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Nieswurz – Lenzrose – Helleborus Orientalis-Hybriden

Wenn dem Winter Ende Februar langsam der Schnauf ausgeht und wir uns auf den kommenden Frühling und das neue Gartenjahr freuen, sind die Vorfrühlingsblüher schon in den Startlöchern. Mit einer unglaublichen Terminsicherheit setzen einige Stauden dann aus dem noch sehr kalten und nassen Boden zu einem beachtlichen Wachstumsschub an. Auch die Nieswurz (Helleborus Orientalis-Hybride) gehört zu ihnen. Oft schon werden anfangs Februar die ersten Blütenknospen sichtbar. Am Anfang noch ganz bodennah und in sich gekehrt, lassen sie sich weder durch Schnee noch durch Kälte aufhalten. Sie gehören zu den ganz Grossen unter den Vorfrühlings- und Frühlingsblühern und verdienen einen Platz in unseren Gärten.

Herkunft

Die Gattung Helleborus ist ausschliesslich auf der nördlichen Erdhalbkugel anzutreffen. Die West- und Nordtürkei, Nordgriechenland und Zentral- und Westkaukasus sind die Heimat von Helleborus orientalis. Seit dem Mittelalter wird die Lenzrose zu Heilzwecken angebaut. So haben sie sich bis heute über ihren natürlichen Standort hinaus verbreitet. Unsere heutigen, herrlichen Hybriden der Nieswurz (Helleborus Orientalis-Hybriden) stammen von Kreuzungen der verschiedenen Arten ab.
Alle Pflanzenteile der Nieswurz sind giftig. Trotz – oder gerade wegen der Giftigkeit – wurden die Pflanzen in der „Heilkunde“ von Alchemisten und Quacksalbern ganz unterschiedlich genutzt und angepriesen. Von der Antike bis in die Neuzeit wurde die Nieswurz gegen Geisteskrankheiten (helleborio = verrückt), Lähmungserscheinungen, Epilepsie und als starkes Abführmittel angewendet. Als Bestandteil von Hexensalben galt sie als Mittel zur Erhaltung der ewigen Jugend. Das geriebene Pulver der Pflanze reizt zum Niesen, daher der Name Nieswurz. Mit der Nieswurz putzte man sich die Nase frei und meinte, damit böse Geister und Krankheiten auszuniesen. Doch des Giftes wegen war dies sicherlich nicht ungefährlich.
Ein weiterer volkstümlicher Name ist Lenzrose. Die Bezeichnung kommt vermutlich daher, da die Blüten an die einfach blühenden Wildrosen erinnern und ebenso anmutig und prächtig erscheinen wie die viel später blühenden Rosen.

Aussehen

Die Nieswurz gehört in die Familie der Hahnenfussgewächse (Ranunculaceae). Die Blüten sind einfach, schalenförmig, symmetrisch und haben einen Durchmesser von ca. 5 – 6 cm. Die Farbbreite geht von Rot, Rosa, Weiss bis zu Gelbtönen. Oft sind die Blüten gesprenkelt, punktiert oder gestreift. Die Blütenstände sind verzweigt und locker, straussartig und stehen gut über den Blättern. An den Rhizomen des kräftigen Wurzelstocks sitzen die langgestielten Blätter. Diese sind dunkelgrün, ledrig, robust, gefächert oder fussförmig geteilt, mit einem einfach gesägten bis doppelt gesägten Rand. Neben den sehr schönen Blüten sind es gerade auch die immergrünen Blätter, die für die ganzjährige Attraktivität dieser Pflanzen sorgen. Die Lenzrosen werden ca. 40 cm hoch und bilden einen lockeren bis buschigen Horst. Die Blütenstände bewahren lange über die eigentliche Blütezeit (Februar bis Ende April) hinaus ihre Schönheit. Mit der Zeit verändert sich der Farbton der Hüllblätter. Oft verblassen sie leicht, um dann ins Grünliche zu wechseln, ähnlich den Hortensien. Nun bilden sich die so genannten Balgfrüchte, was typisch ist für Hahnenfussgewächse. Daraus fallen bereits im Frühsommer die reifen Samen. Kaum jemand würde also auf die Idee kommen, die Blütenstängel sofort nach dem Verblühen abzuschneiden. So säen sich die Lenzrosen oft selbst aus. Es besteht jedoch keine Gefahr des Wucherns oder gar einer Plage, da sich die Sämlinge viel zu langsam entwickeln. In Naturgärten kann es sogar erwünscht sein, die Pflanzen verwildern zu lassen. Die Sämlinge fallen dann allerdings nicht sortenecht aus, d.h. die Blütenfarbe variiert.

Standort/Verwendung

Die geringen Ansprüche an Standort und Boden sind ein weiteres Plus dieser Pflanze. Ob sie im lichten Schatten steht, unter Bäumen, oder an einem ziemlich sonnigen Platz, spielt der Lenzrose keine grosse Rolle. Der Boden sollte kalkhaltig, durchlässig und gut durchlüftet sein. In der ersten Jahreshälfte, während der Wachstumsphase, brauchen die Lenzrosen viel Wasser. Der Boden sollte daher nicht zu trocken sein. Den Sommer über, nach der Samenreife, ertragen sie Trockenheit und Wärme gut. Im frühen Frühling, wenn die Pflanzen und Blüten über Nacht gefroren sind, sollten sie nicht den ersten Sonnenstrahlen ausgesetzt sein, da sie sonst durch den schnellen Temperaturanstieg Schaden nehmen könnten.
Die Nieswurz lässt sich wunderbar im Schattengarten verwenden, z.B. in Anlehnung an Gehölze oder als Unterpflanzung von Sträuchern und Bäumen. Auch in klassischen Staudenrabatten oder sogar in grösseren Pflanzentrögen und Kübeln bereiten sie viel Freude.
Um grosszügige, natürliche und nicht zu unruhig wirkende Bepflanzungen zu erhalten, sollten sie nicht einzeln gepflanzt werden, sondern leicht verstreut oder in Gruppen.
Sehr schön ist die Kombination mit anderen Frühligsblühern, wie Lungenkraut (Pulmonaria), Primeln (Primula), Leberblümchen (Hepatica nobilis), Tulpen (Tulipa), Osterglocken (Narzissus), Blaustern (Scilla), Schneeglöcklein (Galanthus) und den verschiedenen Krokus-Sorten (Crocus) und vielen mehr. Die genannten Zwiebelgewächse ziehen nach der Blüte allmählich ein, doch die Lenzrosen bleiben und bilden mit ihrem dunkelgrünen Laub einen schönen Kontrast und Rahmen zu den anderen, später blühenden Stauden. Sehr schön ist auch die Kombination mit Farnen und einigen einzeln verstreuten Türkenbundlilien (Lilium martagon). Akelei (Aquilegia), Storchenschnabel (Geranium) in vielen Arten und Sorten, Frauenmantel (Alchemilla mollis), Silberkerze (Cimicifuga) sind weitere, geeignete Partner, die sich sehr gut kombinieren lassen.
In unseren Garten-Centern finden Sie viele weitere Stauden, Gräser, Farne und Gehölze für den lichten Schatten und Gehölzrand, die sehr gut mit Lenzrosen harmonieren.

Pflege

Sind die Pflanzen einmal angewachsen, benötigen sie kaum mehr Pflege. Das einzig Wichtige ist eine Mulchschicht, das heisst eine Bodenbedeckung aus Laub, frischem Kompost oder gehäckseltem Gartenmaterial. Aufs Hacken zwischen den einzelnen Pflanzen sollte ganz verzichtet werden. Mit einer oben erwähnten Bodenabdeckung wird der Boden durch die Regenwürmer perfekt durchlüftet und der Boden gleichzeitig mit frischen Nährstoffen versorgt. Mit dieser bescheidenen Pflege werden die Horste mit jedem Jahr grösser und kräftiger. Die Nieswurz ist ausgesprochen langlebig und wird sehr alt, wenn sie sich ungestört entwickeln kann. Die Pflanzung von Lenzrosen ist also eine Investition in die Zukunft, an der man sich viele Jahre, immer wieder aufs Neue, erfreuen wird.

Helleborus orientalis 'Red Lady' 
Helleborus orientalis 'Red Lady'
Helleborus orientalis 'Ballard Hybrids' 
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Helleborus orientalis 'White Spotted Hybrids' 
Helleborus orientalis 'White Spotted Hybrids'
Helleborus orientalis 'Lady Mix' 
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