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Ziergräser im Garten

Den ganzen Sommer über und auch häufig weit darüber hinaus erfreuen dekorative Ziergräser mit ihren unterschiedlichen Farben und Formen den Betrachter im Garten, auf der Terrasse, auf dem Balkon und in öffentlichen Anlagen.
Trotz ihrer riesigen Vielfalt (mit über 10'000 Arten eine der grössten Familien in der Botanik) schaffte bis heute nur ein relativ kleiner Anteil den Einzug in den Garten. Dies hat unter anderem damit zu tun, dass die Verwendung von Ziergräsern lange Zeit vernachlässigt wurde, da sie farblich mit den oftmals spektakulären Blütenpflanzen nicht mithalten konnten. Auch wurden (Zier-)Gräser früher als Unkraut angesehen und dementsprechend bekämpft. Doch mit der zunehmenden formalen Architektur wurde der Wert der Ziergräser als Strukturpflanze und Formgeber wiederentdeckt. Sie setzen spannende Akzente in Garten und Landschaft.
Heute spielen Ziergräser, zu denen übrigens auch der Bambus gehört, in der Gartengestaltung eine grosse, unverzichtbare Rolle.

Ziergräser in der Gartengestaltung

Ziergräser wirken in erster Linie durch die Schönheit und Vielfalt ihrer Gestalt, durch Wuchsform, Struktur und Textur. In zweiter Linie wirken sie durch die Farbe ihrer Halme und Blätter und erst in dritter Linie durch die Farben der Blüte. Das Ziergras hat mit seinen langen, schmalen, einfachen und vielfach eleganten Blättern eine Textur, die konkurrenzlos ist.
Dank ihrer langen "Präsenzzeit" im Garten, die sich bei den meisten Ziergräsern auch über das Winterhalbjahr erstreckt, eignen sie sich auch als Rückgrat einer Pflanzung, das heisst als Struktur- und Leitpflanze.
Zahlreiche Ziergräser verkörpern Grundformen und Grundrichtungen besonders klar und augenfällig, vor allem runde, überhängende oder senkrechte Formen. Dadurch sind sie ideale Kontrastpflanzen zu mehr flächenhaften, horizontalen Gartenelementen, wie zum Beispiel zu Plätzen, Wegen oder Wasserflächen. Im Gegenzug können Ziergräser, gezielt eingesetzt, auch die Wirkung von Konturen unterstreichen. Sie können dies weit effektiver, als die meisten Blütenstauden.
Eine Besonderheit vieler Ziergräser ist ihre durchsichtige, filigrane und zart gebaute Gestalt. Sie vermittelt eine Atmosphäre der Leichtigkeit, der Verbindung zwischen Himmel und Erde und bildet gleichzeitig wunderbare Kontraste zu anderen Gartenpflanzen. Zudem bewegen sich Ziergräser, wie nur wenige andere Pflanzen, graziös im Wind und bringen Bewegung und Dynamik in den Garten.

Wuchsformen

Die wichtigste Wirkung von Ziergräsern für die Gartengestaltung sind die Wuchsform, die Blütenform, das Windspiel und ein oft ausgeprägt, lang anhaltender Winteraspekt. Durch ihre Wuchsform, Blütenform, das Windspiel und einen oft ausgeprägten, lang anhaltenden Winteraspekt sind Ziergräser sehr wichtig für die Gartengestaltung. Bei der Wuchsform, also dem Erscheinungsbild, unterscheidet man borstig wachsende Ziergräser, wie z.B. die Schwingel (Festuca), bogig überhängende Ziergräser, wie das Federborstengras (Pennisetum) und straff aufrecht wachsende Ziergräser, wie das Reitgras (Calamagrostis). Daneben gibt es etliche Arten und Sorten, die mehrere Merkmale vereinen.
Gleiche Vielfalt bringen die Ziergräser mit sich in Sachen Blütenstand. Da gibt es die kompakten Ährenrispen, wie sie auch von den Getreidesorten bekannt sind oder die reinen Rispen, wie sie häufig bei den Wildgräsern am Wegesrand zu sehen sind. Und dazwischen finden sich noch jede Menge Mischformen. Der Fruchtstand, welcher häufig ähnlich aussieht wie der Blütenstand, verlängert den optischen Eindruck einer langen Blütezeit. Es gibt aber auch Ziergräser, welche einen komplett anderen Fruchtstand entwickeln. Hier ist sicher die Morgensternsegge (Carex grayi) zu nennen. Ihre auffälligen, relativ grossen, stacheligen Früchte gleichen einem Morgenstern (mittelalterliche Hiebwaffe mit einer bedornten Kugel am Ende eines Stiels).

Verwendung

Durch die Vielfalt der Ziergräser, vom riesigen Chinaschilf (Miscanthus sinensis) bis zum zwergigen Exemplar, gibt es viele Verwendungsmöglichkeiten: von der mannshohen sommergrünen Hecke bis zum immergrünen Bodendecker, von dezentem Füllgrün bis zur dekorativen, dominanten Solitärpflanze, vom genügsamen Schattenliebhaber bis zum Sonnenanbeter am und im Wasser.
Ziergräser kommen in fast allen Lebensräumen der Erde vor: vom Tiefland bis ins Hochgebirge, von der Trockensteppe bis zum Teich. Dementsprechend gibt es auch für jeden Lebensbereich, im Garten wie auch in der Landschaft, eine reiche Auswahl geeigneter Ziergräser.
Fast alle Farben der Ziergräser, sei es in Halm, Laub, Blüte, Samenstand, Herbst- oder Winterfärbung, sind pastellfarben. Reine, klare und leuchtende Farben fehlen weitestgehend. Gerade diese Pastellfarben, die zahllosen Grüntöne, die Variationen von weissen, silbernen, goldenen, braunen, rosa und vielen anderen Farbtönen wirken in der Gestaltung verbindend und vermitteln Ruhe und Weite.
Ziergräser schliessen bei der Auswahl kreativer Stilmittel eine Lücke, die mit Stauden und Gehölzen fast nicht zu schliessen wäre. Sie ermöglichen es auch im Garten, während der Herbst- und Winterzeit, Akzente zu setzen, wenn die meisten Blütenstauden auch optisch im Winterschlaf sind. Vor allem im Winter verbreiten die Fruchtstände eine wunderbare Stimmung, wenn Raureif oder Schnee die Konturen nachzeichnen und das ganze Ziergras zu einer Schneeskulptur wird.
So sind die Ziergräser mit ihren verschiedenen Stadien in jeder Jahreszeit spannend. Die Kombinationsmöglichkeiten sind grenzenlos.
Ziergräser sind nicht nur ausgepflanzt im Garten eine Pracht, sondern kommen auch, in Gefässen, auf dem Balkon oder der Terrasse wunderbar zur Geltung. Auch hier ist die Auswahl sehr gross, da die meisten sehr gut winterhart, genügsam und pflegeleicht sind.

Pflege

Ziergräser benötigen nur wenig Pflegeaufwand, vorausgesetzt, sie werden am richtigen Standort gepflanzt. Der wichtigste Punkt ist sicher der Rückschnitt der abgestorbenen Pflanzenteile im Frühling, kurz vor dem Neuaustrieb. Er sollte zwingend erst im Frühling erfolgen, da bei einem Rückschnitt im Herbst das Ziergras von Fäulnis bedroht wäre. Selbstverständlich benötigen die immergrünen Ziergräserarten keinen Rückschnitt. Sie müssen jedoch "ausgeputzt", das heisst, von abgestorbenen Pflanzenteilen befreit werden.
Im Frühling kann eine Düngergabe nötig sein, besonders bei den stark wachsenden Ziergräsern. Dabei reicht vollkommen aus, wenn eine dünne Kompostschicht um die Pflanze ausgebracht wird.
Staunässe sollte bei den meisten Ziergräsern vermieden werden. Ziergräser mit feuchten Standorten hingegen mögen und brauchen feuchte Erde oder gar stehendes Wasser.
Das bekannte Pampasgras (Cortaderia selloana) kann über den Winter Fäulnischaden erleiden. Darum empfehlen wir, dass die Pflanzen im Spätherbst satt zusammengebunden werden. So läuft das Wasser vom Regen oder schmelzendem Schnee nicht ins Herz des Horstes und es kommt dort nicht zu einer Fäulnis im Horst. Die Pflanzen können auch zusätzlich mit farbiger Jute eingebunden werden, was eine dekorative Wirkung in der kahlen Winterzeit bewirkt.

 
 
Japansegge (Carex morrovii 'Ice Dance') 
Japansegge (Carex morrovii 'Ice Dance')
 
 
Pampasgras (Cortaderia selloana 'Pumila') 
Pampasgras (Cortaderia selloana 'Pumila')
 
 
Engelshaar (Stipa tenuissima 'Ponytails') 
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