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Kaiserkrone – Fritillaria imperialis

Die Kaiserkrone gehört zu den ausdrucksstärksten Liliengewächsen und ist ein Klassiker der Frühjahrs-Zwiebelblüher. Schon seit Anfang des 16. Jahrhunderts verschönern ihre majestätischen Blütenstände die Gärten, wo sie eine wahre Zierde sind.

Herkunft

Die Kaiserkrone (Fritillaria imperialis) ist eine Pflanzenart, die zur Familie der Liliengewächse (Liliaceae) gehört. In ihrer Heimat, sprich der südöstlichen Türkei, im nördlichen Irak, im westlichen wie auch südlichen Iran, in Afghanistan, sowie in Pakistan und Kaschmir besiedelt die Pflanze vor allem steinige Hänge und ist in Gebüschen in Höhenlagen von 1250 bis 3000 Metern zu finden.
Auch Namen wie Königskrone, Königslilie oder Kronblume werden für das Liliengewächs verwendet.
Aus Persien beziehungsweise dem Orient ist die Kaiserkrone schon im 16. Jahrhundert in die europäischen Gärten eingezogen und wurde sogleich auch zum Kunstmotiv.
Um die Entstehung der wunderschönen Pflanze ranken sich verschiedene Sagen. In einer Sage spielt Jesus die Hauptrolle:
Die Kaiserkrone war eine von vielen Pflanzen im Garten von Gethsemane auf dem Ölberg, wo Jesus nach dem Verrat von Judas verhaftet wurde. Zu dieser Zeit waren die Blüten der Kaiserkrone noch weiss. Aus Mitleid senkten alle Pflanzen ihre Köpfe, nur die stolze Kaiserkrone blieb aufrecht. Als Jesus sie dafür tadelte, senkte auch sie ihr Haupt, errötete vor Scham. Tränen fielen aus der Blüte. 

Aussehen

Die Kaiserkrone ist eine ausdauernde, krautige Pflanze, die eine Wuchshöhe von 70 bis 80 cm erreicht. Als Geophyt besitzt die Pflanze eine Zwiebel als Überdauerungsorgan. Die Zwiebel der Kaiserkrone verströmt einen auffallenden, strengen Geruch, der anscheinend Wühlmäuse abschrecken soll.
Ihr kräftiger und absolut gerader Blütenstängel ist bis über seine untere Hälfte mit lanzettlichen Blättern bewachsen. Im letzten Drittel des Stängels befinden sich keine Blätter, sodass die farbige Blüte am Ende des Stängels einen kronigen Auftritt hat.
Die intensiv gefärbten Blüten erscheinen von April bis Mai, je nach Sorte in gelber, oranger oder roter Farbe. Sie sondern grosse Nektartropfen ab, ein Festessen für Bienen und Schmetterlinge. Die Blüten stehen nicht aufrecht in die Höhe, sondern sind nach unten gerichtet, wie eine Krone auf einem Stiel. Und über der Krone ist auch noch nicht Schluss, sondern dort wächst ein eleganter Laubblattschopf. Die Kaiserkrone ist in allen Pflanzenteilen für den Menschen giftig und sollte demzufolge nicht in Reichweite von kleinen Kindern gepflanzt werden.

Standort und Verwendung

Die Zwiebeln der Kaiserkronen werden wie alle Stauden am besten im Herbst gepflanzt, damit sie sich über den Winter einwurzeln können. Gesetzt wird die Zwiebel 15 bis 20 cm tief und zwar an einem sonnigen bis halbschattigen Standort in normalen, durchlässigen Gartenboden. Der Abstand zwischen den einzelnen Zwiebeln beträgt mindestens 20 bis 30 cm. Wenn die Kaiserkrone im Topf angeboten wird, dann kann die Pflanzzeit von März bis Oktober sein.Von Vorteil ist ein windgeschützter Standort, da die Kaiserkrone mit ihrem langen Blütenstängel in exponierter Lage sehr empfindlich und unstabil ist.
Die Zwiebelpflanze wird gerne in Rabatten und Staudenbeeten verwendet. Als alte Gartenpflanze des Orients hat sie auch noch heute ihre Attraktivität nicht verloren.
Sie kann sehr gut einzeln gepflanzt werden. Mit ihrer Grösse fällt sie überall auf.
In grossen Gruppen gepflanzt, ist die Kaiserkrone vor einem dunklen Nadelgehölzhintergrund sehr dekorativ. Zwischen Primelteppichen (Primula) oder Blausterneteppichen (Scilla) wirkt die klassische Bauerngartenpflanze auch sehr gut.
Zur gleichen Gattung wie die Kaiserkrone gehört auch die Schachbrettblume, auch Perlhuhn-Schachblume genannt (Fritillaria meleagris), welche zur gleichen Zeit von April bis Mai blüht. Sie wird jedoch nur 25 bis 30 m hoch und zeichnet sich aus durch zierlich nickende, braune und weisse Glockenblüten mit schachbrettartigem Würfelmuster. Sie bevorzugen gleiche Standorte wie die Kaiserkrone und können mit dieser und weiteren Frühjahrsblühern sehr gut kombiniert werden.

Pflege

Am richtigen Standort gepflanzt ist die Kaiserkrone sehr pflegeleicht.
Nach dem Verblühen der Blüte soll das Laub der Kaiserkrone stehen gelassen werden und erst, wenn das Laub braun ist oder im nächsten Frühjahr kurz vor dem Austrieb, entfernt werden. Denn aus dem Laub zieht die Zwiebelpflanze Nährstoffe ein, die sie während der kalten Jahreszeit braucht.
Mit den tiefen Temperaturen hat die Pflanze keine Probleme. Sie ist winterhart.
Im Frühjahr kurz nach dem Austrieb sowie im Sommer nach der Blüte empfiehlt es sich, die Kaiserkrone zu düngen, in dem Sie zum Beispiel verrotteten Mist oder reifen Kompost verwenden.
Welke Blütenstände dürfen ohne weiteres abgeschnitten werden. Tragen Sie beim Schneiden der Kaiserkrone immer Gartenhandschuhe und waschen Sie danach die Hände und das Werkzeug, denn die Pflanze ist in allen Teilen giftig.

Die gelbe Kaiserkrone bringt viel Licht in den Garten. Sie kann in eine Rabatte gestreut oder auch als Pulk gepflanzt werden. 
Die gelbe Kaiserkrone bringt viel Licht in den Garten. Sie kann in eine Rabatte gestreut oder auch als Pulk gepflanzt werden.
Die in Büscheln hängenden Blüten erscheinen von April bis Mai und sind ein echter Hingucker. 
Die in Büscheln hängenden Blüten erscheinen von April bis Mai und sind ein echter Hingucker.
Die Kaiserkrone (Frittillaria imperialis) gibt es auch mit orangeroten Blüten. 
Die Kaiserkrone (Frittillaria imperialis) gibt es auch mit orangeroten Blüten.
Die Schachbrettblume, auch Perlhuhn-Schachblume genannt, (Fritillaria meleagris) gehört zur gleichen Gruppe wie die Kaiserblume. Sie ist im Jura einheimisch.  
Die Schachbrettblume, auch Perlhuhn-Schachblume genannt, (Fritillaria meleagris) gehört zur gleichen Gruppe wie die Kaiserblume. Sie ist im Jura einheimisch.
Durch die leuchtend orangerote Farbe kommt diese Kaiserkrone im Garten sehr gut zur Geltung.  
Durch die leuchtend orangerote Farbe kommt diese Kaiserkrone im Garten sehr gut zur Geltung.

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