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Besenheide – Calluna vulgaris

Wenn die Tage immer kürzer werden und die farbenprächtige Sommerzeit sich dem Ende zuneigt, dann ist der Herbst nicht mehr weit. Vielen Menschen macht dieser Jahreszeitenwechsel zu schaffen. Dabei lässt sich die heitere Seite des Sommers im Garten, auf dem Balkon oder der Terrasse ganz unkompliziert verlängern: Herbstzeit ist Heidezeit!
Mit leuchtenden Herbstpflanzen, allen voran die Besenheide (Calluna vulgaris) bringt das Farbenmeer Fröhlichkeit in dunklere Herbsttage. Da die Besenheide frosthart ist, erfreuen ihre rosafarbenen, roten, violetten oder weissen Blüten während des gesamten Herbstes und je nach Sorte auch während der Winterzeit. Mit ihrer Blütenpracht setzt die Besenheide nicht nur auffällige Farbtupfer in die graue und laublose Natur. Sie lässt sich auch hervorragend im Kübel und Gefässen auf dem Balkon und der Terrasse verwenden. Ob solo oder mit anderen Herbstblühern als Arrangement; die Besenheide macht immer eine gute Figur.

Herkunft

Die Besenheide (Calluna vulgaris), auch Heidekraut genannt, gehört zur Familie der Heidekrautgewächse (Ericaceae). Natürlich verbreitet ist die Besenheide in ganz Europa mit Schwerpunkt in Mittel- und Nordeuropa. Im Osten kommt sie bis West-Sibirien vor. In Norddeutschland prägt das Heidekraut die Heidelandschaften (z.B. die Lüneburger Heide). Ihr Vorkommen erstreckt sich vom Flachland bis in Höhenlagen von 2700 m. Auch in der Schweiz ist die Besenheide heimisch und kommt in den Alpen sehr häufig vor.
Der wissenschaftliche Gattungsname Calluna ist wahrscheinlich vom griechischen "kalynein" abgeleitet und kann mit "schön machen, reinigen" übersetzt werden. Aus dem Wort Besenheide kann man also schliessen, dass früher die Zweige der Pflanze zur Anfertigung von Besen dienten.

Aussehen

Die Besenheide ist, je nach Sorte, ein bis 50 cm hoch werdender, reich verzweigter Kleinstrauch mit immergrünen, schuppenartigen Blättern. Er wächst relativ langsam und kann gewöhnlich ein Alter von 10 bis 15, im Einzelfall auch bis 40 Jahre erreichen.
Die Besenheide blüht vom Spätsommer bis Herbst weiss oder rosa bis purpurrot. Die nickenden Einzelblüten erscheinen dem Betrachter wie kleine Glöckchen. Diese stehen vielzählig in einem dichten und traubigen 5 bis 15 cm langen Blütenstand.
In den Blüten entsteht reichlich Nektar, aus welchem der wertvolle Heidehonig gewonnen wird. Die Frucht ist eine kugelige, ca. 2 mm dicke Kapsel.
Etwas Aussergewöhnliches im Sortiment der Besenheide sind die Knospenblüher. Die Besonderheit liegt darin, dass die Knospen dieser Sorten nie ganz aufblühen, sondern im Knospenstadium stehen bleiben. Somit können sie von Bienen und anderen Insekten nicht bestäubt werden können. Dadurch verblühen sie nicht und präsentieren perfekt als farbige Knospen bis weit in den Winter hinein. Die knospenblühenden Sorten der Besenheide sind wegen ihrer enorm langen Blütezeit ideal für Gefässe.
Ein weiterer Aspekt ist die Blattfarbe. Es gibt Sorten der Besenheide, welche das ganze Jahr eine goldgelbe Belaubung haben und sich im Herbst orange verfärben. Diese Möglichkeit sollte bei der Planung von Bepflanzungen unbedingt mitberücksichtigt werden.

Standort/Verwendung

Der Kleinstrauch gilt als Säurezeiger. Demzufolge mag die Besenheide nährstoffarme, durchlässige Böden mit einem geringen Kalkgehalt, also einen sauren Boden. Schwerer Lehmboden ist absolut ungeeignet. Optimale Lebensräume sind beispielsweise Heiden, Moore, Dünen und lichte Wälder. Zu Hause im Garten bietet ein Moorbeet oder ein Heidegarten die besten Voraussetzungen für ein gutes und gesundes Gedeihen der Besenheide. Wie ein zeitgemässes Moorbeet angelegt wird, finden sie hier.

Sonnige bis lichte Standorte werden von der Besenheide bevorzugt.
Der Kleinstrauch lässt sich gut kombinieren mit anderen Moorbeetpflanzen wie Rhododendron, Rosmarinheide (Andromeda), Scheinbeeren (Gaultheria), Erika (Erica), Besenginster (Cytisus) und Wacholder (Juniperus), aber auch mit kleinen Fichten (Picea) oder Föhren (Pinus). Ebenfalls lassen sich Ziergräser, feinere Stauden oder Blattschmuckpflanzen, Steine und bizarres Wurzelwerk gut dazu kombinieren.
Die Besenheide kann flächig, z.B. als Bodendecker oder in kleineren oder grösseren Gruppen verwendet werden. Auch einzeln in gemischten Pflanzungen, Steingärten, Gefässen und Trögen lässt sich dieser Kleinstrauch sehr gut arrangieren.

Pflege

Die Besenheide ist eine pflegeleichte Pflanze. Um diesen Kleinstrauch gesund und blühwillig zu erhalten, ist ein jährlicher Rückschnitt im Frühjahr (März-April) um etwa die Hälfte des letztjährigen Neutriebes erforderlich. Achtung: Rückschnitte bis tief ins alte Holz haben einen spärlichen Austrieb zur Folge.
Ebenfalls im Frühjahr kann, wenn nötig, mit einer sauren Dünger- oder Kompostgabe das Wachstum gefördert werden. Dabei ist zu beachten, dass für den sauerliebenden Kleinstrauch ein entsprechender Dünger (Moorbeet- oder Rhododendrondünger) verwendet wird.
Da die Besenheide einen frischen, nicht zu trockenen Boden bevorzugt, sollte sie regelmäßig gegossen werden, am besten mit Regenwasser (kalkfrei). Trockenheit erträgt die Besenheide nur über eine kurze Zeit. Sollte die Besenheide im Topf einmal völlig ausgetrocknet sein, dann muss der ganze Topf sofort in einen Eimer Wasser getaucht werden, bis keine Luftblasen mehr aufsteigen. Die Besenheide ist, ausgepflanzt und auch in Gefässen, sehr gut frosthart. Allfällige Winterschäden haben meistens Trockenheit als Ursache.

Volksglaube

In ferner Vergangenheit sah man die Heide mit ihren Hünengräbern (Gräber, bestehend aus grossen Findlingen) und den aufrechten Wacholdern als Stätten, auf denen gewaltige Schlachten geschlagen wurden. Man glaubte, dass aus dem Blut der gefallenen Kämpfer die rötlich blühende Heide hervor wuchs.
In Süddeutschland glaubt man, dass ein an der Decke aufgehängter Heidekranz die Hexen verscheucht.
Die Schwaben meinen zu wissen, dass ein strenger Winter kommt, wenn das Heidekraut bis in die Zweigspitzen hinein blüht.
Im Braunschweigischen soll man einen weiss blühenden Heidezweig unter das Kopfkissen legen, dann wird das Geträumte wahr.
In der Pfalz steckt man hinter den Spiegel einen Heidezweig. Dadurch wird kein Blitz das Haus treffen und kein Hagelschlag die Saat verwüsten.
In Schottland ist folgender Volksglaube verbreitet: Wenn ein junger Schotte eine weiss blühende Besenheide findet, dann heiratet er noch im selben Jahr.

Calluna vulgaris 
Calluna vulgaris
Calluna vulgaris 
Calluna vulgaris
Calluna vulgaris 'Boskoop' 
Calluna vulgaris 'Boskoop'
Calluna vulgaris 'Anemthyst' Foto © PlantaPro 
Calluna vulgaris 'Anemthyst' Foto © PlantaPro
Calluna vulgaris 'Alicia' Foto © PlantaPro 
Calluna vulgaris 'Alicia' Foto © PlantaPro

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