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Christrose – Helleborus niger

Wenn sich ein Grossteil der Natur im Winterschlaf befindet, haben die Christrosen (Helleborus niger) bereits ab Dezember im Hausgarten, auf der Terrasse oder auf dem Balkon ihren grossen Auftritt. Die wundervollen, auffällig weissen Blüten erfreuen den Gartenliebhaber jedes Jahr aufs Neue. Die robuste und pflegeleichte Christrose ist unbestritten die Königin der winterblühenden Stauden.

Herkunft

Die Christrose (Helleborus niger), auch Schneerose oder schwarzer Nieswurz genannt (siehe Abschnitt "Namensgebung"), ist eine Staude der Gattung Nieswurz (Helleborus) und gehört zur Familie der Hahnenfussgewächse (Ranunculaceae). Diese Staude mit den auffallend grossen, weissen Blüten ist vor allem durch ihre frühe Blütezeit bekannt.
Auf unserem Kontinent wächst die Christrose im südlichen Mittel- und Südeuropa sowie in den südlichen und östlichen Kalkalpen, in Wäldern und Gebüschen. Sie kommt bis in einer Höhenlage von 1900 Metern vor und ist in der Schweiz nur an wenigen Standorten im Tessin zu finden.
Ihren Ursprung hat die Christrose in Südostasien. Es ist anzunehmen, dass verschiedene Nieswurz-Arten nach der letzten Eiszeit, also vor rund 20'000 Jahren nach Europa eingewandert sind, wo sie vorerst in Klostergärten kultiviert wurden und später in die Bauerngärten gelangten.

Aussehen

Die immergrüne und mehrjährige Staude erreicht Wuchshöhen zwischen 10 und 30 Zentimetern. An den Rhizomen des kräftigen Wurzelstocks sitzen die langgestielten und gefächerten Blätter. Diese sind sattgrün, robust und ledrig. Neben den sehr schönen Blüten sind es gerade auch die immergrünen Blätter, welche für die ganzjährige Attraktivität dieser Staude sorgen.
Die weissen, schalenförmigen und symmetrischen Blüten stehen am meist unverzweigten Stängel gut über den Blättern und erreichen einen Durchmesser von 5 bis 6 Zentimetern. Hauptblütezeit der Christrose ist von Dezember bis März, kann jedoch je nach Witterung, Schneemenge und Höhenlage auch schon im November beginnen bzw. im April enden. Die weissen oder rötlichen Blütenhüllblätter verändern während des Abblühens den Farbton. Oft verblassen sie leicht, um dann ins Grünlich bis Rötliche zu wechseln. Sie bleiben lange erhalten. Aus den Blütenhüllblättern bilden sich später die sogenannten Balgfrüchte, was typisch ist für Hahnenfussgewächse. Daraus fallen bereits im Frühsommer die reifen Samen.
Wie viele Hahnenfussgewächse ist die Christrose giftig und der Pflanzensaft kann Hautreizungen verursachen. Trotzdem sind Vergiftungsfälle bei Kindern oder Haustieren äusserst selten bis unbekannt.

Standort/Verwendung

Die Christrose mag einen nährstoffreichen und humosen Boden. Wichtig ist auch, dass sie sich ungestört entwickeln kann und einen guten Wasserabzug hat, denn sie verträgt keine Staunässe. Unter diesen Bedingungen ist diese Staude ausgesprochen langlebig und breitet sich zu grossen Pflanzengruppen aus.

Geschützte Standorte im Halbschatten von Bäumen werden bevorzugt. Im Winter geniesst die Staude dort die zarten Sonnenstrahlen, während sie im Sommer vor zu grosser Hitze geschützt ist.
Die Christrose kann auch im Topf gehalten werden. Dieser sollte jedoch genügend gross und vor allem hoch sein, da diese Staude ein Tiefwurzler ist. Nur so fühlt sich die Christrose auf die Dauer wohl. Vorzugsweise soll hochwertige Kübelpflanzenerde, die am besten mit lehmiger Gartenerde gemischt wird, verwendet werden. Auf dem Topfboden ist eine Drainageschicht mit z.B. Blähton (Lecca) empfehlenswert.
Eine prächtige Wirkung haben die Christrosen in Gruppen, da sich ihr Laub und ihre Blüten dann gut vom winterlichen Garten abheben. Ist die Blütezeit vorbei, schmückt das wunderschöne Blattwerk als idealer Bodendecker und Lückenfüller den Garten. Christrosen können wunderbar mit Zwiebelgewächsen wie zum Beispiel Tulpen (Tulipa), Schneeglöcklein (Galanthus) oder Krokus (Crocus) sowie mit anderen Stauden wie zum Beispiel Storchschnabel (Geranium), Frauenmantel (Alchemilla mollis), Akelei (Aquilegia) oder Silberkerze (Cimicifuga) kombiniert werden. Sie wirken vor allem in Gruppen oder leicht verstreut als Unterbepflanzung von Sträuchern oder Bäumen wunderbar. Ihre Blüten kommen dort, bevor die Gehölze treiben, gut zur Geltung. Gehölze, die sich mit der Staude gut kombinieren lassen sind zum Beispiel Blumenhartriegel (Cornus), Kornelkirsche (Cornus mas), Zaubernuss (Hamamelis mollis) oder alle Arten von Schneebällen (Viburnum).
Auch im Topf vielleicht noch mit Frühjahrblühern ausgarniert, sieht die Christrose als Türsteher oder Balkonschmuck sehr hübsch aus. Auch in der Floristik kann die Christrose vielseitig verwendet werden.

Pflege

Einmal gut angewachsen braucht die Christrose kaum mehr Pflege. Sie ist hart im Nehmen. Ihre Blüten überstehen selbst kräftige Fröste, und Trockenperioden im Sommer machen ihr nichts aus.
Wichtig ist jedoch, dass eine Bodenbedeckung aus Laub, frischem Kompost oder gehäckseltem Gartenmaterial ganzjährlich auf der Staude liegt. So wird der Boden durch die Regenwürmer perfekt durchlüftet und gleichzeitig mit frischen Nährstoffen versorgt. Mit dieser leichten Pflege werden die Horste jedes Jahr grösser, kräftiger und blühwilliger.
Bei Topfkulturen muss der Wurzelballen vor dem zu starken Durchfrieren geschützt werden, indem das Gefäss eingepackt und an einem geschützten Ort überwintert wird.

Namensgebung

Zahlreiche volkstümliche Namen wie Christrose, Schneerose oder schwarzer Nieswurz deuten auf eine mythologische Tradition hin.
Der volkstümliche Name "Schneerose" bezieht sich auf die extrem frühe Blütezeit, "Christrose" hingegen auf die Tradition, sie so zu kultivieren, dass sich die Blüten bereits an Weihnachten entfalten. Dazu gibt es noch eine hübsche Erzählung:
Auf dem Weg nach Bethlehem trug einer der Hirten kein Geschenk bei sich. Weil er nichts besass und zur kalten Winterzeit auch keine Blumen fand, weinte er bitterlich. Es fielen Tränen auf die Erde, und aus ihnen entsprossen Blüten so schön wie Rosen. Glückselig überbrachte der Hirte die "Christ-Rose" als Geschenk dem Jesus-Kind.
Auch der Name "schwarzer Nieswurz" ist gebräuchlich und weist auf die Verwendung als Niespulver wie auch auf das schwarze Rhizom hin.

Um die Christrose ranken sich verschiedene Legenden:
Der griechische Hirte Melampus soll es gewesen sein, der die wohltuenden, abführenden Eigenschaften der Christrose entdeckte, als er Tiere hütete. Er gab seine Erkenntnisse an die Schüler des Hippokrates weiter.

Die griechische Mythologie bestätigt den Ruf des Melampus. Proteus, der alte Meergott, hatte grosse seherische Fähigkeiten und die Gabe, sich zu verwandeln. So konnte er das Aussehen von verschiedenen Tieren annehmen, um Feinden zu entkommen. Diese ständigen Verwandlungen hatten seine Töchter geistig so verwirrt, sodass sie sich für Kühe hielten. Erst Melampus konnte den Wahnsinn der Töchter heilen. Als Dank gab ihm Proteus eine seiner Töchter.

In neueren Untersuchungen gelten Nieswurze als ein ausgezeichnetes Mittel gegen den Wahnsinn. Diese therapeutischen Eigenschaften waren aber offensichtlich schon den Griechen bekannt, wie die Legende von der Heilung der Töchter von Proteus beweist. Grundsätzlich symbolisiert die Christrose die Erlösung von der Angst.

Helleborus niger 
Helleborus niger
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