Minze – Mentha

Die Minze ist definitiv ein Klassiker im Kräutergarten und wohlbekannt. Die Arten- und Sortenvielfalt der Minze ist – wie auch ihre Duft- und Geschmacksvielfalt – gross. Wie wäre es mit einem erfrischenden Getränk aus Ananasminze oder einem leckeren Eis-Coupe, dekoriert mit Schokoladenminze? Erfahren Sie im folgenden Artikel mehr über die Geschmacks- und Duftvariationen der altbekannten Minze und ergänzen Sie Ihre Küchenkräuter mit neuen Minzen-Sorten.

Die Pfefferminze, auf lateinisch Mentha piperita, ist nicht zuletzt aufgrund ihres hohen Mentholgehalts der Klassiker unter den Minzen.
Die Pfefferminze, auf lateinisch Mentha piperita, ist nicht zuletzt aufgrund ihres hohen Mentholgehalts der Klassiker unter den Minzen.

Herkunft

Die Minze (Mentha) gehört zur Familie der Lippenblütengewächse (Lamiaceae). Es sind etwa 20 bis 30 Arten der Staude bekannt, welche eine grosse Sortenvielfalt innehaben. Dies liegt daran, dass sich Minzen-Arten leicht kreuzen lassen und dadurch zahlreiche Hybriden entstehen. Es werden stetig neue Sorten gezüchtet.

Die Heimat der Minze liegt in den gemässigten Gebieten der Nordhalbkugel, in Europa, Asien und Nordamerika. Auf der Südhalbkugel, in Australien und Afrika kommen nur wenige Arten vor. In ihrer Heimat wächst die Pflanze vor allem an feuchten Standorten wie Gewässerufern, Gräben und auf feuchten Wiesen. Das Aromen-Spektrum der Arten und Sorten der Staude umfasst sowohl herbe, balsamische und scharfe wie auch Menthol-haltige oder fruchtig-frische Noten.

Aussehen

Die Minze ist eine aromatische und krautige Pflanze. Die mehrjährige winterharte Staude bildet unterirdische Ausläufer oder Rhizome und breitet sich sehr schnell aus. Der kantige Pflanzenstängel ist aufrecht bis kriechend und kann verzweigt sein. Die Minze kann je nach Art und Sorte eine Höhe von bis zu 100 cm erreichen. Die grünen Laubblätter haben meistens einen gezähnten oder gesägten Rand und eine eiförmige bis elliptische Form. Die Blüten erscheinen in weisser oder hellrosa bis purpurner Farbe. Je nach Art und Sorte sind die Blütenstände ährenartig oder zeigen sich in Form von Scheinquirlen.

Die Minze enthält ätherische Öle, vor allem Menthol, was ihr Aroma verleiht. So findet man ihr Öl in Bonbons und Zahnpasten, ihre Blätter in Tees und in afrikanischen und orientalischen Speisen. Die Minze hat auch eine heilende Wirkung, die schon lange bekannt ist. Bei Magen-Darm-Beschwerden, Kopfschmerzen, Erkältungen, Muskelschmerzen und Entzündungen im Mundraum soll die Pflanze helfen. Das ätherische Öl findet als antiseptisches, kühlendes und desinfizierendes Mittel Verwendung in der Volksmedizin.

Standort/Verwendung

Minzen-Arten mögen sonnige bis halbschattige Standorte auf frischem, nährstoffreichem und durchlässigem Gartenboden. Die Minze ist eine beliebte Staude für Kräuterbeete, Kräuterspiralen und Gefässe auf dem Balkon, der Terrasse oder der Fensterbank. Denn die Staude duftet nicht nur wunderbar, sie lässt sich auch kreativ in der Küche verarbeiten.

Mittlerweile sind durch Züchtung neben der klassischen Minze auch exotische Minzenarten und -sorten mit speziellen Aromen entstanden.

Die Pfefferminze (Mentha piperita) ist der Klassiker unter den Minzenarten. Sie wird sehr häufig im Garten, Gewürzbeet oder im Gefäss auf dem Balkon oder der Terrasse verwendet. Wegen ihres hohen Mentholgehalts und ihres pfeffrig-scharfen Aromas wird sie sehr geschätzt. Diese Minzenart hat viele neue Sorten mit den verschiedensten Aromen hervorgebracht. So gibt es zum Beispiel die Schokoladen-Minze (Mentha piperita 'Chocolate'), die Ananas-Minze (Mentha piperita 'Citrata Ananas'), die Erdbeer-Minze (Menta piperita 'Erdbeere') oder die Zitronen-Minze (Menta piperita 'Citrata Lemon').

Die Grüne Minze (Menta spicata) ist die wohl am häufigsten verwendete Minzenart. Denn Grüne Minze, auf Englisch 'Spearmint', verleiht zum Beispiel der Zahnpasta, dem Kaugummi oder Süssigkeiten den minzigen Geschmack. Von dieser Minzenart gibt es eine bekannte Sorte, die Marokkanische Minze (Mentha spicata 'Marokko'). Sie wird vor allem für Tees und Sirup verwendet. So vielfältig die Minze-Arten sind, so unterschiedlich sind auch ihre Verwendungen beim Zubereiten von Speisen oder Getränken.

Eine klassische Verwendung der Minze sind Aufgüsse von Tee. Dafür eignen sich wildwachsende Minzen, aber auch exotische Minzenarten mit speziellen Aromen. Dann kann man mit Minze Sossen, Salate oder Eierspeisen würzen. Im Sommer können erfrischende Getränke mit frisch gepflückter Minze serviert werden, denn die Minze hat auch eine kühlende Wirkung.

Von frischer oder getrockneter Minze kann man das ganze Jahr hindurch profitieren. Für das Trocknen von Minze empfiehlt es sich, die Staude im Frühsommer, also vor der Blüte, zu ernten. Dafür schneidet man die Stängel knapp über dem Boden ab, bindet sie zu kleinen Sträussen zusammen und hängt sie in einem warmen und trockenen Raum auf. Frisch kann die Minze von Juni bis Oktober verwendet werden. Die festen Blätter werden einfach von den Stielen gezupft. Minze kann auch ohne Aromaverlust eingefroren werden.

Pflege

Minzen sind sehr pflegeleichte und anspruchslose Pflanzen. In den warmen Sommermonaten sollte die Pflanze regelmässig gegossen werden. Im Herbst oder vor dem Austrieb im Frühling wird die Minze bodennah zurückgeschnitten. So treibt die Staude im Frühling wieder schön aus, und ihr Wuchs bleibt kompakt.

Damit sich die Minze nicht zu stark ausbreitet, können Wurzelausläufer von Zeit zu Zeit abgetrennt werden. Wenn die Minze im Gefäss gehalten wird, ist eine Ausbreitung nicht möglich. Hier lohnt es sich aber, die Pflanze alle zwei Jahre in frische und nährstoffreiche Erde umzutopfen. Eine Schicht aus Mulch oder Laub über der Pflanze hilft der Minze, die kalte Jahreszeit ohne Schaden zu überstehen.

Da sich Minzenarten leicht untereinander kreuzen, empfiehlt es sich, nur eine Minzenart am gewünschten Standort (im Beet oder Gefäss) zu pflanzen.

Minzenwochen in den Hauenstein-Gartencentern

In unseren Hauenstein Gartencentern ist ein grosses Sortiment an Minzen erhältlich – besuchen Sie uns uns doch während unseren Minzenwochen vom Samstag, 8. Juni, bis Samstag, 13. Juli 2024. Überzeugen Sie sich selbst von der umfangreichen Auswahl und Artenvielfalt!

Die Pfefferminze, auf lateinisch Mentha piperita, ist nicht zuletzt aufgrund ihres hohen Mentholgehalts der Klassiker unter den Minzen.
Die Pfefferminze, auf lateinisch Mentha piperita, ist nicht zuletzt aufgrund ihres hohen Mentholgehalts der Klassiker unter den Minzen.

Aussehen

Immergrün

Höhe

Sortenabhängig bis 100 cm

Standort

Sonnig bis halbschattig

Durch Züchtungen sind neben der klassischen Minze auch exotischere Minzenarten mit eigenen Aromen entstanden. Ein Beispiel dafür ist die abgebildete Mojito-Minze.
Durch Züchtungen sind neben der klassischen Minze auch exotischere Minzenarten mit eigenen Aromen entstanden. Ein Beispiel dafür ist die abgebildete Mojito-Minze.
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