Kompost – das Gold des Gartens

Das Kompostieren macht die Kreisläufe der Natur auf eindrückliche Weise erlebbar. Aus pflanzlichen Küchenresten und Grüngut aus dem Garten entsteht mit etwas Geduld und den richtigen Handgriffen wertvoller Humus für die Beete. Das Wort «Kompost» verrät bereits, worum es beim Kompostieren eigentlich geht: «Componere» ist lateinisch und heisst «zusammenlegen, zusammensetzen».

Bei Komposteinrichtungen gibt es verschiedene Modelle.
Bei Komposteinrichtungen gibt es verschiedene Modelle.

Die Mischung macht’s

Dabei kommt es auf die richtige Mischung und Struktur an. Die wichtigste Grundregel heisst: zerkleinern – mischen – feucht halten. Die Hauptarbeit können wir getrost den Millionen von Mikroorganismen überlassen. Unser Beitrag besteht vor allem darin, diesen Kleinstlebewesen optimale Lebensbedingungen zu schaffen.

Natürlicher Dünger

Durch Kompostgaben führen wir dem Boden Nährstoffe zu. Zusätzliche Düngergaben können dementsprechend reduziert oder ganz eingespart werden. Eingebrachter Kompost belebt den Boden, fördert die Wasseraufnahme und Speicherfähigkeit. Ein Boden, der über Jahre mit Kompost versorgt wurde, ist ausgesprochen fruchtbar und dankt es mit gesunden, kräftigen Pflanzen. 

Die Komposterde wird am besten Ende Winter oder im zeitigen Frühjahr verteilt. Gleichmässiges Verteilen über den zuvor gelockerten Boden ist optimal. Eine Schicht von 1 – 2 cm, bzw. 10 – 20 Liter pro m² ist ausreichend für das ganze Jahr. Ist der Anteil an groben, verholzten Bestandteilen hoch, sollte die Komposterde vor dem Verteilen gesiebt werden.

Wohin mit dem Komposthaufen?

Es lohnt sich, den Platz des Komposts sorgfältig zu wählen, denn der richtige Standort trägt wesentlich dazu bei, dass das Kompostieren zur Erfolgsstory wird. Nicht selten verbannen Gärtnernde ihren Komposthaufen in die äusserste Ecke ihres Grundstücks, ganz nach dem Motto «aus den Augen, aus dem Sinn». Warum nicht dem faszinierenden «Humusproduzenten» einen höheren Stellenwert einräumen und den Kompostplatz bewusst in die Gartengestaltung integrieren? 

Wichtig ist eine ebene Fläche, die genügend Raum bietet für die nötigen Arbeiten. Wer sich vor entstehendem «Gestank» fürchtet, sei beruhigt. Ein gut geschichteter Kompost ist nahezu geruchsneutral. Der ideale Ort liegt im Halbschatten und ist möglichst nur von der Morgensonne beschienen. Sehr gut ist die Lage unter einem Baum oder grösseren Strauch. Der Kompost wird direkt auf dem natürlichen Boden angesetzt. So können die Bodenlebewesen sich auch von unten an die Arbeit machen.

Was gehört in den Kompost?

Grundsätzlich lässt sich alles, was organischer Herkunft ist, kompostieren: Alle anfallenden Gartenstoffe, wie abgeschnittene Stauden, Laub, Rasenabschnitt (nicht zu viel aufs Mal oder zuvor getrocknet), Unkräuter (nur vor der Samenbildung und keine Wurzelunkräuter), Äste von Bäumen und Sträuchern – alles gut zerkleinert. Die Küche und der Haushalt liefern ebenfalls wertvolle Rohstoffe für den Kompost. Auch Kaffeefilter, Teebeutel oder zerdrückte Eierschalen lassen sich problemlos kompostieren. 

Fallen verhältnismässig kleine Mengen Grüngut an, wird man sie mit einer Rebschere mühelos zerkleinern können. Gutes Werkzeug zahlt sich aus! Auch ein Gertel leistet gute Dienste. Schon bei einem Garten von mittlerer Grösse lohnt sich die Anschaffung eines Häckslers, um die Arbeit zu vereinfachen.

Schicht für Schicht

Arbeitet man mit einem offenen Behälter, richtet man im Garten am besten einen Sammelplatz ein, um anfallendes Material zwischenzulagern, bevor es dann schichtweise und vermischt mit organischen Küchenresten in den Kompost kommt. Ergänzend kann man nun Urgesteinsmehl über die einzelnen Schichten stäuben oder den Verrottungsvorgang mit einem Kompoststarter fördern. Falls nötig etwas Wasser zugeben, bis alles so feucht ist wie ein ausgedrückter Schwamm. 

Sollte der Kompost zu stark austrocknen, ist eine Abdeckung empfehlenswert, die auch gleichzeitig vor starkem Regen schützt. Wer über mehrere Kompostbehälter verfügt, kann den Inhalt während der Gartensaison ab und zu umschichten, um den Verrottungsprozess zu beschleunigen.

Kompostier-Systeme

Es gibt viele verschiedene Wege, die zu guter Komposterde führen. Zu den gängigsten Systemen gehören nebst offenen Behältern aus Metall Kompostmieten, die direkt auf dem Boden aufgeschichtet werden. Ebenso sind geschlossene Holzkisten und Kunststoffbehälter erhältlich, in denen sich Wärme entwickelt, die den Prozess beschleunigt. 
Jede Methode hat ihre Vor- und Nachteile, benötigt unterschiedlich viel Platz und Arbeitsaufwand. 

Gerne beraten wir Sie persönlich vor Ort in unseren Gartencentern und finden die Lösung, die zu Ihnen und Ihrem Garten passt. Ist alles einmal aufgesetzt, fasziniert es immer wieder aufs Neue, zu beobachten, wie aus Grüngut nährstoffreicher Humus entsteht.


Bei Komposteinrichtungen gibt es verschiedene Modelle.
Bei Komposteinrichtungen gibt es verschiedene Modelle.
Rasenschnitt darf nicht in zu dicken Schichten auf den Kompost gebracht werden. Idealerweise wird er mit anderem Material gut gemischt.
Rasenschnitt darf nicht in zu dicken Schichten auf den Kompost gebracht werden. Idealerweise wird er mit anderem Material gut gemischt.
Einjähriger Kompost, fertig für den Gebrauch im Garten.
Einjähriger Kompost, fertig für den Gebrauch im Garten.

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