Der Oleander gehört zu den beliebtesten mediterranen Kübelpflanzen, denn er bringt südliches Feriengefühl auf Terrasse, Balkon und in den Garten. In den Ländern rund um das Mittelmeer säumt er Strassen, Plätze und Promenaden. In unseren Breitengraden wird er als Kübelpflanze kultiviert und begeistert Jahr für Jahr mit seiner aussergewöhnlichen, üppigen Blütenpracht.
Der Oleander, botanisch Nerium oleander, stammt ursprünglich aus dem Mittelmeerraum sowie aus Teilen Vorderasiens. Dort wächst er bevorzugt entlang von Flussläufen und in trockenen, sonnigen Regionen.
Bereits in der Antike wurde er als Zierpflanze geschätzt und fand seinen Platz in den Gärten wohlhabender Familien. Bis heute gilt der Oleander als Sinnbild mediterraner Gartenkultur und steht für Leichtigkeit, Sommer und Lebensfreude.
Während der warmen Jahreszeit fühlt sich der Oleander im Freien am wohlsten. Ideal ist ein sonniger, warmer und möglichst geschützter Standort. Je mehr Sonne die Pflanze erhält, desto reicher fällt die Blüte aus. Oleander blühen von Juni bis weit in den Herbst hinein. Je nach Sorte sind die Blüten Weiss, Rosa, Rot oder Gelb/Apricot.
Oleander zählt zu den pflegeleichten Kübelpflanzen. Während der Wachstums- und Blütezeit benötigt er regelmässig Wasser. An heissen Sommertagen kann tägliches Giessen erforderlich sein. Im Gegensatz zu vielen anderen Kübelpflanzen verträgt der Oleander sogar kurzfristig etwas Wasser im Untersetzer.
Damit die Pflanze ihre enorme Blühkraft entfalten kann, sollte sie von Frühling bis Spätsommer regelmässig gedüngt werden. Verblühte Blütenstände werden idealerweise erst entfernt, wenn die gesamte Dolde verblüht ist, da sich darunter häufig bereits neue Knospen entwickeln.
Ein regelmässiger Rückschnitt ist nicht zwingend notwendig. Werden einzelne Triebe zu lang oder die Pflanze mit den Jahren zu gross, kann sie nach der Blüte vorsichtig in Form gebracht werden. Ein zu starker Rückschnitt kann die Blütenbildung im folgenden Jahr beeinträchtigen, da der Oleander seine Blütenknospen bereits im Vorjahr anlegt.
Da der Oleander nicht frosthart ist, muss er vor den ersten stärkeren Frösten in ein geeignetes Winterquartier gebracht werden. Ideal sind helle und kühle Räume mit Temperaturen zwischen zwei und zehn Grad. Während der Winterruhe wird nur sparsam gegossen. Der Wurzelballen sollte nicht vollständig austrocknen, Staunässe ist jedoch zu vermeiden.
Im Frühling wird der Oleander wieder nach draussen gestellt. Damit sich die Blätter langsam an die intensivere Sonneneinstrahlung gewöhnen können, empfiehlt sich zunächst ein geschützter Standort, bevor die Pflanze ihren Platz an der vollen Sonne einnimmt.
Juni bis September
Im Kübel meist zwischen 1 und 3 Meter, in freier Natur bis zu 6 Meter
Vollsonnig, heiss und möglichst wind- und regengeschützt

