Die Sterndolden (Astrantia) gehören zu den elegantesten Stauden unserer Gärten. Ihre zarten, sternförmigen Blüten wirken wie kleine Kunstwerke: Von einer Doldenmitte gehen strahlenförmig Hochblätter ab, die wie ein Kranz die Blüte umrahmen. Mit ihrer filigranen Schönheit setzen sie romantische Akzente im Staudenbeet und sind zugleich robust und pflegeleicht.
Die Gattung Astrantia umfasst etwa zehn Arten und ist in Mittel- und Südeuropa bis in den Kaukasus heimisch. Typische Standorte sind Bergwiesen, lichte Wälder und feuchte Weiden. Ihr Name leitet sich vom lateinischen „astrum“ (= Stern) ab und verweist auf die markante Sternform der Blüten.
Sterndolden sind horstartig wachsende, ausdauernde Stauden mit handförmig geteilten Blättern. Je nach Sorte erreichen sie eine Höhe von 40 bis 70 cm. Die Blütenstände bestehen aus kleinen, dicht stehenden Einzelblüten, die von einem Kranz farbiger Hochblätter umgeben sind – sie wirken wie ein leuchtender Stern. Die Farbpalette reicht von reinem Weiss über Rosa bis hin zu kräftigem Rot und Purpur. Besonders reizvoll sind zweifarbige Sorten, bei denen die Hochblätter und die Blütenmitte kontrastieren. Beliebt sind unter anderem:
Sterndolden lieben halbschattige bis sonnige Standorte auf humosen, frischen bis feuchten Böden. In der Natur wachsen sie häufig an Waldrändern oder in Gebirgslagen – im Garten gedeihen sie deshalb besonders gut in:
Sterndolden sind pflegeleicht und langlebig. Wichtig ist ein gleichmässig feuchter Boden, Staunässe sollte jedoch vermieden werden. Ein Rückschnitt nach der Hauptblüte fördert eine zweite, schwächere Nachblüte. Ältere Horste lassen sich im Frühjahr oder Herbst teilen und so vermehren. Sie sind vollkommen winterhart und brauchen keinen besonderen Schutz.
Die Sterndolde ist nicht nur ein ästhetisches Schmuckstück, sondern auch eine wertvolle Bienen- und Insektenpflanze. Ihre lange Blütezeit – von Juni bis in den September – macht sie zu einer unverzichtbaren Nektarquelle im Sommer.
Im Mittelalter wurde die Sterndolde (Astrantia major) als Heilpflanze geschätzt, etwa bei Verdauungsproblemen oder Atemwegsbeschwerden. Auch heute findet sie noch vereinzelt in der Naturheilkunde Verwendung – beispielsweise in Teemischungen zur Krampflösung oder Verdauungsförderung. Heute spielt sie in der Medizin kaum noch eine Rolle, doch als romantische Gartenstaude hat sie ihren festen Platz in vielen Gärten Europas.
Juni bis September
40–70 cm
Sonnig bis halbschattig
Frisch bis feucht, humos