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Blumenzwiebeln zum Verwildern

Blumenzwiebeln sind die ersten Frühlingsboten des Jahres. Verwildert, in Wiesen und unter Gehölzen, verbreiten sie sich zahlreich und bilden verschwenderische Teppiche aus Blüten. Nicht nur Parkanlagen wirken mit den fein gewebten Blütenteppichen wie verzaubert, auch im hauseigenen Garten können verwildernde Blumenzwiebeln ihren einzigartigen Charme entfalten.
Neben Krokussen (Crocus) eignen sich auch viele andere Blumenzwiebeln. Dann kommen diese Zwiebelpflanzen, die einzeln kaum auffallen, ganz gross raus.
Blumenzwiebeln zum Verwildern sind eine einmalige Investition, die sich im Laufe der Jahre mit jährlich wiederkehrender Freude über die zunehmende Pracht, mehr als bezahlt macht.

Verwilderung

Verwildern heisst, natürliche Entwicklungen nutzen. Es geht im Prinzip von alleine, wenn man der Entwicklung der Pflanze nicht im Wege steht und nicht durch unpassende Standortwahl oder falsch verstandenen Ordnungssinn die natürliche Ausbreitung unterbindet. Eine aktive Pflege an den Pflanzen ist in der Regel nicht nötig.
Viele Blumenzwiebeln besitzen diese verwildernde Eigenschaft, vermehren sich also selbst, ohne gärtnerische Hilfe. Auf diese Weise entstehen im Laufe der Jahre aus kleinen Gruppen grossflächige, dichte, wunderschöne Blütenteppiche.
Zum Verwildern sollte man stets eine grössere Anzahl von Zwiebeln ausbringen, nur dann stellt sich der beabsichtigte Effekt in absehbarer Zeit ein. Dabei sollten die Zwiebeln nicht in Reih und Glied, sondern in zufälliger, natürlicher Anordnung ausgepflanzt werden.
Eine der Zwiebelart angepasste Standortwahl ist der wichtigste Faktor, der zu einer erfolgreichen Verwilderung führt.

Standortwahl

In der Heimat, im Mittelmeergebiet, von wo ursprünglich fast alle Blumenzwiebeln herkommen, findet man sie wild wachsend unter sommergrünen Gehölzen. Sie blühen mehrheitlich im frühen Frühjahr, wenn die Bäume und Sträucher noch keine oder wenige Blätter haben. Damit weichen sie der mächtigen Konkurrenz der Gehölze aus und profitieren vom uneingeschränkten Sonnenlicht. Wenn später die Gehölze belaubt sind, haben die Blumenzwiebeln bereits geblüht und Samen angesetzt. Ihre Vegetationszeit neigt sich zu diesem Zeitpunkt bereits dem Ende zu.
Geeignete Standorte im hauseigenen Garten können Flächen am Rande von Gehölzen, aber auch pflegeextensive Staudenpflanzungen mit spät austreibenden Stauden sein, wo sich die Blumenzwiebeln über viele Jahre hinweg ungestört vermehren können. Auch im lichten Schatten unter laubabwerfenden Bäumen, wo Stauden und Gräser aufgrund des Wurzelwerks nicht mehr gedeihen, können sich so manche Blumenzwiebeln behaupten. Dort ist es im Frühling hell und halbwegs feucht, in der Sommerruhezeit aber schön trocken. Daher wächst dort sonst kaum etwas. Das fallende Herbstlaub spendet den nötigen Winterschutz und verrottet zu optimalem Humusboden. Auf nährstoff- oder humusarmen Standorten helfen Kompostgaben im Herbst oder sehr zeitigen Frühjahr von maximal 3 bis 4 cm Dicke, ein entsprechendes Milieu zu schaffen. Grundsätzlich wirken Kompostgaben auf allen Standorten sehr positiv und tragen zu einer guten Entwicklung der Blumenzwiebeln bei.
Ausserhalb der Gehölzbereiche, zum Beispiel in Wiesen und auf Rasenflächen ist es etwas schwieriger mit dem Verwildern von Blumenzwiebeln.
Sind die bescheidenen Grundvoraussetzungen wie feuchter Boden während dem Austrieb im Frühling und eher trockener Boden während der Ruhephase im Sommer erfüllt, dehnt sich die Population Jahr für Jahr aus.
Bei einer Verwilderung in Rasen- und Wiesenflächen muss darauf geachtet werden, dass der erste Rasenschnitt erst nach dem Einziehen der Blumenzwiebeln erfolgt, das heisst, Mitte bis Ende Mai. Nur so können auch hier gute Erfolge erzielt werden.

Konkurrenz

Das richtige Einschätzen der Konkurrenzbeziehungen ist der entscheidende Punkt für ein erfolgreiches Verwildern der Blumenzwiebeln. Die wohlüberlegteste Standortwahl hilft nicht, wenn in der meist kurzen Hauptwachstumszeit der Blumenzwiebeln andere Gewächse den Standort streitig machen. Wo soll die Energie zur Blütenanlage und Samenbildung auch herkommen, wenn frühtreibende Stauden oder immergrüne Gehölze insbesondere das Sonnenlicht und auch die Nährstoffe beanspruchen?
In dichten wintergrünen Beständen tun sich Blumenzwiebeln schwer. Zwiebelpflanzen sind genügsam, doch zur Wachstumszeit brauchen sie vollen Zugriff auf die Ressourcen. Gerade recht kommt es den Blumenzwiebeln, dass im März die Staudenrabatten und Freiflächen noch kahl aussehen. Hohe, wärmeliebende Wild- und Prachtstauden mit spätem Austrieb und Blumenzwiebeln kommen sich nicht in die Quere. Das trifft in der Regel auch zu für nicht wintergrüne Bodendecker.
Die gestalterische Schwäche, das kahle Frühjahr, wird zum Vorteil verkehrt. Bis zur Entwicklung der Stauden sind die Blumenzwiebeln mit ihrem Wachstum fertig.

Zwiebelauswahl

Am leichtesten gelingt das Verwildern von Blumenzwiebeln mit Wildarten mit reichlicher Samenproduktion wie zum Beispiel dem Dalmatiner Krokus (Crocus tommasinianus), dem Winterling (Eranthis hyemalis), dem Blaustern (Scilla) oder dem Schneeglanz (Chionodoxa).
Schon nach wenigen Jahren entstehen Bestände, die auch Wiesen zum Blühen bringen und sich gegen die Konkurrenz der Gräser erfolgreich durchsetzen.
Im lichten Schatten sind Winterlinge (Eranthis hyemalis) die ersten Frühjahrsboten. Auch Blausternchen (Scilla) und Schneeglanz (Chionodoxa) mögen diesen Standort. Diese kleinen Frühlingsboten säen sich leicht aus.
An schattigen Standorten entwickelt sich das Hasenglöckchen (Hyacinthoides) noch recht gut, vor allem in humosen Böden.
Schneeglöckchen (Galanthus), Traubenhyazinthe (Muscari) und Zierlauch (Allium) ertragen selbst trockene Standorte.
Wildtulpen vermehren sich über Tochterzwiebeln, also nicht über Samen wie oben genannte Blumenzwiebeln. Eine Verwilderung von Wildtulpen ist von den Bodenansprüchen und wegen der Vermehrungsart her anspruchsvoller.
Weitere Informationen zur Verwendung wie auch zur Pflanzung, Pflanzzeit und Pflege der Blumenzwiebeln finden Sie im Artikel "Blumenzwiebeln – und der Garten blüht".

Tulipa 
Tulipa
Crocus albiflorus 
Crocus albiflorus
Scilia bifolia 
Scilia bifolia
Leucojum vernum 
Leucojum vernum
Winterling 
Winterling

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