Pflanzenportrait

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Pflanzen – fast wie Menschen

Pflanzen können sehen, hören, riechen, schmecken und fühlen. Pflanzen leben, atmen, agieren und reagieren. Sie beobachten und zeichnen dauernd Ereignisse und Erscheinungen auf, von denen der Mensch wenig oder gar keine Ahnung hat.
Wir dürfen Pflanzen also nicht unterschätzen. Gemäss wissenschaftlichen Berichten sowie intensiver Forschung kann man heute einige fundierte Aussagen über das „Leben“ von Pflanzen machen. Es gibt auch noch viele offene Fragen, die nach wie vor ein Geheimnis der Pflanzenwelt sind.

Sehen

Pflanzen mögen keine Augen haben und reagieren dennoch auf Licht. Keimlinge krümmen sich gegen eine Lichtquelle. Blüten öffnen sich am Morgen und schliessen sich am Abend. Sie folgen dem täglichen Weg der Sonne über den Himmel.
Pigmente (Farbstoffe), wie zum Beispiel das wohlbekannte Chlorophyll (Blattgrün), nehmen die Energie des Lichtes auf und wandeln diese in chemische Energie um (Zucker).
Licht ist aber nicht allein Energiequelle für die Pflanze. Es übt auch Signalwirkungen auf das Wachstum und die Entwicklung der Pflanzen aus. Für Pflanzen überlebenswichtige Prozesse werden von verschiedenen Pigmenten, die Licht aufnehmen gesteuert. Sie sind verantwortlich für die Indizierung der Keimung, für das Streckungswachstum und die Blütenentwicklung, sowie für die Knospenbildung vor Beginn der Winterruhe. Ausserdem helfen sie den Pflanzen, Schatten wahrzunehmen. Auch sagen die Pigmente der Pflanze, ob es Tag oder Nacht ist und wie lange der Tag dauert.
Das gegenseitige Beeinflussen von Pigmenten in ihrer Wirkung hilft der Pflanze, die Intensität und Qualität des Lichtes sowie dessen Polarisierung und Einfallswinkel wahrzunehmen, um so sinnvoll auf Veränderungen der Aussenbedingungen reagieren zu können.
All diese verschiedenen Farbstoffe (Pigmente) befinden sich in Blättern, Knospen, Blüten, Früchten und Samen. Die Pflanzen sehen also mit ihrem ganzen Körper.

Schmecken

Licht allein erlaubt der Pflanze noch lange nicht das Überleben. Damit die Pflanze die nötige Nahrung bekommt, ist es für sie wichtig, schmecken zu können. Die Wurzeln schmecken, wo zum Beispiel die lebenswichtige Nahrung (Mineralien, Wasser) vorhanden ist. Wurzeln stöbern nicht einfach zufällig im Boden herum, da dies zu viel Energie kostet. Pflanzen sind dazu befähigt, Wurzeln zu bilden, die auf direktem Weg nährstoffreiche Gebiete erschliessen.
Einige Pflanzen sind nicht davon abgeneigt, ihren Verwandten die Nahrung zu stehlen. Sie führen sozusagen das Leben von Dieben, aber im Vergleich zu Dieben schmecken sie ihre Beute.
Wie Pflanzen schmecken ist nicht bekannt. Jedoch vermutet man, dass der Geschmackssinn auf der Wurzeloberfläche lokalisiert ist.
Ein Geschmacksinn ist auch für Selbstverteidigung und Angriff nützlich. Pflanzen können Signalstoffe im Speichel von Raupen oder Käfern, die ihre Blätter anfressen, schmecken. Ihre Reaktionen darauf sind faszinierend. Zum Beispiel produzieren einige Pflanzen flüchtige Stoffe, die vom Wind verfrachtet Nützlinge (u.a. Schlupfwespe oder Raupenwanze) heranlocken, die die Feinde der Pflanze bekämpfen. Andere Pflanzen produzieren Säuren, die dem Feind das Fressen vergehen lassen.

Riechen

Nicht nur Nützlinge, als Verteidiger der Pflanze, riechen die pflanzlichen Hilferufe. Auch andere Pflanzen derselben Art erkennen den chemischen Alarmschrei (Säure), der sie auf die nahende Gefahr aufmerksam macht. Diese wappnen sich dann ihrerseits gegen den bevorstehenden Angriff, indem sie die Verteidigungssubstanzen synthetisieren, die die Insekten (Feinde) abstossen.
Rauchsignale werden ebenfalls von Pflanzen wahrgenommen. Gewisse Substanzen im Rauch wecken Pflanzen aus ihrem Schlaf und lösen somit die Keimung aus. Zum Beispiel nach einem Waldbrand finden gewisse Pflanzenkeimlinge besonders gute Bedingungen: mit Asche gedüngte Böden und genügend Platz und Licht, um sich ungehindert zu entfalten respektive zu entwickeln.
Wie Düfte die Pflanzen zum Reagieren bringen ist wissenschaftlich noch weitgehend unbekannt.

Fühlen

Alle Pflanzen reagieren auf Berührungen. Sie mögen es zum Beispiel nicht, von böigen Winden geschüttelt zu werden. Um grösseren Schäden zu entgehen, verstärken sie das Festigungsgewebe der betroffenen Organe (Pflanzenteile). Diese Resistenz aufzubauen braucht Zeit.
Einige Pflanzen reagieren sensibel und ausserordentlich schnell auf Erschütterungen wie zum Beispiel die Venusfliegenfalle (Dionea muscipula). Setzt sich ein Insekt in ihre roten Blatt-Spreitenhälften, klappen diese zusammen, und das Insekt ist gefangen. Auf beiden Klappdeckeln trägt der Fleischfresser Sinneshaare. Sobald Insekten wie Käfer oder Fliegen diese Sensoren berühren, entstehen elektrische Signale die bewirken, dass die Klappen sich schliessen. Solche Beobachtungen zeigen, dass einige Pflanzen Sinnesorgane haben müssen, die in der Lage sind, Berührungsreize wahrzunehmen.
Sie ist ein Blümchen „Rühr-mich-nicht-an“, sagt man von einer jungen, sensiblen und schüchternen Frau. Aber eigentlich bezieht sich diese Aussage auf die Mimose (Mimosa pudica). Diese Pflanze klappt beim Überschreiten ihrer Reizschwelle ihr Laub zu.
Die Venusfliegenfalle und die Mimose sind Beispiele von hochsensiblen Pflanzen, an denen man sehr leicht ihre Sensitivität und die entsprechende Reaktion auf äussere Einflüsse beobachten kann. Dies zu beobachten ist sicher auch für Kinder sehr spannend und interessant.

Hören

Wenn Pflanzen schon sehen, schmecken, fühlen und riechen können, dann können sie sicher auch hören. Wissenschaftliche Experimente ergaben, dass Pflanzen tatsächlich auf Töne reagieren.
Wenn Pflanzen und Samen einer bestimmten Tonfrequenz ausgesetzt werden, dann wird die Synthese von einem speziellen Pflanzenhormon, das Längenwachstum und Keimung fördert, herbeigeführt. So hat man bei diversen Experimenten festgestellt, dass Pflanzen nach einer Beschallung viel schneller wachsen oder Samen eine grössere Keimrate zeigen.

Die Venusfliegenfalle (Dionea muscipula) ist eine fleischfressende Pflanze (Insektivor) 
Die Venusfliegenfalle (Dionea muscipula) ist eine fleischfressende Pflanze (Insektivor)
Die Mimose (Mimosa pudica) reagiert auf Berührung mit dem schnellen Zusammenklappen der Blätter 
Die Mimose (Mimosa pudica) reagiert auf Berührung mit dem schnellen Zusammenklappen der Blätter
Gewisse Pflanzen, z.B. die Mittagsblume (Delosperma congestum 'Gold Nugget') öffnet ihre Blüten nur bei Sonnenschein. Bei trübem Wetter und in der Nacht sind sie geschlossen. 
Gewisse Pflanzen, z.B. die Mittagsblume (Delosperma congestum 'Gold Nugget') öffnet ihre Blüten nur bei Sonnenschein. Bei trübem Wetter und in der Nacht sind sie geschlossen.
Alle Pflanzen wachsen aktiv dem Licht entgegen. Bei einseitigem Lichteinfluss krümmen sie sich in die Richtung des Lichtes. 
Alle Pflanzen wachsen aktiv dem Licht entgegen. Bei einseitigem Lichteinfluss krümmen sie sich in die Richtung des Lichtes.

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