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Gefrässige Dickmaulrüssler

Anders als andere Käfer ist der Gefurchte Dickmaulrüssler (Otorrhynchus sulcatus) in seinem Speiseplan nicht wählerisch. Der flugunfähige, 7 – 12 Millimeter grosse Käfer macht sich auf seinem nächtlichen Streifzügen über viele Gartenpflanzen her. Seine Spuren sind in Form von halbrunden Frassspuren an den Blatträndern sichtbar. Das sieht zwar nicht schön aus, schadet aber der Pflanze nur wenig.
Grossen Schaden richten hingegen die Larven des Dickmaulrüsslers an, die Wurzeln, Knollen und Rhizome abfressen und damit die Pflanzen zum Welken oder gar Absterben bringen. Die wirkungsvollste Bekämpfung erfolgt mit spezifischen Nematoden – auch Fadenwürmer oder Aelchen genannt – zwischen April bis Juni und in den Monaten September und Oktober.

Vorkommen und Schadspuren

Tagsüber ruhen die Dickmaulrüssler gut getarnt im Laub, in der obersten Erdschicht oder im Mulch. An warmen Abenden werden sie aktiv und machen sich über zahlreiche Gartenpflanzen her – und ihr Speisezettel ist lang. Rhododendron, Farne, Kirschlorbeer (Prunus laurocerasus), Primeln (Primula), Spindelstrauch (Euonymus), Eiben (Taxus), Prachtspiere (Astilben) und Bergenien gehören zu ihren Favoriten, aber grundsätzlich fressen sie fast alles. Die Käfer hinterlassen an den Blatträndern halbrunde Frassspuren, aber niemals Löcher in den Blättern.
Gegen Ende Mai schlüpfen die Käfer aus und beginnen ihre nächtliche Tätigkeit. Sind an den Pflanzen erste Frassspuren sichtbar, so ist es sinnvoll in der Nähe dieser Pflanzen einige Holzbretter auszulegen. Die Käfer verkriechen sich tagsüber darunter und können so gut gesammelt und vernichtet werden. Es ist allerdings schwierig, sämtliche Käfer zu finden. Mit dem Einsammeln wird lediglich die Zahl der Dickmaulrüssler reduziert. Das Gleiche gilt für das nächtliche Ablesen von Hand unter Mithilfe einer Taschenlampe.
Jeder weibliche Käfer legt zwischen Juni und August ca. 1000 Eier in die Erde ab. Nach kurzer Zeit entwickeln sich daraus gefrässige, weissliche Larven. Sie fressen Teile der Wurzeln, Knollen und Rhizome und bringen dadurch Pflanzen zum Welken oder gar Absterben. Die Dickmaulrüssler-Larven richten – im Gegensatz zu den ausgewachsenen Käfern – grossen Schaden an, deshalb ist eine gezielte Bekämpfung wichtig. Nur gerade in der kalten Jahreszeit stellen die Larven ihre Frasstätigkeit ein. Ansonsten nagen Larven verschiedener Altersstadien fleissig an den Wurzeln und sind – mangels Achtsamkeit – ohne weiteres in der Lage ganze Staudenbeete zu schädigen.

Bekämpfung

Die beste Bekämpfung erfolgt mit spezifischen Nematoden (Meginem(R) Pro), die sich in den Dickmaulrüssler-Larven einnisten und ein Bakterium freisetzen, das sich schnell vermehrt. Das führt zur rötlichen Verfärbung der Larven und zum baldigen Tod.
Andere Bodenlebewesen nehmen bei dieser Behandlung keinen Schaden. Der Einsatz der Nematoden (Heterorhabditis)  erfolgt zielgerichtet nur auf die Dickmaulrüssler-Larven. Die Behandlung sollte zwischen April und Mai und zwischen September und Oktober bei bedecktem Wetter oder abends erfolgen. Bei starkem Sonnenlicht und grosser Hitze würden die Nematoden absterben. Der Boden sollte gut feucht sein und eine Temperatur von mindestens 14 Grad aufweisen. Nach der Behandlung solle der Boden während mindestens 10 Tagen feucht sein. Nur so können sich die Nematoden im Boden fortbewegen.
Es ist die wirksamste biologische Bekämpfung des Dickmaulrüsslers und absolut frei von negativen Nebenerscheinungen.
Die Nematoden erhalten Sie gut verpackt und abgestimmt auf die zu behandelnde Grösse der Fläche in den Hauenstein Gartencentern. Man gibt den Inhalt der Packung in eine Giesskanne, rührt um und giesst damit die befallene Fläche. Der Boden muss in den folgenden zwei Wochen weiterhin sehr gut feucht gehalten werden, damit die Nematoden aktiv bleiben können. Bei Trockenheit können sie sich nicht verbreiten oder gehen sogar ein.

Eine weitere Methode ist die Anwendung von ColeoStop, welches die Frassschäden und die Eiablage reduziert. Dabei wird ein Brett (9,5 cm x 13 cm) ausgelegt. Auf der Unterseite des Brettes sind in Rillen die Nematoden (Steinernema carpocaspsae) und Gel eingefüllt. Der Dickmaulrüssslerkäfer zieht sich durch den Tag unter das Brett zurück. Dabei wird er durch die Nematoden parasitiert, zieht sich zurück und stirbt ab.
Das Brett wird mit den Rillen nach unten an befallenen Stellen auf den Boden gelegt. Von Vorteil sind feuchte und schattige Orte. Der Anwendungszeitpunkt ist von Mai bis August. Die Bodentemperatur sollte 12 - 30 Grad betragen. 

Was aber, wenn die Behandlung nicht erfolgreich ist?

  • Möglicherweise wurden nicht alle Dickmaulrüssler-Larven erfasst. Die Larven befinden sich nicht nur an den Pflanzen, die Frassschäden aufweisen. Die Behandlung muss eventuell wiederholt werden. Unbedingt ganze befallene Fläche giessen.
  • Die Käfer sind aus Nachbars Garten zugewandert. Empfehlen Sie Ihren Nachbarn die Nematoden-Kur.
  • Auch Töpfe und Kisten behandeln, da Dickmaulrüssler-Larven unter Umständen darin überwintert haben.

Die Behandlung mit den Nematoden ist für den Menschen, für Haustiere und Pflanzen absolut ungefährlich. Weitere Informationen: www.biocontrol.ch

Zu den natürlichen Feinden der Dickmaulrüssler gehören die Spitzmaus und der Igel. Wenn im Garten günstige Bedingungen für diese Nützlinge in Form von Asthaufen und anderen Schlupfwinkeln geschaffen werden, wird der Dickmaulrüssler möglicherweise gar nie zu einem Problem.
Ein weiteres natürliches Mittel wird in einem Buch über altes Gärtnerwissen empfohlen: Das Giessen mit Wermut-Jauche (verdünnt im Verhältnis 1:10) soll neben den Dickmaulrüssler-Larven auch Schnecken und Ameisen abhalten. Der Versuch scheint einfach und vielleicht auch erfolgreich.

Schadbild an einem Rhododendron
Foto: ACW 
Schadbild an einem Rhododendron
Foto: ACW
Larven des Dickmaulrüsslers
Foto: ACW 
Larven des Dickmaulrüsslers
Foto: ACW
Schaden an der Wurzel
Foto: ACW 
Schaden an der Wurzel
Foto: ACW
Der Dickmaulrüssler
Foto: ACW 
Der Dickmaulrüssler
Foto: ACW
Juniperus scopulorum 'Blue Arrow'
Foto: ACW 
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Foto: ACW

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