Schmucklilie – Agapanthus

Die wunderschöne und weitgehend winterharte Schmucklilie gehört schon seit mehreren Generationen zu den beliebtesten Kübelpflanzen auf dem Balkon, der Terrasse oder auf dem Gartensitzplatz. Auch ausgepflanzt in Gärten und Parks ist diese auffällige Staude mit ihren einzigartigen und geradezu magisch blauen Blüten in vielen Ländern um den Erdball beliebt.

Je nach Art und Sorte kann die Farbe der Blüte zwischen verschiedenen Blau-, Violett- oder Weisstönen variieren.
Je nach Art und Sorte kann die Farbe der Blüte zwischen verschiedenen Blau-, Violett- oder Weisstönen variieren.

Mittlerweile gibt es etliche Sorten der wunderschönen Schmucklilie in verschiedenen Blau-, Violett- und Weisstönen. Auch unterschiedliche Wuchsgrössen sind im Angebot.

Herkunft

Die Schmucklilie (Agapanthus) gehört zur Familie der Lauchgewächse (Aliaceae), die früher der Familie der Liliengewächse (Liliaceae) zugerechnet wurde.
Der Gattungsname (Agapanthus) setzt sich aus den altgriechischen Wörtern „agape“ (Liebe) und „anthos“ (Blume) zusammen. Liebesblume ist also die wörtliche Übersetzung des botanischen Gattungsnamen. Im allgemeinen Sprachgebrauch hat sich jedoch die botanische Bezeichnung „Agapanthus“ und der deutsche Name „Schmucklilie“ etabliert und verbreitet.
Die Schmucklilie ist ausschliesslich in Südafrika beheimatet, wo sie auch als Heilpflanze genutzt wird. Die exotische Herkunft der Staude ist unverkennbar.
Ende des 17. Jahrhunderts wurde die Schmucklilie von der Südspitze Afrikas nach Mitteleuropa gebracht. In den küstennahen Bereichen Südafrikas herrscht ein mediterranes Klima mit langen sommerlichen Trockenzeiten, in dem sich eine recht eigenständige Flora entwickelt hat.
Holländische Seefahrer hatten Kapland zur wichtigsten Versorgungsstation auf dem Seeweg nach Indien ausgebaut und entdeckten die einzigartige Blumenpracht an der südafrikanischen Küste. Sodann wurden immer mehr Pflanzenschätze von Südafrika nach Europa eingeführt.

Aussehen

Die Schmucklilie ist eine ausdauernde, krautige und mehrjährige Blütenstaude. Sie bildet Rhizome als Überdauerungsorgane (unterirdisches Sprossachsensystem).
Der imposante, doldenförmige Blütenstand setzt sich meist aus über hundert trichterförmigen, blauen, violetten oder weissen Einzelblüten zusammen, die auf den 5 bis 8 cm langen Stielen sitzen. Die Blütendolden ragen an einem 50 bis 100 cm langen Blütenschaft über den Blattschmuck hinaus und zieren von Juni bis August den Garten, Balkon oder die Terrasse. Je nach Art und Sorte kann die Farbe der Blüte zwischen verschiedenen Blau-, Violett- oder Weisstönen variieren. Auch ist die Wuchshöhe arten- und sortenabhängig.
Nach der Blüte bilden sich attraktive Kapselfrüchte, welche viele Samen enthalten. Die schwarzen Samen sind ölhaltig.
Man unterscheidet zwischen zwei grossen Gruppen von Schmucklilien, den immergrünen und den nicht immergrünen Sorten. Letztere sterben im Herbst bodeneben ab, überwintern als Wurzelstock und treiben im Frühjahr wieder aus. Die immergrünen Sorten dieser Staude haben besonders breite und oft sehr lange Blätter (bis zu 75 cm lang). Die nicht immergrünen Sorten haben dagegen schmalere Blätter, die je nach Sorte bis zu 25 cm lang sein können. Der Blattrand ist bei beiden Gruppen glatt.

Standort/Verwendung

Die Schmucklilie ist eine sehr anspruchslose und pflegeleichte Garten- und Kübelpflanze, sofern man ihr einen hellen, gut besonnten Standort bietet. Zu schattige Plätze wirken sich nachteilig auf die Blütenbildung aus. Da nur alte und gut eingewurzelte Pflanzen üppig blühen, sollte die Staude möglichst selten verpflanzt oder umgetopft werden. Sie kann jahrzehntelang am gleichen Standort oder im gleichen Kübel verbleiben. Nicht winterharte Sorten werden vorzugsweise in Kübeln gehalten und während der kalten Jahreszeit fachgerecht überwintert (siehe dazu Kapitel „Pflege“).
Für eine Verwendung der Schmucklilie, ausgepflanzt im Garten, empfiehlt es sich, nur winterharte Sorten zu verwenden. Grundsätzlich mag die Schmucklilie nährstoffreiche und durchlässige Gartenböden in voller Sonne. Schwere Lehmböden sind ungeeignet. Damit das Wasser immer gut abzieht, kann man dem Gartenboden Sand oder Kies beimischen.
Die Pflanzung von Schmucklilien sollte im Frühjahr bis spätestens Sommer durchgeführt werden. So kann sie gut einwachsen und kommt besser über den ersten Winter.
Diese attraktive Staude kann beliebig, zum Beispiel mit Montbretien (Crocosmia) oder Freilandfuchsien (Fuchsia) kombiniert werden. So entsteht ein wunderbarer exotischer Farbklang, für den zum Beispiel eine Eibenhecke (Taxus) einen idealen und Kontrast setzenden Hintergrund bilden könnte. Auch Kombinationen mit verschiedenen Gräsern oder weiteren Blütenstauden sind möglich. Hier können Sie ihrer Kreativität freien Lauf lassen.
Die blauen Blüten auf langen Stängeln zieren die Gärten, Balkone und Terrassen. Mit ihrem frischgrünen Laub ist die Staude schon vor der Blüte schön anzusehen. Mit ihren dekorativen Fruchtständen bietet sie auch im verblühten Zustand noch bis in den Winter hinein einen reizvollen Anblick. Die Blüten sind dank ihrer guten Haltbarkeit auch hervorragend als Schnittblumen geeignet.
Es überrascht nicht, dass die bezaubernden, blauen Blüten der Schmucklilie auch die Maler verschiedener Epochen immer wieder beeindruckt und zu Pflanzenporträts animiert haben. So malte Claude Monet (1840 – 1926) die Schmucklilie in seinem Garten in Giverny und der deutsche Impressionist Max Liebermann (1847 – 1935) die Kübel mit Schmucklilien bestückt in seinem Garten am Wannsee.

Pflege

Die Schmucklilie ist weitgehend anspruchslos. In raueren Lagen ist für ausgepflanzte Exemplare ein Winterschutz in Form einer Laub- oder Mulchdecke empfehlenswert.
In der Wachstumszeit sollte die Staude viel gegossen und regelmässig gedüngt werden, damit sie auch reichlich blüht.
Bei Gefässen ist darauf zu achten, dass das überflüssige Wasser gut abfliessen kann, weil die fleischigen Wurzeln keine Staunässe ertragen.
Während der kalten Jahreszeit sollte die in Gefässen gehaltenen Pflanzen an einem kühlen Ort überwintert werden bei max. 8°C. Dabei ertragen sie auch ein paar wenige Minusgrade. Der Überwinterungsplatz von immergrünen Sorten sollte zudem hell und frei von Zugluft sein. Der Wasserbedarf ist in dieser Zeit reduziert. Trotzdem dürfen die Pflanzen nicht austrocknen.
Die nicht immergrünen, das heisst einziehenden Sorten in Gefässen können gleich wie obige oder auch in einem dunklen, kühlen Raum überwintert werden. Sie benötigen den ganzen Winter über sehr wenig Wasser.
Die Bildung des Blütenansatzes findet im Winter statt. Je kühler die Überwinterung stattfindet, desto reicher ist die Blütenfülle im Sommer!

Je nach Art und Sorte kann die Farbe der Blüte zwischen verschiedenen Blau-, Violett- oder Weisstönen variieren.
Je nach Art und Sorte kann die Farbe der Blüte zwischen verschiedenen Blau-, Violett- oder Weisstönen variieren.

Blüte

Blau, Weiss und Violett

Verwendung

Für Gefäss geeignet

Standort

Sonnig

Agapanthus 'Polar Ice'
Agapanthus 'Polar Ice'
Agapanthus 'Dr. Brouwer'
Agapanthus 'Dr. Brouwer'
Der imposante, doldenförmige Blütenstand setzt sich meist aus über hundert trichterförmigen, blauen, violetten oder weissen Einzelblüten zusammen.
Der imposante, doldenförmige Blütenstand setzt sich meist aus über hundert trichterförmigen, blauen, violetten oder weissen Einzelblüten zusammen.

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