekmann

Keine andere Rosengruppe bringt Blüten in ähnlich üppiger Fülle hervor wie die Ramblerrosen. Sie versprühen in jedem Garten einen Hauch von Romantik und Natürlichkeit und lassen Rosenträume wahr werden. 

Herkunft

Ramblerrosen, auch Rambler oder Schlingrosen genannt, sind eine relativ junge Entwicklung in der Rosenzüchtung, die seit Anfang des 19. Jahrhunderts besteht. Sie entstand durch das Einkreuzen zweier chinesischer Rosensorten und gehört zur Familie der Rosengewächse (Rosaceae).
Das Wort Rambler stammt vom englischen Wort ramble (umherschweifen) ab.

Aussehen

Im Gegensatz zu den klassischen Kletterrosen sind die Triebe der Ramblerrosen sehr lang, weich und biegsam. Sie erinnern an Lianen und können weitgehend aus eigener Kraft Pergolen, Rankhilfen und sogar Baumkronen erobern. Die Spitzenreiter unter ihnen können 10 m und mehr an Wuchshöhe erreichen. Die Ramblerrose hakt sich mit ihren spitzen Stacheln fest und schiebt auf diese Weise ihre Triebe nach oben, dem Licht entgegen.
Im Vergleich zu Kletterrosen blühen Ramblerrosen in der Regel nur einmal im Jahr im Frühsommer, dann aber sehr reich und eindrucksvoll in zahlreichen wildrosenartigen, kleinen Blüten an den vorjährigen Langtrieben. Die Blütenfarben sind so vielfältig wie es Ramblerrosen-Sorten gibt. Die Blühphase hält über mehrere Wochen an und kann bei einigen Sorten im Spätsommer ein zweites Mal einsetzen. Die zweite Blüte fällt jedoch nicht so üppig aus wie die Erste.

Standort/Verwendung

Am wohlsten fühlt sich ein Rambler im luftigen Halbschatten. Die Pflanze ist schattenverträglich, was ihr beim Beranken von Bäumen und schattigeren Mauern zugutekommt. Allerdings müssen die langen Triebe der Pflanze ausreichend viel Sonnenlicht bekommen.
Ramblerrosen eignen sich sehr gut für naturnahe Gärten, denn sie können sich dort selbst überlassen werden, ohne jegliche Pflege.
Sie können mit ihrem Rosenduft einen ganzen Garten füllen und tragen oft sehr reichen, zierenden Hagebuttenschmuck im Herbst, der auch für Vögel ausreichend Nahrung bietet.
Ein besonderer Blickfang sind Rambler zum Beispiel in alten Obstbäumen, Robinien (Robinia) oder Föhren (Pinus). Bäume bieten sich zum Beranken an, sofern der Stamm bereits kräftig genug ist, um die Last der starkwüchsigen Kletterpflanzen zu tragen.
Das unglaubliche Blütenspektakel der Pflanze schmückt auch Pergolen, grössere Rankgitter, Mauern, Obelisken, grosse Rosenbögen und frischt halbschattige Hausfassaden mit knalligen Blütenfarben auf.
Grundsätzlich wollen Ramblerrosen hoch hinaus. Ohne stützendes Gerüst können aber auch einzelne Sorten als Bodendecker verwendet werden.
Für kleinere Gärten und beschränkte Platzverhältnisse gibt es passende, schwächer wachsende Rambler-Sorten. Diese Rosen werden auch Mini-Rambler genannt und sind sogar wiederblühend.
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Pflege

Die robusten Ramblerrosen sind ausgesprochen pflegeleichte Pflanzen, die grundsätzlich mit wenig Pflege und ohne Schnitt auskommen.
Bei Bedarf kann ein Auslichtungsschnitt vorgenommen werden. Auch stärkere Rückschnitte bis ins alte Holz sind möglich. Das sollte direkt nach der Blüte geschehen, ist aber auch im März möglich. Allerdings leidet dann die Blütenpracht in diesem Jahr. Um die Verzweigung zu fördern, können einige der einjährigen Triebe im Winter auf etwa die Hälfte gekürzt werden.
Bei einer Neupflanzung von Ramblerrosen am Fusse eines Baumstammes werden alle Triebe der Pflanze auf 40 cm Länge zurückgeschnitten. Damit wird ein kräftiger Austrieb angeregt. Am besten wird der Rambler auf der Nordseite des Baumes mit einem Abstand von ca. 1 m gepflanzt. Damit die Pflanze rasch Anschluss an den Baumstamm findet werden mit Hilfe einer Kokosschnur die Rosentriebe mit den unteren Kronenästen des Baumes verbunden. Den weiteren Weg in das Geäst findet die Rose dann alleine. Sobald der Rambler in der Baumkrone Fuss gefasst hat, kann die Verbindung wieder entfernt werden.
Im ersten Pflanzjahr soll die Rose regelmässig gegossen werden.

American Pillar 
Foto © Günter Diekmann
American Pillar
Foto © Günter Diekmann

Blütezeit

Frühsommer

Höhe

Bis 10 m 

Standort

Luftiger Halbschatten

Maria Lisa
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Chevy Chase
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