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Fruchtbaren Boden pflegen und erhalten

Die Natur brauchte tausende von Jahren, um unsere heutigen Gartenböden zu schaffen. Umso mehr liegt es an uns, mit der richtigen Grundhaltung dem Boden Sorge zu tragen, ihn zu erhalten und zu pflegen. Dazu gehören unter anderem die naturgemässe Bodenbearbeitung sowie eine umweltschonende Düngung des Gartenbodens.
Lesen Sie im folgenden Artikel mehr über fruchtbaren Boden, dessen Werte und Funktionen. Mit der richtigen Pflege und natürlichen Mitteln ist es ein Einfaches, Ihren fruchtbaren Gartenboden zu erhalten.

Bodenbildung

Das Ausgangsmaterial für die Bodenbildung ist festes oder lockeres, mineralisches Gestein. Dieses entsteht entweder durch Erstarrung von Magma (Magmatisches Gestein, z.B. Bimsstein), durch Umwandlung von Gesteinen mit Druck und Temperatur (Metamorphes Gestein, z.B. Granit) oder durch Ablagerungen von Materialien (Sedimentgestein, z.B. Kalkstein). Mittels physikalischen und chemischen Verwitterungsprozessen wird das Ausgangsgestein langsam zerkleinert und zu Feingestein. Mit der Tätigkeit von Pflanzen, Tieren und Mikroorganismen (biologische Verwitterung) entsteht schliesslich der wertvolle Humus. Zum Beispiel nimmt der Regenwurm neben organischen Teilen wie Grashalmen, Laub oder Kompost auch Sand- und Tonkörnchen auf und scheidet alles, gut vermischt, als fruchtbaren Wurmkot wieder aus. Mehr zum Regenwurm und seinem Beitrag zur Humusbildung können Sie in diesem Artikel lesen

Lebensgrundlage Boden

Der Boden bringt Samen zum Keimen, ernährt die Pflanzen und gibt ihnen Halt. Er bietet aber auch Lebensraum für unzählige Bakterien, Pilze, Würmer und Käfer, die über Jahrtausende mithalfen, einen stabilen, nährstoffreichen Boden aufzubauen. Die Tiere und Mikroorganismen leisten aber auch einen grossen Beitrag zur Erhaltung des Bodens. Deswegen gilt es, dem Boden Sorge zu tragen. Er ist sehr empfindlich und sensibel. 

Gartenböden können sehr schnell verletzt werden wie zum Beispiel durch intensives Bearbeiten. Dies kann zu Verdichtungen und Verschlämmungen des Bodens führen aber auch zu Bodenerosionen durch Wasser oder Wind. Auch Pestizidrückstände von Pflanzenschutzmitteln sowie Rückstände von chemischen Düngungen beeinträchtigen den Boden und schwächen die wichtigen Bodenorganismen. Leider sind viele Hausgartenböden überdüngt.
Nur auf einem gesunden Boden wachsen Pflanzen kräftig und vital heran. Der Boden sollte schonend gepflegt werden. Eine angepasste, biologische Düngung fördert die ausgewogene Pflanzenernährung.

Merkmale eines fruchtbaren Bodens

Ein fruchtbarer Boden besitzt eine grosse Zahl verschiedenster, aktiver Bodenorganismen. Er zeichnet sich aus durch eine humusreiche, krümelige und lockere Struktur und lässt sich leicht bearbeiten. Der gesunde Boden nimmt das Regenwasser gut auf und ist robust gegenüber Verschlämmung und Erosion.

Er kann Pflanzen ausreichend mit Nährstoffen, Wasser und Luft versorgen und ermöglicht so ein vitales Pflanzenwachstum. Dies hat auch Auswirkungen auf die Qualität des angebauten Gemüses, der Beeren oder dem Obst, die auf einem fruchtbaren Boden über Generationen gesunde und ertragsreiche Ernten für Mensch und Tier produzieren.
Nicht zuletzt verhilft uns ein gesunder Boden durch seine Filtertätigkeit zu sauberem Grundwasser und ist ein effizienter Speicher für Nährstoffe und CO2 (Kohlenstoffdioxid).
Bodenfruchtbarkeit ist hauptsächlich das Ergebnis biologischer Prozesse, nicht chemischer Nährstoffe (Dünger). Ein fruchtbarer Boden verhält sich aktiv im Austausch mit den Pflanzen. Er strukturiert sich selbst und ist regenerationsfähig.

Boden bearbeiten, abdecken und natürlich düngen

Ein fruchtbarer Boden kann durch sorgfältige Pflege, ausgewogene Düngung und sehr zurückhaltenden Einsatz von Pflanzenschutzmitteln erhalten werden.
Grundsätzlich tragen die Bodenlebewesen dazu bei, dass die Erde krümelig und locker bleibt. Es genügt also, wenn man im Frühling mit dem Kräuel die Bodenoberfläche lockert oder mit der Grabgabel einsticht und diese ein wenig hin und her bewegt. Nur bei schweren Tonböden oder grossem Unkrautdruck ist im Spätherbst oder Frühjahr ein Umgraben notwendig.
Im Frühjahr bis Herbst empfiehlt es sich eine dünne Schicht aus Mulch oder Kompost auf dem nicht bewachsenen Gartenboden und zwischen den Pflanzen auszubringen. Das bedecken des Bodens mit organischem Material schafft günstige Bedingungen für Würmer und andere nützliche Bodenorganismen. Gleichzeitig schützt die Schicht den Boden vor Regen, Schnee, Sonne und Wind. Er trocknet weniger aus und bleibt im Sommer länger feucht. Die Krustenbildung wird verhindert und die Verunkrautung gehemmt. Wenn das organische Material verrottet ist, so kann die Mulch- oder Kompostschicht erneuert werden. Brachliegende Beete können im Winter mit einer Schicht Laub oder Tannenreisig bedeckt werden.
Die Saat von Gründüngung kann als natürliche Methode zur Bodenbedeckung und -verbesserung verwendet werden. Sie lässt sich das ganze Jahr über einsetzen, schliesst im Garten immer wieder Lücken zwischen den Kulturen und hilft, zu jeder Jahreszeit brach liegende Flächen zu verhindern.
Mehr Informationen zu Gründüngung, deren Verwendung und Vorteile finden Sie in diesem Artikel.
Alternativ zur Gründüngung kann auch mit natürlichen Produkten wie zum Beispiel reifem Kompost, Kaninchenmist, Hühnermist aus Bodenhaltung oder Pferde- und Rindermist dem Boden Nährstoff zugeführt werden. Anfang August bis zum kommenden Frühjahr sollte kein Dünger mehr ausgebracht werden. Während dieser Jahreszeit sind die Pflanzen in der sogenannten Vegetationsruhe. Die Pflanzen zeigen keinerlei Wachstum, Blühaktivität und Fruchtbildung. Demzufolge brauchen sie auch nur wenige Nährstoffe, und von denen sind genügend im Gartenboden vorhanden.
Nicht alle Kulturen brauchen die gleiche Menge Dünger. Zum Beispiel brauchen 100 m2 produktive Gartenfläche (Gemischtanbau: Gemüse, Beeren, Schnittblumen) 8 kg Volldünger. Anstelle der Verwendung von Volldünger kann 1 Karette (60 l) Kaninchenmist 2 kg Volldünger ersetzen. Die fachkundigen Mitarbeitenden in den Hauenstein Gartencentern beraten Sie gerne zu diesem Thema.

Ein bekanntes Bodenlebewesen, welches positive Einflüsse auf den Boden hat, ist der Regenwurm. In einem Quadratmeter gibt es Millionen von verschiedenen Tieren und Mikroorganismen. 
Ein bekanntes Bodenlebewesen, welches positive Einflüsse auf den Boden hat, ist der Regenwurm. In einem Quadratmeter gibt es Millionen von verschiedenen Tieren und Mikroorganismen.
Vorteilhaft ist es, wenn der Boden nicht nackt ist, sondern mit Mulch bedeckt wird. Das kann Stroh- oder Holzhäcksel sein, aber auch Rasenschnitt, Laub usw. 
Vorteilhaft ist es, wenn der Boden nicht nackt ist, sondern mit Mulch bedeckt wird. Das kann Stroh- oder Holzhäcksel sein, aber auch Rasenschnitt, Laub usw.
Um einen Boden fruchtbarer zu machen, ist Kompost ein ideales Material. Dabei ist zu beachten, dass er nicht tief eingearbeitet wird. Das erledigen die grosse Schar der Bodenlebewesen. 
Um einen Boden fruchtbarer zu machen, ist Kompost ein ideales Material. Dabei ist zu beachten, dass er nicht tief eingearbeitet wird. Das erledigen die grosse Schar der Bodenlebewesen.
Der Boden kann auch mit Gründüngung verbessert werden. Dabei lockern die Wurzeln die Erde teilweise bis in tiefere Schichten. 
Der Boden kann auch mit Gründüngung verbessert werden. Dabei lockern die Wurzeln die Erde teilweise bis in tiefere Schichten.

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