Pflanzenportrait

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Zwerglebensbaum, sibirisch - Microbiota decussata
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Video: Alternative Bepflanzung von Flächen
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Indianerbanane - Asimina triloba
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Blumenzwiebeln - und der Garten blüht
Blumenzwiebeln - und der Garten blüht

Biodiversität

Die Erhaltung und nachhaltige Nutzung der Biodiversität (biologische Vielfalt, Artenvielfalt) ist die wichtigste Grundlage für das menschliche Wohlbefinden. Die grösste Gefahr für die Biodiversität auf unserer Erde ist die Zerstörung und Zerstückelung von Lebensräumen.

Auch in der Schweiz geht die Vielfalt der Lebensräume, Arten und Gene seit Jahrzehnten zurück. Zersiedelung, Intensivierung der Landwirtschaft und Trockenlegung von Feuchtgebieten haben an vielen Orten einst häufige Tier- und Pflanzenarten zum Verschwinden gebracht.
Nun liegt es an uns Garten-, Balkon- und Terrassenbesitzern unseren Beitrag zur Erhaltung der Biodiversität zu leisten. Zum Beispiel mit einheimischen, arten- und strukturreichen Gärten werden ideale Rückzugsgebiete für Tiere und Pflanzen geschaffen und somit die Biodiversität gefördert.

Was bedeutet eigentlich Biodiversität? 

Ganz einfach erklärt, bedeutet Biodiversität: Vielfalt des Lebens. Nun, was ist damit genau gemeint?
Zur Vielfalt des Lebens gehören 3 Ebenen. Die Ebene des Ökosystems beinhaltet Lebensräume wie zum Beispiel Wasser, Wald oder der alpine Raum. Zur Ebene der Arten gehören die Tiere, Pflanzen, Pilze und Mikroorganismen. Zur dritten Ebene der Gene zählt man die Rassen oder Sorten von wildlebenden und genutzten Arten.

Verlust der Biodiversität

Es gibt ein paar Hauptgründe, die als Verursacher der schweizweiten wie auch globalen Abnahme der Biodiversität zählen. Es sind folgende Faktoren:

  • Veränderung in der Landnutzung > grossflächige Abholzung von Wäldern für landwirtschaftliche Nutzung
  • Globale Klimaveränderung > Niederschlag und Temperatur
  • Hohe Stickstoffbelastung der Gewässer > vor allem durch Kunstdünger, Fäkalien und Autoabgase
  • Einführung von Neophyten (gebietsfremde Pflanzen) 
  • Konzentrationserhöhung von Kohlendioxid in der Atmosphäre

Schutz der Biodiversität für Pharmazie und Welternährung

Generell verschlechtert sich der Zustand der Biodiversität von Jahr zu Jahr. Die Biodiversität hat nicht nur eine natürliche, sondern auch eine wirtschaftliche Bedeutung insofern, dass sie als Reservoir für potenzielle Arzneiwirkstoffe dient. Der Nutzen von pflanzlichem Arzneimittel ist sehr gross. Bereits heute sind über 20'000 Pflanzenarten bekannt, die für die Produktion von Arzneimitteln relevant sind.

Über 95 % der globalen Nahrungsmittelpflanzen stammt ursprünglich aus den tropischen und subtropischen Regionen, wo die Biodiversität sehr hoch ist, also eine wichtige Ressource für die Welternährung.
Demzufolge ist es von hoher Wichtigkeit und Dringlichkeit, dass wir alles daransetzen, um die Biodiversität zu erhalten. Als geeignete Massnahmen im grossen Rahmen gelten folgende Punkte:

  • Ersatz fossiler Brennstoffe und Holz durch alternative Energiequellen, besonders in tropischen Regenwäldern
  • Vergrösserung der Schutzgebiete zur Bewahrung der Ökosysteme vor allem in den tropischen Regenwäldern
  • Erhaltung der Tier- und Pflanzenarten inklusive der Insekten etc.

Biodiversität im eigenen Garten fördern

Auch als Gartenbesitzer, ja sogar als Balkon- oder Terrassenbesitzer können Sie mit Ihrem gärtnerischen Verhalten die Biodiversität fördern und stabilisieren, indem Sie grundsätzlich naturnahes Gärtnern bevorzugen. Dazu gehört das Verwenden respektive Pflanzen von einheimischen Gehölzen und Stauden,  das Ansäen von Blumenwiesen oder das Erstellen von Kiesflächen oder Feuchtbiotopen mit entsprechenden Bepflanzungen. Auch Ansammlungen aus Holz- und Astmaterial oder Trockensteinmauern sind wertvolle Strukturen, die Tieren Unterschlupf bieten. Die Begrünung von Mauern und Dächern schafft wertvolle Lebensräume für Tiere und Insekten.
In den Hauenstein Gartencentern werden Kurse und Veranstaltungen, auch zum Thema Biodiversität (z.B. Bienenweidenpflanzen, einheimische Wildpflanzen) durchgeführt. Unser Fachpersonal in den Gartencentern gibt Ihnen gerne Auskunft über die aktuellen Kurse und Veranstaltungen. Sie können sich auch auf unserer Homepage das aktuelle Programm anschauen. Der Katalog "Wildpflanzen – einheimische Gehölze & Stauden" ist eine grosse Hilfe bei der Auswahl von einheimischen Pflanzen für den Profi wie für HobbygärtnerInnen. Sie finden ihn in den Hauenstein Gartencentern und im Internet.
Des Weiteren kann man mit dem Verzicht von chemischen Pflanzenschutzmitteln, respektive einer biologischen Alternative einen grossen Beitrag zur Biodiversität leisten.
In den warmen Monaten macht es Sinn, wenn Regenwasser für das Wässern der Pflanzflächen und Gefässen gesammelt wird. Viele Pflanzen bevorzugen nämlich das weiche Regenwasser gegenüber dem kalkhaltigen Leitungswasser.
Blumenwiesen und Wiesen sollen termingerecht und in Abhängigkeit ihrer Blütezeit gemäht werden.
Gehölze bieten Vögeln wunderbaren Schutz. Deswegen empfiehlt es sich, den Rückschnitt abschnittsweise sowie ausserhalb der Vegetationszeit, also im Herbst oder Frühjahr zu erledigen. Somit ist immer genügend Futter und Schutz für Vögel und Insekten vorhanden. Auch Blütenstände von Stauden dienen als Winterquartier von Schmetterlingen und Wildbienen und können getrost über die kalte Jahreszeit stehengelassen werden. Mit Raureif oder Schnee bestückt sind sie zudem auch noch dekorativ. Und wenn es um das Zusammennehmen des Herbstlaubes geht, dann ist der Laubbläser fehl am Platz, denn damit werden Kleintiere in Mitleidenschaft gezogen.
Bei einer Neuplanung von Wegen und Plätzen ist es förderlich für die Biodiversität, wenn möglichst durchlässige Bodenbeläge wie Kiesbeläge oder Sickersteinbeläge geplant werden, damit das Regenwasser direkt versickern kann.

Biodiversität, ein grosses Thema im 2019

Das Schweizer Radio und Fernsehen SRF startet im Frühling 2019 mit der «Mission B – für mehr Biodiversität» und möchte damit das Interesse an einer vielfältigen Natur verstärken. Es will sich dafür einsetzen, dass schweizweit mehr Biodiversitätsflächen entstehen. Das SRF wird für die Dauer von eineinhalb Jahren über Projekte berichten, welche die Vielfalt der Natur fördern. Die Beiträge werden in den Kanälen Web, Radio und Fernsehen präsentiert.

 
 

Einheimische Pflanzen im Hauenstein-Pflanzenshop

Einheimische Pflanzen können Sie in unseren Gartencentern oder direkt in unserem Pflanzenshop beziehen.

 
 

Unser Wildpflanzen-Sortiment mit Filterfunktion

Durch Auswahl von einzelnen oder mehreren Eigenschaften zum Beispiel bezüglich des Standorts oder spezieller Eigenschaften können Sie die angezeigten Pflanzen gezielt nach Ihren Wunsch-Kriterien eingrenzen.


Merkblatt Biodiversität von JardinSuisse

Merkblatt Biodiversität

Massnahmen zur Förderung der Biodiversität – Tipps für Gärtnerinnen und Gärtner.

  • Winterzauber
  • Lauberde
  • Gehölzschnitt
  • Neupflanzungen
  • Wertvolle Unordnung
  • Kleinbiotope
  • Wege und Plätze
  • Pflanzenschutz
  • Blattläuse
  • Natürliche Dünger
  • Robuste Sorten
  • Regenwasser
  • Rindenschnitzel
  • Sterile Gärten
  • Laubbläser & Co
  • Wiesen mähen
  • Wildbienen fördern
 
Die Margerithe (Leucanthemum vulgaris) dürfte jedermann bekannt sein. Auch solche Pflanzen tragen  viel zur Biodiversität bei, egal ob auf der Wiese oder im Garten. 
Die Margerithe (Leucanthemum vulgaris) dürfte jedermann bekannt sein. Auch solche Pflanzen tragen viel zur Biodiversität bei, egal ob auf der Wiese oder im Garten.
In einer natürlichen Wiese hat es eine Vielzahl an Pflanzenarten. Das macht sie so wertvoll für die Umwelt, die Tiere und Insekten. 
In einer natürlichen Wiese hat es eine Vielzahl an Pflanzenarten. Das macht sie so wertvoll für die Umwelt, die Tiere und Insekten.
Eine Magerwiese ist das Paradebeispiel betreffend Pflanzenarten. Sie kann nur auf mageren, eher trockenen Standorten entstehen. 
Eine Magerwiese ist das Paradebeispiel betreffend Pflanzenarten. Sie kann nur auf mageren, eher trockenen Standorten entstehen.
Die Kornelkirsche, auch Tierlibaum genannt (Cornus mas), blüht goldgelb bereits im März bis April. Dabei sind nicht nur die Blüten für die Insekten und Bienen wertvoll, sondern auch die glänzend roten Früchte im Herbst für die Vögel. Foto © PlantaPro 
Die Kornelkirsche, auch Tierlibaum genannt (Cornus mas), blüht goldgelb bereits im März bis April. Dabei sind nicht nur die Blüten für die Insekten und Bienen wertvoll, sondern auch die glänzend roten Früchte im Herbst für die Vögel. Foto © PlantaPro
Bei diesem Strauch sind die orangen Früchte im Herbst das Auffällige. Sie habe einen  hohen Vitamin C- und A-Gehalt. Im  Winter sind sie eine gute Vogelnahrung. 
Bei diesem Strauch sind die orangen Früchte im Herbst das Auffällige. Sie habe einen hohen Vitamin C- und A-Gehalt. Im Winter sind sie eine gute Vogelnahrung.
Die Süsskirsche, auch Vogelkirsche genannt, hat von April bis Mai weisse Blüten, die gerne von Bienen besucht werden. Im Juli reifen die schwarzroten Früchte, welche Vögeln Nahrung bieten. Foto © PlantaPro 
Die Süsskirsche, auch Vogelkirsche genannt, hat von April bis Mai weisse Blüten, die gerne von Bienen besucht werden. Im Juli reifen die schwarzroten Früchte, welche Vögeln Nahrung bieten. Foto © PlantaPro

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