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Rosenapfel-Rosen-oder-Apfel

Im Herbst, wenn die Rosensträucher ihre Blätter langsam fallen lassen, stechen die haarigen zotteligen Gallen an den Zweigen von Rosen ins Auge. Diese dekorativen Rosengallen, auch Rosenapfel, Schlafapfel oder Bedeguare genannt, werden durch ein winzig kleines, unscheinbares Insekt, die Rosengallwespe (Diplolepis rosae) verursacht. Den Namen Schlafapfel erhielten sie durch den Glauben im Mittelalter, dass die Gallen eine schlaffördernde Wirkung hätten. Die zotteligen Äpfel wurden dazu für die Nacht unters Kopfkissen gelegt!
An der Pflanze können die Rosengallen eigentlich keinen grossen Schaden anrichten. Sie sehen sogar richtig hübsch aus und machen eine gute Gattung in Blumensträussen! Auch Floristen-Profis verwenden gerne Äste mit Rosenäpfeln für Dekorationen und Gestecke.

Schadbild und Ursache

Das Schadbild zeigt sich an den Zweigen, Knospen oder Blätter von Rosensträuchern. Dort bilden sich haarige, fein zergliederte Auswüchse, sogenannte Gallen. Eine Galle ist eine Formveränderung bei Pflanzen, die durch Organismen wie Viren, Bakterien, Insekten usw. hervorgerufen wird. Sie bietet dem Lebewesen Obdach und Nahrung.
Die Rosenäpfel sind im Frühsommer ungefähr baumnussgross und können gegen Ende August auf 7 – 10 cm anwachsen! Sie sind rund und grün, gelblich oder rötlich. Im Innern befindet sich eine harte, verholzte Galle, welche in mehrere Kammern geteilt ist. In jeder dieser Kammer sitzt eine kleine Larve. Hier finden wir den wahren Verursacher; die Larven der Rosengallwespe!
Die Wespen selbst sind sehr unscheinbar, was nicht erstaunt bei einer Körperlänge von nur 4 – 6 mm! Ihr Körper ist dunkel, aber der Hinterleib ist satt rot gefärbt mit einem auffälligen Stachel. Dieser wird für die Eiablage im Frühjahr benötigt. Die Flugphase dieser Insekten ist im Mai: In dieser Zeit legen die Weibchen Eier auf Blätter, Zweige und Knospen. Die schlüpfenden, weisslichen Larven besitzen schon die Grösse der Wespen, was natürlich immer noch winzig ist. Die Larven scheiden ein Sekret aus, das an den Rosen eben diese Wucherungen hervorrufen, die Rosenäpfel genannt werden. Um die Larve herum bildet sich eine Kammer, die ihr Schutz bietet und eine gute Nahrungsquelle darstellt. Es können sich bis zu 60 Tierchen in einer Galle tummeln!
Erst Ende Sommer/Anfang Herbst, wenn der Schlafapfel schon angedorrt ist, verpuppt sich die Larve und verbringt den Winter in ihrer Kammer schlafend als Puppe. In dieser Zeit findet die Umwandlung von der Larve zum Insekt statt. Im Frühjahr erwachen die Lebensgeister der Rosengallwespe von neuem und sie frisst sich erst durch die harte Galle, um sich danach durch den zotteligen Wuschelkopf ins Freie zu kämpfen. Dies ist der Start der neuen Flugphase und der Zyklus beginnt von vorn.

Wirtspflanzen

Wie der Name schon andeutet, haben sich die Rosengallwespen auf Rosen spezialisiert. Auch innerhalb der Rosen haben sie vorlieben; so werden vermehrt Wildformen, wie z.B. die Hundsrose (Rosa canina) oder Schottische Zaunrose (Rosa rubiginosa), befallen. Edel- und Beetrosen sowie Bodendecker-Rosen werden meist verschont.

Bekämpfung oder was kann ich tun?

Da die Wucherungen, welche die Rosengallwespe verursacht, keine echte Schadwirkung auf die Pflanze haben, erübrigt sich eine Bekämpfung grösstenteils. Bei vermehrtem Auftreten wird die Pflanze stark gestresst und im Wachstum beeinträchtigt. Es empfiehlt sich deshalb bei einem extremen Befall, die Gallen zu entfernen und zu vernichten, z.B. zu verbrennen. Dadurch wird die Gefahr eines erneuten Befalls im Frühjahr verringert. Man kann die Rosengallen einzeln ablesen oder ganze Triebe etwas zurückschneiden. Somit muss die Rosengallwespe meist nicht weiter bekämpft werden.
Sollte der Schaden dennoch überhand nehmen, ist es möglich im Frühjahr nach dem Schlüpfen der Larven (Juni/Juli) mit einem Pflanzenschutzmittel zu spritzen. Verschiedene Mittel sind im Handel erhältlich. Erkunden Sie sich dazu am besten in unseren Gartencentern.

Schlafäpfel

Im Mittelalter wurde den Schlafäpfel und Larven eine heilende Wirkung nachgesagt. Sie sollen bei Schlafstörungen helfen und eine ruhige erholsame Nacht ermöglichen. Dazu mussten die Gallen eingesammelt und unters Kopfkissen gelegt werden. Daher kommt auch der Name Schlafapfel
Ein anderer Name für die Rosengalle ist Bedeguare. Dieser Name ist aus dem Persischen "badawar" = "windgeboren" abgeleitet. Früher, als die genauen Ursachen noch nicht bekannt waren, glaubten die Menschen die dekorativen Wuschelköpfe an den Rosen entstehen aus dem Nichts; aus der Luft.

Rosenapfel 
Rosenapfel
Rosenapfel im Winter 
Rosenapfel im Winter

Restaurant Botanica

Ein besonderes Highlight ist das spezielle Ambiente! Wie eine Perle liegt das Restaurant BOTANICA direkt beim Schaugarten – ein ideales Umfeld für Festlichkeiten wie Hochzeiten, Geburtstage und Jubiläen.

 

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